Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Alle Fragen, die den Motorradumbau zum Gespann betreffen

Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Piper Mc Sigi » 15. Juli 2017 08:07

Ich finde deine neue Gabel einfach nur Geil.
Ich buckle in einer Molkerei und wenn wir da neue Anlagen bekommen die neue Leitungen benötigen werden die von Monteuren verschweißt.
Die können schweißen zevix kann dann meine Augen von den Nähten nicht lassen. Sind so geil gemacht.
Merci für die schöne Beschreibung deiner schönen Arbeit. Ich liebe es sowas zu sehen und lesen.
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 15. Juli 2017 18:03

Hallo zusammen!

Gestern und heute habe ich zwei Eimer Farbe über die Brocken gekippt :grin: . Als die Schwinge grifffest war, habe ich mich mit den Schmiernippeln und inneren Hülsen froh gemacht.

Bild

Ersteres klingt nach pillepalle, isses aber nicht. Erstens ist es keine gute Idee, Nippel mit dem planen Abschluss am Kopf auf gebogene Flächen zu schrauben, zweitens müssen die Dinger ja dicht an den Lagerhülsen abschließen (gut zu sehen auf dem Foto: der Unterschied zwischen einem Mig-Mag-Heftpunkt und den WIG-Schweißungen).

Darum hatte ich gestern Kegelsenken an den Gewindebohrungen angebracht und habe die Nippel heute in meinem fix und fertigen Drehbänkchen mit Senkköpfen versehen - das tut und passt! Motto: "Ich bin der Dreher Eilig, was ich nicht dreh', das feil' ich." - den Kegeltrieb rauszukramen und zu richten war mir zu doof.

Dann ging's an die finale Anpassung der inneren und äußeren Hülsen. Natürlich ist genau passend meine Bohrmaschine verreckt :grin: , also war vorwiegend Handarbeit gefragt - viel war da jedoch nicht nötig. Jedenfalls sitzen jetzt alle Hülsen richtig, sind untereinander austauschbar, und haben gerade genug Luft für einen gescheiten Schmierfilm. Ich habe das dann amtlich vorgefettet montiert, bevor Väterchen Rost wieder zuschlägt.

Bild

Lackiert sieht man der Mimik den Eigenbau nicht mehr unbedingt an :grin: . Beim Abziehen des Klebefilms auf der eingeschlagenen Nummer hat's eine kleine Panne gegeben :roll: .

Bild

Da werde ich nachher nochmal mit Pinselchen und Kunstharzlack dranrennen. Ansonsten bin ich hochzufrieden. Die Standbeine trocknen auch gerade vor sich hin, und der Querbügel sieht aus, als sei er schon immer dagewesen. Die Splintlöcher bei den Kronenmuttern werde ich erst nach der Montage bohren, Edelstahl-Splinte sind im Haus.

Morgen kommen die alten Beine 'raus, mit Glück ist die neue Gabel Montag nachmittag richtig eingebaut.

Cheers, Langer
PS: Danke, McSigi!
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Stephan » 15. Juli 2017 18:08

TsTsTS, seh ich da etwa Flusen auf'm frischen Lack?!?


Passt. Sauber.


Stephan
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 15. Juli 2017 18:16

Hi Stephan!

Lackqualität wird überbewertet :grin: . Heute war's windig, die weißen Punkte auf dem Foto sind keine Flusen, sondern Reflektionen des Himmels bei kleinen Lackbuckeln. Das ist kurz nach dem Einbau eh' nicht mehr zu sehen, weil alles wieder verdreckt ist :-D . Warte 'mal, bis Du die Nasen siehst :-D .

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Stephan » 15. Juli 2017 19:01

Na, dann warte mal bis Olaf bemängelt, das unter dem Schraubenkopf der "Ersatzhülse" keine U-Scheibe liegt. Schlamperei!


Bin ich froh, das ich höchstens mal 'n neuen Reifen brauche. Und wenn ich dann sehe welche Fummelei es war, bis der Heidenau richtig in der /5 Felge saß. . .


Stephan, noch 14 Tage bis Urlaub
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 15. Juli 2017 19:59

Doch doch, die U-Scheibe bekommen wir noch, und zwar in dünn als Passscheibe aus Platzgründen - liegt schon bereit! Olaf sieht den Pfusch ja eh' nicht :grin: (sorry, das konnte ich mir nicht verkneifen :-D ). Die Montage im Bild dient nur dazu, dass die Hülsen nicht 'rausfallen.

