R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Alle Fragen, die den Motorradumbau zum Gespann betreffen

R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon quincy » 3. Dezember 2011 16:28

Hallo Gespannfreunde,
wie ich bereits berichtet hatte, soll eine R1100RS die neue Gespannbasis werden.
Eigentlich hätte ich aufgrund meiner Körperlänge (fast 2m) eine GS nehmen sollen. Auch hätte ich ja eine 1150er nehmen können.
Das ich dies nicht getan habe, hat mehrere Gründe:
- die meisten GSen auf dem Markt sind mir bezüglich der Kilometerleistungen, der Anzahl der Vorbesitzer, der Pflegezustände und der teilweise daran durchgeführten Basteleien zu teuer.
- die 1150er wollte ich aufgrund des Integralbremssystems mit der elektrischer Bremskraftverstärkung nicht.
- bei der 1100RS kann ich noch alles selbst schrauben
- die 1100RS kann auch mit wenig Aufwand tourenmäßiger gestaltet werden
wie z.B. Fussrastentieferlegung, Lenkererhöhung, MRA-Tourenscheibe und höhere Sitzbank.
Mit diesen Massnahmen habe ich bei der RS eine ergonomisch gute Sitzposition mit ein wenig Wetterschutz. MRA-Scheibe und Kahedositzbank fehlen noch - ist ja bald Weihnachten.

Das war die Ausgangsbasis:
Bild

So schaut die Lenkererhöhung aus:
Bild

Hier bekommen auch die längeren Beine eine gute Position:
Bild

Für die sprachliche Verständigung mit der Frau im Boot kommt meine alte Baehranlage wieder zum Einsatz:
Bild

"Signalschwarz" als Gespannfarbe mag ich nicht, also wurde umlackiert:
Bild

Der rechte Blinker entfällt ja bei der Mopete - also weg damit:
Bild

Da ich z.Zt. eh nicht fahren kann, habe ich den Blinkerwegfall nun schon verwirklicht. Das Moped wird dann halt erst wieder im April 2012 als Gespann bewegt.
Ich hoffe, dass es bis zum Frühjahrstreffen fertig sein wird.
Über den weiteren Fortgang des Umbaus berichte ich dann mal wieder.

Grüße aussem Pott
Stephan
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Beitragvon kommmschmit » 3. Dezember 2011 16:33

Jou. Da 3 cm tiefer und da 3 cm höher....schon sitzt man viiiiel besser und länger ohne sich zu quälen.
Schöne Arbeit bisher. Ich warte schon auf weitere Bildsken. :smt023
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Beitragvon Yachtie » 3. Dezember 2011 22:18

sehr schön - das wird was!

die RS ist eh unterbewertet, und wenn man eh alles umbaut....
viel Spass und immer wieder Fotos, ja?
Chris der Yachtie

Stell dir vor, es ist TÜV und keiner geht hin


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Beitragvon Crazy Cow » 5. Dezember 2011 14:56

Hi Quincy,
nun kann ich ja zur Technik der 4V Boxer gottlob nichts sagen. Mir ist nur aufgefallen, wieviel Unterschiede es beim Getriebe und den Schwingen gibt und dass ich als Laie zunächst mal nicht wüsste, wo ein Seitenwagen angeschroben wird. Was mir gut gefällt ist die Gabel und der rel. leicht verstellbare Nachlauf.
Apropos, bei und für die BMW gibt es ja fast alles verstellbar, was sonstigen Herstellern verboten wird. Gut, ist ja in Harleyland auch nicht anders.

Was mir an der Schwarzen gut gefällt: dass sie schwarz ist.
Was mir bei der roten nicht gefällt, dass sie rot ist und nur einen Blinker vorne hat. Ich hätte nach weissen Blinkergläsern geschaut und rechts eine blaue Birne eingesetzt...
Ich hatte ja mal ein schickes grünes Gespann mit silbernen Keilstreifen, da haben mir die Leute auf den Parkplätzen gern unaufgefordert ihre Papiere gezeigt, oder sind schnell fort gefahren.

Ich wünsche dir gutes Gelingen, versprich mir aber, dass du keinen Russen SW dran schraubst.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Beitragvon trucker814 » 5. Dezember 2011 17:37

Kann es sein, daß Cracy Cow ein wenig sehr "deutsch denkt". Du solltest doch deinen Mitmenschen lieben, also kannst doch auch ruhig einen SW vom Ural verbauen und schön finden, oder? (Hi, Hi!!!)
Gruß vom Rhein
Harry
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Beitragvon quincy » 5. Dezember 2011 20:15

