Hallo Peter,
es gibt sehr wohl eine Möglichkeit Deine Vorstellungen zu realisieren!
Bau Dir doch am Beiwagen eine Honda CBS-Bremszange an. Die hat in einer Zange zwei komplett getrennte Kreise, und zwar werden einmal zwei kleine Kolben betätigt und einmal ein Kolben.
Da die Zangen aber nur einen Belag haben (also natürlich zwei, auf beiden Seiten der Scheibe einen, ist ja klar wie Klßbrühe

) ist die Abstimmung sehr gut zu realisieren.
Die Leitung, die beide Kolben betätigen soll, koppelst Du mit der Vorderradbremse (wei dort ja in der Regel die höchste Bremswirkung abgerufen wird).
Den dritten Bremskolben koppelst Du dann mit der Hinterradbremse.
Dann bremst der Seitenwagen immer mit, egal welche Bremse Du benutzt, und die Gefahr, dass der Seitenwagen ständig überbremst ist auch nicht so groß, als wenn Du zwei separate Zangen am Beiwagenrad benutzt.
Man könnte so eine Zange auch noch im Hinterrad verbauen und dann auch das immer leicht mitbremsen, wenn man vorne reinlangt (also den einzelnen Kolben dann vorne mit anschließen).
Der TÜV sieht speziell diese Zangenumbauten nicht so gerne, denn der Anbau muss ziemlich penibel sein, da es Schwimmsattelbremsen sind, die sonst leicht verkanten und sich im Extremfall nicht mehr lösen.
Mit einem Stück Flachstahl a la EML wird das also natürlich nichts.
Und da der Honda Halter in keinem Fall passt, muss da auch was hochfestem Alu gefräst werden -
dann geht es aber ganz hervorragend.
Ich mache das gerade bei mir am Hinterrad der KingKong.
Weil ich eh die Schwinge durchgesägt hab, damit der Radwechsel nicht immer so ein Krampf ist, sind dann die paar Stunden mehr Schrauberei für die Bremszange auch nicht so ein Drama.
Liebe Grüße über den Elb-Deich an die Ostseeküste und einen guten Rutsch
Willy