Wichtiger: Die Blindhülsen innen sind so abgedreht, dass die Schauben an der äußeren Hülse abdichten, die für die Lager so, dass sie (wirklich minimal) überstehen.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 16. Juli 2017 14:43

Thomas Heyl hat geschrieben:Da anscheinend keiner drauf kommt, löse ich auch das Rätsel auf. Es ist bei der Konstruktion gar nicht mehr möglich, die origininale Nachlauflänge zu erreichen, sondern (richtig, Olaf!) nur etwas weniger in der vorderen Bohrung der Schwinge. Also probieren wir das erst einmal aus.

Cheers, Langer


???
Ich melde mich mal wieder als Arsch vom Dienst.

Nein, falsch. Wenn du auch eine Wunderschwinge baust, ändert es doch nichts an der grundsätzlichen Erkenntnis, dass bei gleicher Lenkung das weiter vorn laufende Vorderrad den kürzeren Nachlauf hat. Es läuft weiter vorn, wenn die Schwinge weiter hinten eingehängt wird.

Dann ist mir bei der Durchsicht der Bilder aufgefallen, dass eines der Standrohre einmal mit einem R gekennzeichnet war, aber an der linken Seite eingehängt war. Das andere Rechts oder andere Bedeutung?
Bild

Im folgenden Bild habe ich einen grünen und einen roten Kreis gemalt. Ich formuliere es mal positiv: euer MIG/MAG Schweißpunkt macht einen guten Eindruck.
2017-07-15-5248.jpg
Solch eine Raupe hätte mir mein Lehrmeister 1975 nicht durchgehen lassen...

Mein generelles Statement dazu habe ich schon an anderer Stelle veröffentlicht, ich wiederhole es gern einmal für andere Selbermacher: Das Projekt dauert eh mehrere Wochen. Es spielt also bei der handwerklichen Arbeitsbewältigung überhaupt keine Rolle, wie schnell der einzelne Arbeitsgang fertig wird. Bei kniffligen Schweißungen mit vielen Hohlkehlen kann man mit dem Autogener:
- gezielt und sichtbar erwärmen, durchschweißen und füllen.
- nachschweißen
- Laschen auf einem Rohr von beiden Seiten schweißen
- Schweißnähte putzen

Man darf bei den MIG/MAG und WIG Schutzgastechniken nicht vergessen, dass die Düse der Armatur recht voluminös ist, man kommt gar nicht überall so hin, wie man gerne möchte und muss bisweilen mehrmals ansetzen.

Dann habe ich mir selbstkritisch einmal andere Leichtbauschwingen angesehen und fand z.B. die von der Hercules K 50:
Bild
Bildquelle ebenda. (auch mit Sicherheitszertifikat aber für jedermann lesbar :) )
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 16. Juli 2017 19:36

Hallo zusammen!

@Olaf: Die vorderen Hülsen in der Schwinge sind der längere Nachlauf. Kein Thema, ich erwähnte es schon, und jetzt bekommst Du gleich reichlich Gelegenheit, mich in der Luft zu zerreissen :grin: .

Es gibt gute, leider jedoch auch weniger gute Nachrichten. Heute habe ich mich mit dem Einbau der Gabel froh gemacht. Leider sind mir bei der gleich drei doofe Planungsfehler unterlaufen, dazu gleich mehr, und die sind alle meine Schuld und teils sehr ärgerlich. Alles in allem betrachte ich das Ergebnis jedoch als "noch leicht rettbar". Henrik meinte nach meinem Bericht sogar: "Was willste denn? Ist doch alles kein Problem.".

Nachdem das Vorderrad draußen war, musste natürlich erst einmal geprüft werden, ob und wie das in die Schwinge passt und wie das so mit dem Bremsanker ist. Meine Herren, da waren wir gut! Ich musste noch ein bisschen mit der Feile über den Anker rutschen, dann saß das wie gemalt und hat jetzt 22 statt 16 mm Auflagefläche (Stahl statt Leichtmetall). Die Achse passte auch sofort in ihre Lager.