Hallo Olaf,
Zur Technik:
- die R1100RS ist bis auf sehr wenige Teile technisch absolut baugleich mit der R1100RT, die ja recht häufig zum Gespann umgebaut wurde. Sie hat weniger Plastikgelumpe, hat ein etwas länger übersetzten Endantrieb (ist vielleicht änderungsbedüftig - aber erst mal testen), hat eine etwas sportlichere Sitzposition (die ich aber entschärft habe) und wiegt fast 40kg weniger.
- wie Chris der Yachtie richig bemerkte, ist die RS die unterbewertete 4-Ventiler BMW. Das hat den Vorteil, dass man sie etwas preiswerter schießen kann.
Zur Farbe:
Früher waren mir die Farben meiner Mopeds auch egal, Hauptsache sie waren schwarz. Genauso habe ich es bei der Kleidung gehandhabt. Mir persönlich gefällt schwarz als Farbe bei klassischen Mopeten immer noch sehr gut. Ich halte es aber bei moderneren Fahrzeugen für nicht mehr zeitgemäß. Es fahren mir auf unseren Strassen zuviele blinde Dosenfahrer rum, die uns gerne mal übersehen. Deshalb wähle ich eine auffällige Farbe und ich trage seit Jahren auch keine schwarzen Klammotten und Krachhüte mehr. Muss jeder selbst wissen - ich machs halt so.
Zum Boot:
Sind wir wieder bei der Klassik. An einem schwarzen 2V Boxer oder einer schönen Guzzi finde ich ein Russenboot schon echt Klasse.
Aber an einer erst 11 Jahre alten, plastikverschalten RS sieht ein Russenboot bestimmt ziemlich Sch....e aus - vermute ich mal.
Desweiteren war das Ziel meiner Frau und mir, uns ein etwas tourentaugliches Gespann bauen zu lassen. Wir werden nicht jünger und die K75 mit dem Cobra war bei Regenwetter schon echt was für ganz harten Schmiermaxen. Ein Russenboot bietet bei Regenwetter nun auch nicht den max. - Schutz.
Also es gibt ein Plastikboot vom Walter - den Jewell 1 1/2 Sitzer, schön kirmesmäßig mit Autoscootergummikante (wegen der Garagenwand usw.)
Zum Umbau allgemein:
dass, was Dir gut gefällt - die Gabel mit den Möglichkeiten der Nachlaufanpassung wird bei uns nicht verwendet.
Es gibt eine geschobene Schwinge mit 2 Federbeinen und stufenlos einstellbarem Nachlauf.
Gemacht wird der kpl. Umbau bei Fa. Walter im März 2012.
Das bischen Vorgeplänkel mit Blinkerwegfall, E-Installation für Navi, Nebelscheinwerfer, 2 Klang Horn und Gegensprechanlage sind Modifikationen, die ich mit meinen kaputten Knochen halb im Sitzen halb im Stehen ganz gut schon mal machen konnte.
Der eigentliche Umbau wird dann aber von einer Fachfirma gemacht.
Späterer Wartungs- und Reparaturarbeiten führe ich selbst durch.
Bin ein wenig vom Fach - habe die Zulassung zum Zweiradmechanikermeister, auch wenn ich eigentlich aus dem Maschinenbau komme.

Das mit der Farbgestaltung "grün mit Silberstreifen", oder "blaues Licht", welches am Besten noch blink, hätte ja auch was - aber im Zeitalter von Plagiaten und Raubkopien auch nicht ganz ungefährlich.

So, gez bisse informiiieert!!
Grüße aussem Pott
Quincy

P.S. Dein grünes Yamaha-Gespann sieht oder sah vor allem im Herbstlaub richtig super aus. Habe mir die Bilder mal angeschaut.


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Beitragvon trucker814 » 6. Dezember 2011 10:05

Hallo Quincy, hallo Olaf,
ich find den geplanten Umbau tatsächlich gut und ehrlich gesagt ist es mir doch auch vollkommen wurscht, was für ein SW verwendet wird. Und mein Spruch über das "deutsche Denken" sollte nur ein Gag sein, um den Olaf ein wenig zu zanken.
Liebe Grüße
Harry
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Beitragvon quincy » 6. Dezember 2011 10:28

Hi Harry,

mein Spruch über das "deutsche Denken" sollte nur ein Gag sein

habe ich auch so verstanden.

Meine Erklärungen galten in erster Linie der verrückten Kuh. Wobei ich da auch noch mal nachhaken sollte, wegen:

...gottlob nichts sagen...
:smt009

Hört sich an wie: Gott sei Dank, dass ich mich bislang mit 4V Boxern nicht beschäftigen musste , oder so ;-)

Grüße aussem Pott
Quincy
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Beitragvon Crazy Cow » 6. Dezember 2011 11:47

quincy hat geschrieben:Hi Harry,

mein Spruch über das "deutsche Denken" sollte nur ein Gag sein

habe ich auch so verstanden.

Meine Erklärungen galten in erster Linie der verrückten Kuh. Wobei ich da auch noch mal nachhaken sollte, wegen:

...gottlob nichts sagen...
:smt009

Hört sich an wie: Gott sei Dank, dass ich mich bislang mit 4V Boxern nicht beschäftigen musste , oder so ;-)

Grüße aussem Pott
Quincy


Was ihr da immer hinein interpretiert. Ich hab doch gar nichts gesagt.
Ich mache mir natürlich schon meine Gedanken. Auch über BMW Motorräder. Aber allgemein wird mir ja vorgeworfen, ich hätte zu allem was zu sagen. Mit BMW Motorrädern habe ich keine Erfahrung, ausser ein paar Fahrten mit der R75/5 und der K100, deshalb kann ich nur sagen, was mir gefällt und was nicht. Nur ein Blinker in der Verkleidung finde ich übrigens absolut scharf. Beim Solomotorrad jetzt.

Unter den 4Vs finde ich auch die RS am gefälligsten unter den K Modellen auch.

Bei der ganzen Gespanngrübelei kommt natürlich hinsichtlich der Kostenfrage immer wieder die teutonische Einsicht dazu, dass BMW Gespanne in D ja auch teuer gehandelt werden. Wiederverkaufswert und Heimvorteil.

