Akku schwache Leistung ? Entsulfatieren !

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Akku schwache Leistung ? Entsulfatieren !

Beitragvon Slowly » 21. Dezember 2007 19:30

Vielleicht interessiert das jemanden:
Zitat:
Die Sulfatierung
Sulfatierung ist ein chemischer Vorgang, der bei Bleibatterien auftritt, die längere Zeit unbenutzt stehen.
Beim normalen Entladevorgang bildet sich an beiden Platten einer Batterie Bleisulfat (PbSO4).
Während des Ladens wird es normalerweise wieder elektrochemisch zerlegt und kann keinen Schaden anrichten.
Nun tritt aber der gleiche Effekt auch bei der Selbstentladung einer nicht benutzten Batterie auf,
hier allerdings bildet das Bleisulfat im Laufe der Zeit harte Kristalle,
die als weißer Niederschlag auf den Platten zu erkennen sind.
Die Batterie ist sulfatiert und kann so keine Ladung mehr aufnehmen.

Um die Sulfatschicht zu knacken, muss der Akkumulator jetzt mit einer deutlich höheren Spannung geladen werden.
Bei einer Sechs-Volt-Batterie sollten etwa acht bis zehn Volt angelegt werden.
Bei Zwölf-Volt-Akkus dementsprechend 16 bis 20 Volt.

Etwa 30 bis 40 Stunden soll diese Spannung anliegen,
dabei darf der Ladestrom nur rund ein Viertel der vorgeschriebenen Stärke betragen.
Danach kann ganz normal weitergeladen werden.
Moderne elektronische Ladegeräte erkennen die Sulfatierung übrigens selbst
und steuern ihr Ladeprogramm entsprechend.
Allerdings lässt sich eine so beschädigte Batterie nicht immer retten.
Altes Zitat,Schnaderhüpferl:
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unn wenn se racht lang is, geht nex drüber 'naus!

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Beitragvon hubschraubär » 25. Dezember 2007 10:26

Hallo Old Slowly,

schön, daß Du das mal so deutlich beim Namen genannt hast. Dieser Vorgang ist doch letztlich der Hauptgrund, warum zumindest viele Motorradbatterien pünktlich zum Frühjahr sterben...

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Beitragvon andilescu » 20. Februar 2008 12:38

Hat jemand Erfahrung hiermit?
Selbstbau-Desulfator
Oder mit einem entsprechenden Fertiggerät?
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Andreas
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Beitragvon Falcone » 20. Februar 2008 13:18

Das Louisen-Ladegerät von Saito für inzwischen nur noch 49,95 funzt diesbezüglich ganz prima (# 10003596). Meine W650-Batterie geht jetzt schon ins neunte Jahr!
Auch für 6 Volt geeignet.

Grüße
falcone
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Beitragvon Slowly » 20. Februar 2008 16:00

Falcone hat geschrieben:Das Louisen-Ladegerät von Saito für inzwischen nur noch 49,95 funzt diesbezüglich ganz prima

Das kann ich aus eigener Erfahrung nur unterstreichen, sollte aber permanent genutzt werden.
Gruß,
SL :grin: LY
Altes Zitat,Schnaderhüpferl:
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Beitragvon Ernst » 20. Februar 2008 16:14

Slowly und Andreas, hier noch etwas zum lesen: http://www.microcharge.de/Bleiakku-Interna.html
Insbesondere die Aussage mit dem Entsulfatieren ..... Alles nur Geldmacherei.
Gruss vom Ernst, der mit dem Guzzi-3-Rädle V1000G5/Carell TR 500
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Beitragvon Falcone » 20. Februar 2008 17:38

Ernst, auch das ist leider nichts weiter als eine Werberschrift, also mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem nicht schlecht.

Ich schätze das Louisengerät auch deswegen, weil es mir Auskunft über den Ladezustand gibt. Ich habe mehrere Batterien zu versorgen und hänge das Gerät immer abwechselnd an die verschiedenen Fahrzeuge. Dabei achte ich drauf, dass die Ladung der einzelnen Batterien möglichst hoch bleibt. Das Gerät bleibt meist nur einen oder zwei Tage angeschlossen.
Die Batterien stehen im Winter kühl aber frostfrei.
Im gegensatz zu früher habe ich mit den guten eletronischen Ladegeräten wie Saito(Louise) oder CTeck wirklich gute Erfahrung gemacht. Schädliches Überladen ist ausgeschlossen, die Batterien gasen nicht mehr aus und halten deutlich länger.
An Feinde verschenken :wink: sollte man die alten Ladegeräte in ihren Blechkisten und auch die billigen Dauerladegeräte unter 25 Euro, die für eine Motorradbatterie einen immer zu hohen Strom liefern. Man kann das sehr schön prüfen: Wenn die Motorradbatterie beim Laden gast, ist der Strom zu hoch. Bleibt sie lange an solch einem billigen "Erhaltungslader", ist sie im Frühjahr hin.

Je weniger "Streß" eine Batterie hat, desto länger hält sie. Springt das Motorrad also immer gut an, wird die Batterie kaum belastet und hat immer einen hohen Ladezustand. Sie lebt sehr lange. Muss man oft orgeln oder fährt im Winter mit viel Verbrauchern oder hat im SW eine zu große Batterie, wird die Batterie nie voll und leidet, besonders wenn sie dazu noch tief entladen wird.

Nach dem Nachhausekommen im Winter die Batterie über einen Stecker am Motorrad mal schnell ans gute elektronisch regelnde Ladegerät stecken, erhöht demnach die Lebensdauer.

Grüße
falcone
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Beitragvon hiha » 21. Februar 2008 07:10

Als alter Eletronikbastler hab ich ein Labornetzteil in der Werkstatt stehen, wo ich die Spannung GENAU einstellen kann.
Baute ich im Herbst die (vielen vielen)Bakterien aus den (vielen vielen) Mopeds aus und lüde sie hin und wieder mit Konstantspannung (14,4V) auf (2-3xpro Winter), auch ohne sie zwischendurch entladen zu haben, dann hielten sie wohl auch 9 Jahre. Leider bin ich dazu oft zu faul. Kosteten sie mehr, anreizte es wohl stärker...
Allerdings hab ich auf diese Weise einer XT500-12-VBillig batterie auf 6Jahre geholfen, und sie starb an einem Winter Faulheit.

Gruß
Hans
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Beitragvon Falcone » 21. Februar 2008 07:42

Siehst du, deswegen habe ich in einer einmaligen Großaktion :-D alle Moppeds mit Steckern versehen. Nun muss ich die Ladergeräte nur noch anstecken. In wenigen Jahrzehnten werde ich die Kosten für Arbeitsaufwand, teile und Ladegeräte wieder reingeholt haben ... :-D :-D :-D

Grüße
Falcone
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Beitragvon hiha » 21. Februar 2008 14:36

Oh, da müsste ich erstmal 50m Strom in die Garagen legen...
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