Volker hatte mir Victoria-Gabelbrücken geliehen. Die untere war mächtig krumm, das hat Henrik gerichtet. Die spannende Frage war: Würde das auch noch gerade in meine unverzogenen Brücken passen?

Das tat, und zwar wie! Der Einbau ist bei den originalen Telebeinen keinen Deut leichter als so. Ein bisschen knifflig war's, die geschlitzten 42 × 1 mm-Hülsen in die unteren Brücken zu schaffen. Sobald die aber 'mal 2 bis 3 mm drin saßen, ging der Rest fast von Hand. Die Schlauchschelle ist Dein Freund :grin: . Ganz ohne Lackschäden ging das nicht ab, das ist jedoch Kosmetik und kann morgen gerichtet werden. Die Dinger sind der Ersatz für die Telegabel-Hülsen.

Bild

Also, Lenkungslager einstellen, Standbeine mit dem Konus anziehen, Blechle unten 'rein und das verspannen. Prüfung mit der Messstange an den Wangen der Standbeine - passt bis auf ein Zehntel oder so.

Als erfahrener Schrauber hatte ich's natürlich auch geschafft, das Moped vom Wagenheber 'runterzuhebeln :grin: . Na danke - da war die Telegabel zum Glück noch drin.

Beim Einbau der Schwinge kam mir schon 'was komisch vor. Die passte zwar so genau, dass ich die Schrauben von Hand (!) in die Lagerhülsen schieben konnte, und Passscheiben brauchte es auch nicht, und das war auch alles rechtwinklig. Die Achsposition wirkte jedoch seltsam. In der Tat hat das Teil so gut wie keinen Nachlauf mehr in der Position für den längeren (also vordere Buchse). Gut, das ist nichts, was sich nicht noch mit dritten Buchsen klären lässt - 40 mm Luft sind da noch nach hinten. Kurz, da habe ich mich verpeilt.

Bild

Okay, das ist ja alles rückbaubar, also habe ich weitergeschafft und das Rad 'reingestrickt.

Bild

Das gab leider gleich die nächste Ernüchterung. Die Federbeine der MZ ETZ 251 hinten für Gespannbetrieb sind viel zu hart und dementsprechend auch belastet zu lang. Da federt sich genau gar nichts mehr, da hätte ich nahezu auch Stangen einbauen können :roll: .

Niemals aufgeben, das ist nichts, was sich nicht preiswert ändert lässt. Also habe ich einen neuen Bremszug angefertigt und eingebaut und bin 'mal die Straße 'rauf und 'runter gefahren. Nicht schlecht! Ich hätte erwartet, dass die Möhre nur egal wohin zieht und gar keinen Geradeauslauf mehr hat, aber denkste! Selbst bei den Lenkkräften merke ich keinen Unterschied, dabei sollten die viel kleiner sein (erst 'mal abwarten, was extremere Situationen so sagen). Das kann also erstmal so bleiben, das mit den Federbeinen muss jedoch geändert werden. Ich habe schon einen Tipp bekommen, es mit denen der ES oder so zu versuchen.

Bild

Richtig gut geklappt hat das mit der Lage meiner Duplexbremse. Da ist alles noch gut erreich- und verstellbar, und der Zug kann manierlich mit weiten Radien verlegt werden. Auf dem Bild ist auch schon der vordere Kotflügelhaltebügel montiert. Wegen der harten Beine federt bei scharfen Bremsungen da nichts mehr ein.

Von oben ist zu sehen, dass das mit den Seitenmaßen auch alles richtig getan hat.

Bild

Die Dnepr-Schrauben oben mit den gelaserten Scheiben (2 mm stark) finde ich eher abgefahren. Die sind aus verchromtem Stahl, tragen nur sehr flach auf und haben Schlüsselweite 36 statt 30 mm. Da die von Henrik gedrehten Koni passen wie Morsekegel, ist das amtlich stabil, denn da lässt sich mit einer gescheiten Nuss amtlich Drehmoment draufgeben.

Bild

Fazit: Keine vergeudete Liebesmühe, der Rest lässt sich anpassen, und alles kein Hindernis für den TÜV-Termin.

Geschraubt habe ich von 11:00 bis 18:00 Uhr, dann taten mir die Lendenwirbel vom Aufstehen und Hinhocken zu weh. Die Schürze vorne am Schutzblech muss gekürzt werden, ein Halter am Silentblock hinten gebaut werden, und der (zunächst provisorische) Halter für das Tagfahrlicht ist noch nicht angepasst. Kann alles morgen stattfinden.