Ansonsten würde ich mich als Opfer meiner eigenen Konsequenz betrachten. Das Ur-Serienmotorrad ist schmal, auch das kräftige. Sogar der Ur Boxer war schmal. Das ist der Grund, weshalb ein Boxer für mich nicht unbedingt erste Wahl ist.

Kleines Histörchen:
Tatsächlich kam auch meine immer favorisierte Yamaha XJ 900 F 1982 mit einem "3d-Lenker" auf den Markt. Verstellpunkte mit Hirth Verzahnung in zwei Ebenen. Es mussten für die ABE Stahlstifte in die Verzahnungen gepflanzt werden, damit die Stummel eben nicht verdreht werden können.

Da mein Herz immer bei den Schwachen und Unterdrückten ist...


:wink:
Gute Fahrt, Gruß
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Beitragvon trucker814 » 6. Dezember 2011 17:23

Es macht mir riesigen Spaß, mich in dieser Art mit Euch zu unterhalten. Ein wenig Geist, ein weinig know how, ein wenig Humor und Sarkasmus, das tut richtig gut.
Liebe Grüße
Harry
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Beitragvon Crazy Cow » 6. Dezember 2011 18:05

Das mit dem einen Blinker:
Quincy scheint da eine Vorliebe zu haben für asymmetrische Baukunst.
Im Bild oben in seiner Garage steht ein Mopped. hinter dem hat er beim fotofieren gestanden, das hat nur einen Lenkerstummel.

Eine Lenkpinne, kuhwasi. Aussenborder?

:?
Gute Fahrt, Gruß
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Beitragvon robby ausm tal » 6. Dezember 2011 18:29

Crazy Cow hat geschrieben:Im Bild oben in seiner Garage steht ein Mopped. hinter dem hat er beim fotofieren gestanden, das hat nur einen Lenkerstummel.

Eine Lenkpinne, kuhwasi. Aussenborder?

:?


Man sollte auch mal etwas für die einarmigen bauen! 8)
Grüße aus dem Bergischen!

Ich danke allen die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.
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Beitragvon Crazy Cow » 6. Dezember 2011 19:31

Sach ma Qunicy, kann ich dich was frang?

Qunicy!?, Quniiincy!?, Quiiiiiincy!?
Gute Fahrt, Gruß
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Beitragvon quincy » 6. Dezember 2011 20:06

Olaf, dann frag doch!!!!!!!!!!!!
Nein, es ist keine Lenkpinne für einen Aussenborder.
Es ist auch nichts für einarmige Teufelsgeiger!
Es ist vielmehr der materielle Rest von einem sehr traurigen Ereignis - Du weißt schon.
Die RT ist so krumm und kaputt, dass nur noch die kpl. Zerlegung übrigbleibt.
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Beitragvon Crazy Cow » 6. Dezember 2011 20:19

quincy hat geschrieben:Olaf, dann frag doch!!!!!!!!!!!!


Es geht um die Lackierung. Ich frage wirklich, weil es mich interessiert. Es ist mir nämlich aufgefallen und ich würde mich immer anders entscheiden.
Es sieht so aus, als hättest du eine Original BMW Farbe gewählt, obwohl dir vor einer handwerkl. Neulackierung alle Möglichkeiten zum gleichen Preis offen gewesen wären. Ich hätte mich z.B. für helltürkis mit eierschalfarbenen Applikationen entschieden, wenn die Form es hergibt. (etwas rundlich muss sie dann schon sein).

Spielt es bei der Entscheidung eine Rolle, ob das eine Originalfarbe ist?
Und warum? Wiederverkauf?
Gute Fahrt, Gruß
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Beitragvon quincy » 6. Dezember 2011 22:06

Olaf,
die Lösung heißt Marrakesch Rot BMW Code 733. Original oder nicht spielte überhaupt keine Rolle. Auch der Wiederverkauf ist uns egal. Wir wollen das Gespann ja aktuell bauen lassen und nicht verkaufen. Sollte ich es mal verkaufen, ist es mir egal, ob es jemandem gefällt. Wenn nicht, ist es auch i.O., dann findet sich ein anderer, dem es gefällt.
Die Farbe muss uns gefallen und keinem anderen - so einfach ist das.
Ursprünglich wollte ich Porsche Carrera GT3 orange, aber meine Finanzministerin ( auch mein Schmiermaxe und seit 28 Jahren meine Frau) hat nicht zugestimmt.
Also haben wir die gleiche Farbe gewählt, wie von unserem K75 Cobra Gespann.
Finden wir halt besser als "signalschwarz".

Grüße aussem Pott
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Beitragvon Hänsi » 7. Dezember 2011 21:04

Hallo,

hatte vor einigen Jahren auch mal ein R1100RS-Gespann.
Hab 2001 mein Guzzi-Gespann bei Helmut Walter in Zahlung gegeben.
Leider hat die RS meine Gespannansprüche nicht optimal erfüllt und ich hab sie nach knapp 2 Jahren wieder abgegeben.
Möchte dir deshalb mal einige Tips mitgeben, damit es dir am Ende nicht genauso geht: (ist aber, MEINE GANZ PERSÖNLICHE Meinung!)

