Schwingenbolzen

Alle Fragen, die den Motorradumbau zum Gespann betreffen

Schwingenbolzen

Beitragvon Crazy Cow » 15. Oktober 2011 17:54

Moinsen,
was mich mal interessieren möcht: ich weiss nicht wehr ob ich es gelesen habe oder der Mann vom TÜV es seinerzeit raustat - Befestigung von SW Anschlussteilen, Aufbauten und AHK am Schwingenbolzen seien zu vermeiden, oder gar nicht statthaft. Nun gibt es aber durchaus solche speziellen Schwingenbolzen für MZ und Moto Guzzi.

Frage 1: ist diese Regelung noch woanders bekannt?
Frage 2: Halten diese Bauteile zuverlässig?
Farge 3: oder werden die Bolzen nur verwendet bei Solomopedden, so serienmässig für den Beiwagenbetrieb zugelassen ist?
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Beitragvon Ernst » 15. Oktober 2011 22:59

Zu 2. hält bei mir seit 350.000Km zuverlässig.
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Gruss vom Ernst, der mit dem Guzzi-3-Rädle V1000G5/Carell TR 500
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Beitragvon Crazy Cow » 16. Oktober 2011 00:08

Ernst hat geschrieben:Zu 2. hält bei mir seit 350.000Km zuverlässig.


ich überlege gerade, wie der fest gemacht ist. Ist das ein "halber" Bolzen?
Gewinde im Rahmen, Lager in der Schwinge?
Da würde wahrscheinlich auch bei Bruch der Schwingenlagerung nicht viel passieren.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Beitragvon Crazy Cow » 16. Oktober 2011 11:45

Ich ergänze mal lieber, was ich dabei im Hinterkopf habe. Auf deinen Bildern, Ernst, sieht man ganz gut, wie das Teil bei den 80er Jahre Motorradrahmen ein gesetzt werden konnte. Und obwohl die Rahmenstrebe, die linke und rechte Motorradseite miteinander verbindet, auf deinem Bild nicht zu sehen ist, kann man doch davon ausgehen, dass die bei einem Kardanantrieb recht weit weg ist. Sie liegt ausserhalb des Drehbereichs der Schwinge und trotzdem funzt das ganze wohl recht gut, weil die Anbindung nicht auf Zug (Rtg. Seitenwagen) belastet wird.

In den Jahren darauf hat sich aber bei den Moppeds hinten die Langschwinge und das Alufahrwerk durch gesetzt. Das Schwingenlager sitzt meist über, sogar vor der Fußraste, gerade bei Kettenantrieben und ist der einzige sichere und wirklich feste Punkt für die hintere obere SW Strebe. Ein Kugelkopf auf der Schwingenachse oder dem Schwingenbolzen würde immer auf Zug beansprucht. Aber die Richtung der Krafteinleitung wäre optimal.

Eigentlich wird es auch Zeit für andere SW-Rahmen Grundkonstruktionen. Man sieht auf den Bildern auch ganz gut, dass SW Rahmen meist noch so lang gebaut, sind als könnten sie an Rahmen mit Geradwegfederung angebaut werden. Ernsts SW ist zwar auch nicht mehr ganz taufrisch, aber beim EZS Rallye/Compact und Derivate ist es noch genau so.
Im Grunde ist ein SW Rahmen, bei dem drei Streben HO, VO, HU direkt zum Schwingenlager des SW führen, die effektivste Konstruktion.

Der Passagier muss halt noch irgendwo hin. Ja er müsste eigentlich zuerst auf den Bierkiste sitzen und der Rahmen drum herum gebogen werden.
Aber wer fährt schon mit Passagier?
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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