Cheers, Langer
Zuletzt geändert von Thomas Heyl am 16. Juli 2017 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Schwadlapp » 16. Juli 2017 20:18

Für Menschen mit Interesse an theoretischen Betrachtungen gibt es genau zur Vorderradschwinge ein schöne Abhandlung:

Festigkeit von Fahrwerksbauteilen
aus MOTORRAD-GESPANNE Nr. 54
Autor: Michael Hölscher

http://motorrad-gespanne.de/technik/fahrwerksfestigkeit.htm
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Stephan » 16. Juli 2017 20:34

Hm, sach mal, seh ich das richtig, beim Bremszug ist die äussere Hülle mit Kabelbinder fest. Dachte, die müsste sich auch bewegen können. . .

Schön weiterschrauben.


Stephan
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 16. Juli 2017 22:03

Hi Stephan!

Der Kabelbinder ist nur ganz lose angezogen und soll verhindern, dass der Zug am Kotflügel schleift. Da ist genug Bewegungspielraum.

Cheers, Langer
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Schorpi » 16. Juli 2017 22:32

Moin
Respekt,das schrauben auf der Straße ist noch eine Nummer für sich.
Hast du keine andere Möglichkeit?
Was haben wir es auf dem Dorf doch gut.
Liebe Grüße und weiter so.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 16. Juli 2017 23:29

Thomas Heyl hat geschrieben:Hallo zusammen!

@Olaf: Die vorderen Hülsen in der Schwinge sind der längere Nachlauf. Kein Thema, ich erwähnte es schon, und jetzt bekommst Du gleich reichlich Gelegenheit, mich in der Luft zu zerreissen :grin:


Mir geht es eher darum, dass du dir nicht die Knochen brichst, das kannst du mir glauben. Komm erst mal runter, vergiss den TÜV Termin und mach´s richtig. Es gibt einiges zu sagen, deshalb Telegrammstil:
1. Wieso schraubst du immer noch auf der Straße, ich habe die einen Platz in meiner Werkstatt angeboten?
2. Du hast dich beim Nachlauf vertan, ok, muss korrigiert werden.
3. Dyn. Nachlauf- und Lenkkräfteprüfung geht natürlich nur mit angebautem Seitenrad. Lenkst du nach links, muss auch die Beiwagennase nach links lenken. Neutral=kein Nachlauf, nach rechts = negativer Nachlauf
4. Apropos Beiwagennase: findest du nicht, dass sie viel zu hoch steht? Wie auch die Nase des Motorrades? Die Horex war ein Viertaktmotorrad mit entsprechend hoch angesetztem Lenkkopf und hatte eine Hinterradfederung. Sie stand mit der Gabel gerade.
5. Du bekommst die Nase natürlich mit kürzeren Federbeinen runter. Dabei verringert sich aber der Nachlauf noch einmal. Wenn er jetzt oder dann neutral ist, musst du das Rad noch einmal etwa 50mm nach hinten versetzen, bzw. die Schwinge verändern.
6. Wenn du schon ändern musst, mach es lieber so, wie es bei der org Horex Gabel gelöst war. Du kannst dabei alle schon gefertigten Teile weiterverwenden.
7. Bei 100 bis 150 kg Vorderradlast komme ich auf zwei 25er Federn für die Federbeine.

Ich biete dir meine Hilfe an, sie kostet nichts, aber ich dränge mich natürlich nicht auf.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Zimmi » 17. Juli 2017 07:48

Thomas Heyl hat geschrieben:So 'ne ETZ 251 wiegt ja wohl um die 141 kg, also etwa acht mehr als unsere Mopete. Bei uns liegen mit der viel leichteren Telegabel vorne (leer) 70 kg an und damit nur zehn weniger als hinten (mit der Schwingengabel wird's wohl deutlich mehr Gewicht sein).