- die Seitenwagenbremsbetätigung "à la Walter" über einen eigenen Bremshebel macht die Dosierung hinten/seite wirklich schlecht dosierbar. Am Anfang hatte mich das auch nicht gestört, nervte aber mit wachsender Fahrpraxis. Heute würde ich das gar nichtmehr wollen. Vielleicht machen sie´s heute anders, wenn nicht lass dir ein gescheites Intergalbremssystem einbauen!

- die Endübersetzung der RS ist viiiieeelll zu lang für den Gespannbetrieb. Untenrum hat sie keine Kraft und oben geht ihr im größten Gang die Puste aus. Hab ich gleich auf die Endübersetzung der 850 GS umgebaut.

- die Motorabstimmung ist von Haus aus sehr mager. Im Sommer oder bei Autobahnbetrieb oder im steilen Gebrige, wenn der Motor gefordert wird, klingelt er erbärmlich. Wie 1000 lose Schrauben im Motor! Super plus brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Klingelei kriegt man nicht so leicht in Griff. Sie wurde erst mit Einführung der Doppelzündung an den 1150er Modellen behoben.

- was mich auch ziemlich gestört hat, war der Drehmomentverlauf. Was eine 4V-Kuh im Solobetrieb angenehm macht, grenzte für mich im Gespannbetrieb an gähnende Langeweile. Der Verlauf der Drehmoment"kurve" verläuft so flach wie das ostfriesische Hochgebirge. Zwar stehen ab Standgas viele Nm zur Verfügung, aber sie legen bis zur Höchstdrehzahl kaum spürbar zu. Für mich hatte das was von Karusell- aber nix von Motorradfahren. Erst die Umrüstung auf eine andere Auspuffanlage brachte mir mehr Fahrspass. Dadurch verlor die RS untenrum etwas an Drehmoment, aber gleichzeitig wurde die Charakteristik spitzer. Mir persönlich brachte das gleich mal größeren Fahrspass, woran auch der deutlich verbesserte Sound Anteil hatte.

Ich verlor dann an der RS so richtig die Lust, als ich mit einem Bekannten damals auf´s EGT nach St. Andreasberg fuhr. Mein Kumpel fuhr ein olles 2V-Boxer- Endurogespann vom Römer.
Trotz der deutlichen Mehrleistung von ca. 30PS der RS war ich beim Vorausfahren nicht in der Lage ihn abzuhängen. Vollends gestaunt hab ich dann, nachdem wir die Positionen nach einer Pause getauscht hatten, dass er mir regelrecht davon fuhr. Sicher lag das an der kurzen Übersetzung, aber selbst beim Beschleunigen hing er mir stetig am A....wertsten. Kurz danach hab ich die 11er RS verkauft.

Seither fahre ich auch ein 2V-Gespann
:D [/b]
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Beitragvon quincy » 8. Dezember 2011 09:08

Hallo Hänsi,
danke für den umfangreichen Bericht zu Deinen Erfahrungen, die Du mit der RS gesammelt hast.
Habe mir zu dem einen oder anderen Thema ebenfalls meine Gedanken gemacht. Diese lauten wie folgt:

- Übersetzung: es kann wohl sein, dass die Fuhre zu lang übersetzt ist, zumal Fa. Walter 15 Zöller für die Räder nimmt, die je nach Größe nur zwischen 5% und 11% kürzere Übersetzung ergeben. Von der Faustformel 20% kürzer ist optimal für Gespannbetrieb, ist man da weit entfernt. Wie Du schon sagst, der 850er Endantrieb ist eine Alternative.

- Seitenbremse a la Walter: da stimme ich Dir nicht zu. Ich habe insgesamt drei Walterumbauten besessen, alle mit der Bremsbetätigung über das mitgenommene zusätzliche Bremspedal. Vorteil dabei ist, die recht einfache Einstellmöglichkeit im Hinblick auf die Stärke des Mitbremsens. Wenn ich also eine Urlaubsfahrt mit Frau und Gepäck im Boot vor habe, dass stell ich die BW-Bremse einfach ein bisschen stärker ein. Dann überbremst der BW im leeren Zustand zwar ein wenig, damit kann ich aber leben (schließlich fahr ich Gespann und kein Auto). Wenn ich stets alleine unterwegs bin, wird die BW-Bremse etwas schwächer eingestellt.
Ich behaupte nach wie vor, dass die BW-Bremse bei ALLEN Gespannen Kompromisse erfordert.
Auch die Super-Integral-Zweibremszangenproscheibeausführung kann die Physik unserer asymetrischen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Beladungszustände - mit in Rechts- oder Linkskurven unterschiedlichen Belastungszuständen - nicht austricksen.
Ich bin in der Hydraulik tätig und weiß um die Probleme mit Druck- und Kräfteverhältnissen.
Siehe hierzu die aktuelle MG-Ausgabe Nr.125 Seite 13: bei diesen Vorzeigeobjekten, bei denen die Gespannbauer sicherlich hervorragende Arbeit abgeliefert haben, hieß es im Test"...mit einem sehr langen Hebelweg und teigigem Druckpunkt weniger begeistert..."
In der Hydraulik liegen Theorie und Praxis manchmal weit auseinander.

