3. Mai 2016 19:51
dex hat geschrieben:Jepp, KFZ Scheibe und Mercedes Bremssattel.....
Ich habe einen zweiten Bremssattel im Vorderrad, der von der Fußbremse betätigt wird. Steht frech MB und ATE drauf. Wirkung bei Übernahme des Gespannes: Null aber wirklich nullkommanull. Hab´s auseinander genommen, keine besonderen Auffälligkeiten, bis auf den Umstand, dass die Kolben viel zu schwer gingen. Beläge dadurch selbstredend verglast.
Hab dann weiter geforscht und getan, was ich für richtig hielt, jetzt geht der Kram. Möglicherweise hat MB Vorgaben entwickelt, mit denen man die Bremsleistung hinten reduziert und die Lieferanten halten sich dran, weiß ich nicht.
1. Sattel geöffnet und gereinigt
2. Kolben entsifft und neue Dichtungen . Ich habe es nicht genau in Erinnerung, aber irgendwas war mit dem Staubschutz. Da lobe ich mir Sumitomo, die haben keinen.
3. Die Führung für die Beläge war miserabel. Rostansatz und Grat führten dazu, dass die Beläge sich nicht frei bewegen konnten. Viel zu kleine Toleranzen. Lass doch die Beläge klappern wenn sie neu sind! das bleibt nicht lang so.
4. Möglicherweise sind auch die Beläge so eingestellt, dass sie keine dolle Bremswirkung haben. Sie sind zwar kompatibel mit VW, aber sie dürfen nur halb so dick sein. Dabei sind die Stege daneben so hoch, dass sie im Zweifel, (bei einer Nicht-Mercedes-Halterung) unter Last eher an der Scheibe schleifen als die Beläge. Gleiches gilt für das Gehäuse des Sattels. Für die feinmechanischen Einbautoleranzen viel zu schlecht verarbeitet. Wenn der Rand der Scheibe rostet, schabt dieser am Sattel. Schlitze und Gehäusefuge sind gesägt. Mit einer Kreissäge! Wozu bearbeiten, kommen ja Dichtungen rein.
Vlt. gibt es noch schlechtere im Autombilbau, aber ich habe vorher so einen Scheiss noch nicht gesehen. Wie gesagt: an einem Mercedes mag das gehen, artfremd eher nicht. Schon gar nicht bei einem beweglichen Bremssattelhalter.