Die ETZ wiegt leer 141 kg ohne Anhänger rechts - und wenn der BW drankommt, gibt's nicht soooo viel Mehrgewicht auf die Vorderachse, das meiste kommt hinten an. Da liegt IMHO der Knackpunkt. Nur mal so aus meinem Nähkästchen: Wenn ich auf meinem Russen hocke und jemand steigt in den Beiwagen, dann sackt na klar selbiger ein - und das Moped am Hinterrad. Die Vorderradschwinge so gut wie gar nicht...
Drücke die Daumen, dass das mit dem Nachlauf nicht zu Nachschweißungen führt. Insgesamt wirkt das Ergebnis aber echt top! Hut ab vor der Leistung und viel Glyck beim TYFF!

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 17. Juli 2017 10:31

Hallo zusammen!

@Olaf: Das ist wirklich nett mit dem Angebot Deiner Werkstatt, aber leider unpraktisch. Ich habe kein Auto und keinen Hänger, außerdem schraube ich am liebsten zuhause.
Dyn. Nachlauf- und Lenkkräfteprüfung geht natürlich nur mit angebautem Seitenrad. Lenkst du nach links, muss auch die Beiwagennase nach links lenken.

Erm, ja klar tut sie das. Jedenfalls kann ich wie zuvor auf der Breite der Straße wenden (nach links oder rechts). Und wie geschrieben, bei den Lenkkräften merke ich da keinen Unterschied zu vorher.
Wenn du schon ändern musst, mach es lieber so, wie es bei der org Horex Gabel gelöst war. Du kannst dabei alle schon gefertigten Teile weiterverwenden.

Das ist ja genau ein Ziel der Übung, dass ich keine einteiligen Schwingen haben möchte.

Zur Höhe vorne: Hab' ich doch geschrieben. Die Beine sind zu lang und federn überhaupt nicht ein. Mit der Telegabel steht das Teil unbelastet auch nicht viel niedriger und federt belastet in Ruhelage 6 cm ein, was dann passt. Ja klar steht so die Seitenwagennase zu hoch :grin: . Zum Nachlauf, wenn der bei kürzeren Beinen wirklich doof sein sollte: Da geht noch ein drittes Lagerpaar 40 mm weiter vorne in der Schwinge.

@all: Die Belastung am Vorderrad beträgt leer rund 70 kg. Da müssten's dann doch Kleinkraftrad- oder sogar Mofa-Beine für hinten tun, oder, zumal auch ein Mofafahrer leicht 70 kg auf die Waage bringen kann? Die gibt's mit 320 mm Augenabstand (also 4 cm weniger als jetzt) wie Sand am Meer.

"Mein" Mann vom TÜV hat sich gemeldet.
Schöne und umfangreiche Dokumentation, ich bin auf das Endergebnis gespannt.

Daran klemmt's also schon 'mal nicht mehr :grin: .

Nachher werde ich mich noch mit dem Kotflügel froh machen (da muss das Schürzchen vorne gekürzt werden, und für hinten braucht's noch einen Querbügel) und mit der provisorischen Anbringung der Tagfahrleuchte.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 17. Juli 2017 12:28

Thomas Heyl hat geschrieben:
Dyn. Nachlauf- und Lenkkräfteprüfung geht natürlich nur mit angebautem Seitenrad. Lenkst du nach links, muss auch die Beiwagennase nach links lenken.

Erm, ja klar tut sie das. Jedenfalls kann ich wie zuvor auf der Breite der Straße wenden (nach links oder rechts).

:roll: :smt009

Wie sag ich meinem Thomas, dem Ungläubigen?

Thomas, die beschriebene Kontrolle findet im Stand statt! Alle drei Räder müssen dran sein.
Du klebst dir eine Angelrute auf den Bug des Beibootes und stellst eine Markierung davor.
Dann gehst du zu deinem Motorrad und lenkst nach links. Auch die Angelrute muss jetzt nach links von der Markierung zeigen, je länger der Nachlauf, desto mehr. bewegt sie sich nicht, hat das Motorrad keinen Nachlauf, zeigt sie nach rechts, während du nach links lenkst, hast du einen negativen Nachlauf.

Und wie geschrieben, bei den Lenkkräften merke ich da keinen Unterschied zu vorher.

Das kann ich mir gut vorstellen, das Teil wiegt ja auch nix.
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Zimmi » 17. Juli 2017 13:09

Thomas Heyl hat geschrieben:Und wie geschrieben, bei den Lenkkräften merke ich da keinen Unterschied zu vorher.