- Abstimmung des Motors: dazu kann ich noch nicht viel sagen. Habe den 1100er Motor leider nur 500km in meiner Solo R1100RT gefahren und war begeistert (sonst hätte ich mir nicht die RS gekauft)

- Drehmomentkurve: eine flache Kurve finde ich speziell im Gespannbetrieb sehr angenehm und ermöglicht ein - zwar wenig emotionsbewegtes - aber doch gleichmäßiges und entspanntes Fahren. Ob mich die RS mit ihrer flachen Kurve stört, werde ich ja sehen.
An dieser Stelle kann ich Dir mal das Fahren mit einem Elektrozweirad empfehlen. Ich habe mal einen Vectrix Roller probegefahren. Die Drehmomentkurve ist eine waagerechte Linie - das ist der Hammer --> volles Pfund von der ersten Umdrehung an - ganz ohne Emotionen und ohne Sound.

- Lust verlieren: Meine Gespannfahrlust ist nicht davon abhängig , ob ich jemandem davon fahren kann. 1993 habe ich bei Moto Aktiv meinen ersten Gespannlehrgang absolviert. Nach dem dreitägigen Kurs unternahmen wir eine gemeinsame Ausfahrt durch die Eifel. Wir waren mit mehreren Gespannen und Solomopeten unterwegs. Der damalige Chef von Moto Aktiv Mathias K. (leider verstorben) hat uns ALLE mit seiner 300er Emme auf den kleinen Strassen der Eifel in Grund und Boden gefahren. Selbst der Gespannfahrer mit seiner Honda CBR1000 Behringer konnte nicht dran bleiben und stieg am Hotel angekommen schweißgebaded von seinen Dreirad.
Ich will nicht behaupten, dass Du nicht fahren kannst -ich kenne Dich ja nicht einmal- aber solche Erlebnissse, wie von Dir beschrieben, beeindrucken mich nicht wirklich. SORRY.

Trotzdem herzlichen Dank für Deinen Bericht. Ich werde mal später von meinen Erfahrungen berichten.
Grüße aussem Pott
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Beitragvon mikimik » 8. Dezember 2011 09:32

Was für einen Auspuff hattest du an die Q geschraubt ?

Gruß Andreas
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Beitragvon Hänsi » 8. Dezember 2011 20:45

Hallo Quincy,

waren ja auch meine ganz persönlichen Erfahrungen die ich da geschildert habe. Sollte kein Maßstab für irgendwas sein. Mir hat die RS jedenfalls gezeigt, dass es weitaus mehr Möglichkeiten gibt für weniger Geld noch mehr Fahrspass zu haben.

Momentan fahre ich wieder MZ, weil am Q-gespann die Winterschäden der letzten Jahre beseitigt werden müssen. Auch die Emme bringt ganz tolle Erlebnisse, die ich nicht missen will. Völlig leistungs- und geschwindigkeitsunabhängig.

Bei der RS hat es mich halt angekäst, so viel Geld ausgegeben zu haben um von einer "billigen" schwächlichen Gummikuh in jeder Lebenslage verblasen zu werden. Sicherlich bin ich kein Heizer, aber auf der Bahn mit Gas am Anschlag gradeaus zu fahren (mit 850er Übersetzung sind übrigens max. 130-140 drin) krieg ich auch mit wenig Fahrkunst grade noch so hin. Die 2V war trotzdem schneller. Aber man lernt halt dazu...

Das hat auch ein anderer Kollege mittlerweile festgestellt. Sein ultrabreites 1150 GS-Stern Rox Gespann sieht zwar affenscharf aus, aber wenn´s eng und kurvig wird reicht die Emme um ihn auf Abstand zu halten :-D
Aber bitte nicht falsch verstehen, es geht mir nicht drum einen Preis zu gewinnen oder der "Schnellere" zu sein, aber ein bissle Rennerle fahren macht schon Spass. Vorallem wenn man eben mit eher unterlegenem Material unterwegs ist, kann das schon ein breites Grinsen unter´m Helm hervorrufen.

Und um den Spass geht´s ja schließlich! Von daher wünsche ich dir noch viel von ebendiesem & viel Erfolg beim weiteren Aufbau und auf den folgenden km.



@mikimik: Habe auf den VA-Auspuff vom Zach umgerüstet. Der Nebeneffekt: das Gespann wurde mit dem Umbau auch gleich 12 kg leichter. So konnte man auch gleich noch mehr Futter & Gepäck aufladen :lol:
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Beitragvon quincy » 9. Dezember 2011 07:09

Hallo Hänsi,
ja, da sind wir uns doch einig- genau so sehe ich das auch:
- Grinsen unterm Helm
- Emme bringt ganz tolle Erlebnisse
- Völlig leistungs- und geschwindigkeitsunabhängig.
- ein bissle Rennerle fahren macht schon Spass
- Und um den Spass geht´s ja schließlich!

Ich schau mich jetzt mal nach einem 850er Antrieb um, denn 130 sind mir auf der Bahn genug und auf der Landstrasse und in den Alpen ist die Freude damit sicherlich größer.
Danke nochmal für Deine Tipps und viel Erfolg beim Wiederaufarbeiten Deiner Q.
Grüße aussem Pott
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Beitragvon mikimik » 9. Dezember 2011 08:37

Ah Zach, ist bei mir auch verbaut.
Scheint unter Q-treibern sehr beliebt zu sein.

Mit einer Emme eine GS 1150 zersägen.. nicht schlecht.
geht aber wahrscheinlich wirklich nur auf GANZ engen
Straßen.

