5. Juni 2009 11:57
Die Vorspur richtet sich nach dem Sturz der Maschine ( nach außen) Begründung:
Durch den Sturz verhalten sich die Räder der Maschine wie ein Kegelstumpf, der um seinen theoretischen Mittelpunkt ablaufen will, also nach links.Da die Maschine aber die antreibende Kraft ist ( wie bei einem Panzer, wo nur eine Kette angetrieben wird) und die nicht angetriebene Masse des Seitenwagens abgebremst wird,läuft sie nach rechts ( wie beim Panzer, wenn die rechte Kette leer läuft oder sogar abgebremst wird) Die Vorspur richtet sich je nach dem Sturz der Maschine, da alle Gelenke ( die ja Spiel haben) nachgeben und bei höhere Geschwindigkeit das Gespann geradeaus laufen soll. Ist die Vorspur zu hoch, radiert das Gespann ( über das Seitenwagenrad) und ruckt sehr stark bei langsamen engen Kurven ( z.B. beim Schieben mit vollem Lenkeinschlag) und hat einen relativ hohen Reifenverschleiß. Der Vorlauf des Seitenwagenrades spielt dabei aber auch eine entscheidende Rolle, da sich die Räder der Maschine und das des Seitenwagens bei Kurvenfahrt auf separaten Kreisen bewegen die keinen gemeinsamen Mittelpunkt haben.
Der Nachlauf stabilisiert den Garadeauslauf, ist er jedoch relativ groß, sind die Rückstellkräfte auch groß und das Gespann läßt sich schwerer lenken.
Es gibt einschlägige Literatur über die Lenkungsgeometrie und deren Verhalten bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, letzlich ist jede Einstellung ein Kompromiss zwischen lansamen und schnellen Fahrten.Die spezielle Feineinstellung muß man selbst auf diversen Testfahrten ermitteln.
Auch bei einem zu hohen postiver Sturz des Seitenwagenrades zieht das Gespann nach rechts und natürlich auch, wenn die Maschine negativen Sturz ( zum Seitenwagen hin) hat
Zuletzt geändert von
Cruiserkurt am 5. Juni 2009 12:53, insgesamt 1-mal geändert.