Mal blöd gefragt, meinst Du damit, dass die Kraft beim Einlenken und die Haltekräfte in der Kurve sich nicht geändert haben? Auch nicht im höheren Geschwindigkeitsbereich? Oder bist Du "nur" in der Stadt einmal kurz um den Block gefahren?

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Zimmi » 17. Juli 2017 13:17

Thomas Heyl hat geschrieben:Das ist ja genau ein Ziel der Übung, dass ich keine einteiligen Schwingen haben möchte.

Meinst Du mit "einteilig", dass die Lagerbuchsen bei Horex in die Schwinge eingeschweißt waren und bei Dir nicht?
Danke für Aufklärung, liebes Dr.-Sommer-Team! :)
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 17. Juli 2017 14:16

Hallo!

@Michael: Ich bin nur um den Block gefahren, den ich jedoch wie meine Westentasche kenne vom Fahrverhalten. Einteilige Schwinge? Na eben keine Einzelarme.

@Olaf: Test im Stand gemacht. Angelrute brauchte es nicht :grin: , das Boot lenkt deutlich mit.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 17. Juli 2017 16:24

Thomas Heyl hat geschrieben:Hallo!

@Olaf: Test im Stand gemacht. Angelrute brauchte es nicht :grin: , das Boot lenkt deutlich mit.

Cheers, Langer


Dann musst du also erst mal nur die Federbeine ändern. Was hast du denn für eine Länge? Die von der Zündapp C50 oder GTS/KS50 kämen schon hin. Arbeiten zwischen 80 und 150kg Radlast. Wenn die Länge (310) und die Augen passen...
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Photoshop sagen: Nachlauf gut 20mm
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 17. Juli 2017 16:48

Hi Olaf!

Nochmal ganz herzlichen Dank für Deine fortwährende Unterstützung eines "unbelehrbaren" noobs! Solche Beine habe ich vorhin geordert (jedoch mit 320 mm entspannt, http://www.ebay.de/itm/261144017774), die sollten übermorgen da sein und sind schon verschickt. Der Nachlauf sieht auf Deiner Skizze noch genau richtig aus, rund 30 mm statt 78 - das passt.

Cheers, Langer
Zuletzt geändert von Thomas Heyl am 17. Juli 2017 17:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 17. Juli 2017 17:20

Sorry, vergessen! Die Augen haben nur 10 statt 12 mm. Kein Thema, ich habe Rohr 12 × 1 mm da und passende Schrauben / Scheiben / Muttern, also sind Passhülsen kein Thema.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Slowly » 17. Juli 2017 17:29

Wenn ich bedenke, dass ich am Lenker meines Vorderrad-schwingenlosen KAWASAKI-VN-800-Gespanns einen Nachlauf von 158 mm (Lenkkopfwinkel 31,5°)
bei einem Maschinen-Trocken-Gewicht incl.Beiwagen von 355 KG und maximal zulässigen 550 kg verkraften muss,
werde ich meine fast 80 Jahre alten Ärmchen in Haus, Hof und Garten mal emsig weiter vorrangig mit Axt, Spaten, Vorschlaghammer und Brechstange beschäftigen. :-D

Gruss,

SL :grin: LY
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon FietePF » 17. Juli 2017 20:58

Sauber und gscheits Werkzeug ist wichtig :smt039

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Zimmi » 18. Juli 2017 12:24

Thomas Heyl hat geschrieben:Ich bin nur um den Block gefahren, den ich jedoch wie meine Westentasche kenne vom Fahrverhalten.


Mag sein, dass das bei Deinem leichten Floh keine Rolle spielt, aber bei meinem russischen Schweineeimer wachsen die Bedienkräfte am Lenker überproportional mit der Geschwindigkeit an. Daher kam meine Frage. ;)

Thomas Heyl hat geschrieben:Einteilige Schwinge? Na eben keine Einzelarme.


Hmm - dann hab ich irgendwas an den Bildern von der Horex-Gabel im Ausgangszustand und an dem Renngespann missverstanden, da ist ja ein Bügel hinterm Vorderrad. Ist der dann nicht original? Oder war der an den Standrohren fest?

FietePF hat geschrieben:gscheits Werkzeug

...sieht nach etwas wenig Hebel (0,33) aus... :smt005
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 18. Juli 2017 12:41

Hi Michael!

Nenee, das sind 0,5er-Hebel :grin: !