Gruß Andreas
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Beitragvon Crazy Cow » 9. Dezember 2011 21:16

@Qunicy: hast du den Seitenwagen schon?
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Beitragvon quincy » 9. Dezember 2011 22:14

Hallo Olaf,
bestellt habe ich ihn.
Soll ein Jewell 1 1/2 Sitzer werden, das ist der Elegance mit der Autoscooterkummikante.


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Grüße aussem Pott
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Beitragvon Cali » 9. Dezember 2011 23:09

Hallo Quincy,

gute Wahl - ist für mich einer der schönsten BW.

Gruß / Bernd
BESSER SPÄT ALS NIE !

Cali 1100i/EML-GT2000/Bj. 95
R100RT/Bj. 95
Cali 1100i/Bj. 97
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Beitragvon Crazy Cow » 9. Dezember 2011 23:18

Sieht gut aus. Ich dachte es sei ein noch größerer.
Gute Fahrt, Gruß
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Beitragvon quincy » 10. Dezember 2011 06:43

Hallo Olaf,
....Ich dachte es sei ein noch größerer....
Ne, ne, ich will das Teil ja nicht als Eigentumswohnung anmelden (Quelle: Günther der Treckerfahrer)
Es soll ein praktischer, geräumiger Einsitzer sein, in den man gut einsteigen kann (Scheibe wird nach vorn geklappt), indem man bei ausgestreckten Beinen die Füße senkrecht stellen kann ohne die Bootsdecke zu berühren (versuch das mal beim GT oder CT2001) und bei dem man das Verdeck bei Sche...ß Wetter auch mal schnell zumachen kann (musst Du auch mal versuchen beim GT oder CT2001). Bild
Ausserdem gefällt mir das Boot optisch auch recht gut. Ich finde, es passt zu den runden Formen der R1100RS.
Grüße aussem Pott
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Beitragvon Crazy Cow » 10. Dezember 2011 14:41

Ich habe neulich erst festgestellt, dass es offensichtlich drei Größen gibt und war deshalb überrascht.
Ja, wer seine Beifahrer lieber nicht vergrault, weil er gerne alleine fährt, achtet auf sowas oder sitzt mal nit Schuhgröße 45 Probe.
Der Jewell ist in dieser Beziehung sehr perfekt, sieht auf dem Foto und in natura gut aus, nicht so eigenwillig wie ein Janiell. Der Gummikeder: naja, man kann nicht alles haben.
Wir hatten hier neulich einen Fred zum Sitz: Tigris fragte nach dem Volvo Sitz, der wohl mal in der MG besprochen worden war, hat sich aber dann für einen Recaro entschieden. Das sind natürlich zwei verschiedene Welten.
Der Volvo Sitz lässt sich ohne Motore in Sitzhöhe (vorn und hinten), Sitzneigung (vorn oder hinten), Lehnenwinkel und Kreuzbandvorspannung (S-Form der Lehne) verstellen, hat dabei eine sehr gute Seitenführung.
Mir ist aufgefallen, dass sich meine Beifahrer auf mässig guten Pisten lieber aufrecht hinsetzen und die Knie anwinkeln. Dafür taugt der Recaro leider überhaupt nicht. Die Stöße gehen voll ins Kreuz.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Beitragvon Hänsi » 12. Dezember 2011 23:44

mikimik hat geschrieben:Ah Zach, ist bei mir auch verbaut.
Scheint unter Q-treibern sehr beliebt zu sein.

Mit einer Emme eine GS 1150 zersägen.. nicht schlecht.
geht aber wahrscheinlich wirklich nur auf GANZ engen
Straßen.

Gruß Andreas


jau, so ist es. geht aber.
für die etwas breiteren schmalen Strassen nehm ich das 2V-Gespann. Das geht dann auch.
Der arme Kerl auf seiner Stern GS wuchtet sich dann nen Wolf (breites VR) und kriegt nach kurzer Strecke dicke Oberarme. Auf Dauer macht das jeden schlapp. Aber er wollt´s ja so. :twisted:

Aber wehe mir, die Strassen werden breit und die Kurven lang, dann sehe ich kein Land mehr. Aber das kann ich verschmerzen :-D
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Beitragvon mikimik » 13. Dezember 2011 09:01

Naja da ich ja so ein Teil habe, auch mit richtig fetten Reifen, werde ich das im Frühjahr auf kleinsten Straßen probieren, ob das wirklich so anstrengend ist.
Ehrlich gesagt, kann ich mir das so recht nicht vorstellen.
Das nächste Frühjahr kommt bestimmt. :grin:

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Beitragvon Hermann » 13. Dezember 2011 11:18

mikimik hat geschrieben:Ah Zach, ist bei mir auch verbaut.
Scheint unter Q-treibern sehr beliebt zu sein.

Mit einer Emme eine GS 1150 zersägen.. nicht schlecht.
geht aber wahrscheinlich wirklich nur auf GANZ engen
Straßen.

Gruß Andreas

Das geht auf jeder Strasse, ich erlaube mir mal ein Foddo von motorang in seinem Forum zu nutzen:

Bild

1000ccm, 115PS, Einspritzung, 2 geregelte Katalysatoren, 6-Gang Kassettengetriebe, hydraulischer Kettenspanner.
Aber wer will schon ne olle MZ?

