Peter Pan CR hat geschrieben:Olaf stell schon mal Bier kalt. so eine fein angepasste Rundung hast Du noch nicht gesehen. Nur das verglaste Trommel und Backenmaterial bekommt Schleifpapier/Schleifsteinchen alle 2500 km oder õfter zu sehen.
Die "ablaufende" Backe will ich gerne mal an der festen Seite zur Probe dünner machen.
Wieviel? Ca. 1/3 des Belaglänge um ca 0,5mm?
Nein Sven, nicht die Backe.
Die Güllepumpe hatte einen Dreh-Doppelnocken, um die Backen an die Trommel zu drücken. Wenn du dir die Geometrie aufmalst, stellst du fest, dass ein Backen dadurch an einem kurzen, der andere an einem langen Hebel gedrückt wird. Dadurch sind bei der Betätigung die Kräfte und der Hub für beide Backen verschieden. Wird der auflaufende Backen außen, am langen Hebel gedrückt, liegt seine Spitze zuerst an, der Rest hingegen gar nicht, auch der andere Backen nicht.
In diesem Fall den einen Nocken des Exzenters kürzen, so dass der auflaufende Backen etwas weniger aushebt. Dadurch hat die restliche Belagfläche auch die Chance, mal dran zu kommen. Den gleichen Effekt hast du ohne zu kürzen, wenn du den Ausrückhebel 180° gedreht auf den Bremsnockenwelle steckst.
edit: wenn der ablaufende Backen zuerst anliegt, bremst das Ding noch weniger.
Wenn die Bremsbacken auf der Gegenseite auch einen Exzenter für die Pedalwegverstellung haben, kann da die gleiche Kur helfen. Wenn die Backen ordentlich eingestellt sind und gleichmäßig von der Gegenseite her an die Trommel gedrückt werden, ändert sich unter Last (Spannung) die Verrundung der Backen etwas. (solltesein, sie sind ja nicht unbegrenzt biegefest). Dadurch wird bei höherem Druck noch mehr Belagfläche an die Trommel gelegt.
Komplikiert? Wenn du die Teile vor dir liegen hast, nicht.