Wenn ne 850er Q nur 130 mit Boot läuft, brauch ich dafür übrigens nur ne 500er Rotax-MZ in "offen". :smt004

Dabei geht nicht um pure Leistung, sondern um das Verhältnis Leistung >> Gewicht >> Grösse. Eine 500er MZ ist als Gespann nicht schwerer und grösser wie die alten 250er, nur hat sie bis zur doppelten Leistung.
Gruß
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Beitragvon mikimik » 13. Dezember 2011 12:15

:-D Mit so einer MZ...das glaube ich wohl.
Da wirste zersägt wie nix.
Hat glaube ich einen Suzuki-Motor drin.
Aber die MZ 500 hat ja auch einen
Rotax Motor. Wieviel der offen hat ?

Die 850er hat 70 PS, damit sollten dann schon
mehr als 130 kmH erzielen lassen.
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Beitragvon Hermann » 13. Dezember 2011 12:33

mikimik hat geschrieben::-D Mit so einer MZ...das glaube ich wohl.
Da wirste zersägt wie nix.
Hat glaube ich einen Suzuki-Motor drin.

Irrtum, Eigenentwicklung, zur Markteinführung weltstärkster Serienzweizylinder-Reihenmotor.

mikimik hat geschrieben:Aber die MZ 500 hat ja auch einen
Rotax Motor. Wieviel der offen hat ?

Der Motor ist praktisch baugleich mit dem der ersten Aprilia Pegaso/Wind, die hatten etwas über 40PS. Aber es ist noch deutlich mehr machbar.

Serie bei der MZ sind 34PS (27). Allein der Austausch des Schalldämpfers bringt schon ein paar PS und das sogar getüvt.

Der Vergaser in meinem Avatar ist übrigens der 34er DellOrto meines ehemaligen Rotax-Gespannes.
Gruß
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Beitragvon quincy » 13. Dezember 2011 15:20

ja Hermann,
Deine Aussage ".....Dabei geht nicht um pure Leistung, sondern um das Verhältnis Leistung >> Gewicht >> Grösse. Eine 500er MZ ist als Gespann nicht schwerer und grösser wie die alten 250er, nur hat sie bis zur doppelten Leistung."................
kann ich voll uns ganz bestätigen.
ich hatte auch mal ne 4 Takt Emme. Bild

Viel langsamer war die auch nicht als meine anschließende MG Mille GT mit 69PS. Man hatte bei den 1000ccm und 69PS Motor lediglich das (durchaus berechtigte) Gefühl, mit mehr Dampf aus dem Keller kräftiger motorisiert unterwegs zu sein.
Aber schneller war man auf der Landstrasse nicht.

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Beitragvon Crazy Cow » 13. Dezember 2011 16:32

Ein Gespann muss leicht sein. Hat 500 oder 600 Kubik und ne 105er Spur.
Bild


;-)

Gut, in Ausnahmefällen auch mal 1000ccm.

Bild
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Aber dann nur mit Linksläufer.
Gute Fahrt, Gruß
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Beitragvon Yachtie » 13. Dezember 2011 18:02

JA Olaf du hast wie meistens recht
kannst du mir die beiden gleich unter den Weihnachtsbaum stellen? :angel:
Chris der Yachtie

Stell dir vor, es ist TÜV und keiner geht hin


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Beitragvon saschohei » 13. Dezember 2011 18:30

Sach ma Chris, :grin:

wie hoch ist denn Dein Weihnachtsbaum??? :smt017

Wenn da ein Maybach und zwei Oldi-Gespanne drunter passen sollen, mein lieber Mann..... :smt026

Du hast ja noch mehr Flöhe im Kopp als ich... :smt081

Da sag ich sofort meinem Schnucki, dass hinter den Alpen noch son Verrückter wohnt, der den Hals nicht vollkiegt - dann hab ich vielleicht einen gut bei ihr, wenn ich hier mit dem nächsten Gespann angeschleppt komme. :smt077

Schönen Abend erstmal :smt039

Willy
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Beitragvon mikimik » 13. Dezember 2011 19:32

Zeig mir mal hier im Forum einen der den Hals voll kriegt.... :grin:
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Beitragvon Crazy Cow » 13. Dezember 2011 19:33

Yachtie hat geschrieben:JA Olaf du hast wie meistens recht
kannst du mir die beiden gleich unter den Weihnachtsbaum stellen? :angel:


Ich muss erst mal gucken, ob ich noch eins über hab. Jo, da hinten steht noch eins, gehört aber mir nicht zu. Neulich, unterwegs mit der Kanzlerin...
Der schmächtige junge Mann links zeigt in die falsche Richtung, oder irgend jemand war besoffen. Ich glaube, zwei sind nicht mehr da.

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rote BMW

Beitragvon ralf.heuer » 14. Dezember 2011 17:48

Hallo Stephan,

in Marrakesch-Rot sieht das bestimmt gut aus. Ich habe eine R 1100RT (mit ArmecTremolaII) in dieser Farbe. Der Boxer-Motor taugt gut fürs Gespann. Bei der Haltbarkeit von Getriebe und Endantrieb muss man allerdings die BMW-typischen Abstriche machen.

Auf eins solltest Du vielleicht noch achten: Mein Seitenwagen ist so nah am Motorrad, dass ich ohne Abnehmen des Bootes weder die rechte Seitenverkleidung entfernen kann, noch an die Ventile oder Zündkerze rechts komme. Entweder sollte der Abstand zum Zylinderkopf rechts groß genug sein (bei der Länge des Kerzenschlüssels und einem 1 1/2-Sitzer kaum möglich) oder für eine leichte Demontierbarkeit des Bootes gesorgt werden.

Gruß und weiterhin viel Vorfreude

Ralf
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BMW R1100RT mit ARMEC Tremola II
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Beitragvon quincy » 14. Dezember 2011 18:46

Hallo Ralf,
bei der RS habe ich nur die Halbschalen, sodass Wartungsarbeiten recht gut möglich sein sollten.
Die Spurbreite wird so sein, dass ohne Abnehmen des Bootes die Ventile noch einzustellen und die Kerze noch zu wechseln ist.
Da sind die Männers von Fa. Walter Experten genug, um soetwas zu berücksichtigen. Ich hab auch mit ihnen über dieses Thema schon detailliert gesprochen.
Zum Getriebe liest man in div. Foren schon Schauermärchen (es wird aber auch viel technischer Müll geschrieben). Ich habe deswegen eine Mopete von Bj.2000 genommen, weil das die letzten vor der Umstellung auf 1150ccm und 6 Gang Getrieben waren. Sollen angeblich ausgereifter sein. Ein Freund von mir fährt aktuell seine zweite R1100RT. Die erste hatte 270.000km die zweite nun 120.000km gelaufen. Er kann nur Gutes berichten, bis auf den normalen Verschleißkram.
Ich habe aber von der verunfallten RT noch ein Getriebe hier liegen - mache mir daher wenig Sorgen.
BMW hat aus meiner Erfahrung schon immer Probleme gehabt, vernünftige Getriebe zu bauen. Auch die Zahnradboxen von meiner F650 und K75 waren stets laut zu schalten. Bei meinen japanischen Mopeds (zuletzt eine V-Strom) waren die Getriebe besser oder zumindest leiser zu betätigen.
Wie lange diese Reisgetriebe im Gespannbetrieb gehalten hätten, weiß ich allerdings nicht. Mit drei Rädern kamen mir nur Guzzi und BMW in die Garage.
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Beitragvon Harry GL1200 » 21. Dezember 2011 09:39

Hallo Stephan

Ich denke du hast mit deiner BMW wie mit dem Gespannbauer eine gute Wahl getroffen

Und deine BMW hast du schon schön hergerichtet ich bin überzeugt es
wird ein schönes und technisch überzeugendes Gespann.

Was Walter Gespann betrifft kann ich nur das wieder geben
solide und technisch ausgereift
das Gespann macht genau das was es soll , ist Spurteu beim bremsen
lässt sich gut durch die Kurven bewegen
auch wenn das Moped nicht leicht ist, auch bei Beladung
Auch ist der Beiwagen sehr komfortabel und bietet viel Platz
und bei Regen Verdeck schnell zu und der Passagier bleibt trocken



Gruß

Harald
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Beitragvon Wintertourer » 22. Dezember 2011 07:23

die Aussagen über das Boot kann ich nur bestätigen. :grin:
Willst Du einen Tag glücklich sein => saufe.
Willst Du ein Jahr glücklich sein => heirate.
Willst Du ein Leben lang glücklich sein => fahre Motorrad
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Re: R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon quincy » 28. April 2012 16:12

ein bisschen kann man schon sehen,
es wird aber erst am 5.Mai abholbereit sein.
Wird bei mir in diesem Jahr also nix mit dem Frühjahrtreffen.

Grüße aussem Pott
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Re: R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon quincy » 5. Mai 2012 19:11

Fertig!
heute habe ich sie abgeholt und die ersten 200km im strömenden Regen gefahren.
Das Gespannfahren fühlt sich nach halbjähriger Pause im Kopf, im Hintern und mit der rechten Gashand schon wieder richtig gut an.
Morgen gehts beruflich für 'ne Woche nach Korea, aber am nächsten Wochenende wird wieder gefahren.

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Re: R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon ostbelgistanrolf » 6. Mai 2012 21:01

Das gefällt :D

VG
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Re: R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon Yachtie » 6. Mai 2012 22:03

sehr schön!
freue mich für dich, dass du wieder mit Stützrad unterwegs bist!
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Re: R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon kommmschmit » 11. Mai 2012 07:48

Prima....

Wecome back. :wink:
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Re: R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon Harleyträumer » 11. Mai 2012 21:44

Glühstrumpf ----- äääh, Glückwunsch. :smt023 :smt041

Drück Dir weiter die Daumen das es weiter bergauf geht.
Gruß Klaus,


Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.


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Re: R1100RS wird zum Gespann umgebaut

Beitragvon quincy » 13. Mai 2012 08:14

Die ersten 300km auf Landstrassen habe ich gestern gefahren und bin begeistert.
Der Motor hat eine schöne flache Drehmomentkurve, die kürzere Übersetzung mit der Verwendung des Hinterrades 175/50R15 scheint o.k. zu sein (in den Alpen sieht es vielleicht anders aus), die gesamte Fahrwerksgeometrie und die verbauten Wilbers-Federbeine vermitteln ein sehr sicheres Fahrgefühl. Die Bremsen der R1100RS von Bj. 2000 sind eine deutliche Verbesserung gegenüber der K75 Bj.1991.
Wie damals bei dem Cobra Boot habe ich das neue Gespann ebenfalls lichttechnisch nachgerüstet. Ein Nebelscheinwerfer, den ich gern vergesse auszuschalten.

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