Die Schwinge an dem Imperator-Renngespann hat einen nachträglich angeschweißten Bügel, erkennbar am kleineren Durchmesser - das machen viele so, eben um die einteiligen Schwingen zu versteifen. Original ist da nur ein Kotflügel-Haltebügel aus sehr labberigem Rohr an den Standbeinen, der fehlt bei dem Impe-Gespann. Die Gabel auf dem Foto ist meiner also recht ähnlich (hinten geöffnete Schwingenlager-Wangen an den Standbeinen).

Schau' 'mal hier an der Resident: https://www.kr26.de/grossbild/2016-09-10-4488 - so sieht das original aus.

Die Mockick-Standbeine sind auch schon da - jetzt warte ich nur noch Schatten ab, hier brüllt mir der Fixstern noch zu sehr :grin: . Und dann wird's spannend. Zum Glück habe ich noch Hülsen 12 × 1 mm da, um die Beine mit 10er-Augen in die 12er-Bohrungen zu schaffen.

Cheers, Langer
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 18. Juli 2017 13:14

Thomas Heyl hat geschrieben:Die Schwinge an dem Imperator-Renngespann hat einen nachträglich angeschweißten Bügel, erkennbar am kleineren Durchmesser - das machen viele so, eben um die einteiligen Schwingen zu versteifen.


Nein Langer, da hast du was falsch interpretiert. (Nach dem Motto: was wollte der Autor/Erfinder damit sagen?)

Das machen viele so, weil es in der Fertigung erlaubt, hunderte Knochen passend, schnell mit sehr geringer Toleranz für rechts und links in einer Serie mit nur einem Modell her zu stellen. Gleichzeitig erlaubt diese Bauart, jeweils an das Ende des Knochens eine Buchse zu setzen, die ihren Namen verdient, mit dem nötigen Aussendurchmesser, der nötigen Wandstärke und einem genügend großen Loch in der Mitte, um ein Nadellager oder ein zweischaliges Gleitlager ein zu setzen. Da gibt es nicht die Not, dass die tragende Buchse an der Schwinge durch eine Lagerbuchse aufgerieben wird.
Der Bügel hintendran wird dann angeschalmt, so dass er mit einer langen Schweißnaht schräg aufgelegt werden kann. Die Schweißnaht hält dann sehr gut und wird nicht auf Zug und Druck beansprucht. Der Umstand, dass der Bügel schwächer ist als das Rohr des Knochens führt dazu, dass Biegekräfte oder Spannungen in den Bügel gehen und nicht in den Knochen zwischen die Buchsen. Die Wasp Schwinge ist auch so gemacht.
Das sieht zwar im ersten Moment etwas seltsam und unbeholfen aus, heute stört uns das nicht mehr so, aber in den 1950er Jahren hat man da halt Streamline Eierhalbschalen drauf gemacht, damit es zu dem allgegenwärtigen Küchen Motoren Design passt.

Die Offenheit jeder anderen Lesart gegenüber betonend verbleibe ich
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 18. Juli 2017 20:12

Hallo zusammen!

Olaf: Die originalen Horex-Schwingengabeln haben diese Bügel nicht - das sind immer nachträglich angeschweißte Bügel und immer einteilige Schwingenhebel. Auf dem verlinkten Foto, dass Du ja leider nicht siehst, ist das gut zu erkennen, bei der Wikipedia finden sich auch Fotos davon.

Ansonsten: done!

Bild

Jetzt steht das Moped vorne sogar um einiges tiefer als vorher. Dass es vorher vorne mit der Telegabel "hoch" stand, liegt einfach an der Kombination von KR26-Front und KR25-Heck. In Folge gibt's jetzt noch ein paar Kosmetik-Aufgaben hinten :grin: . Der linke Koffer ist kein Maßstab, der steht hinten aktuell etwas zu hoch.

Die Kleinkraftrad-Beine federn bei Belastung mit dem Gewicht des Gespanns um 2 cm ein (von 32 auf 30). Danach regt sich auf halbwegs glatter Straße nicht mehr so arg viel. Der Nachlauf ist jetzt so kurz, dass sich die Bootsnase beim Lenken im Stand nur noch wenig bewegt, jedoch in die richtige Richtung. Das muss mittelfristig korrigiert werden, reicht so aber erstmal für den TÜV-Termin.

Bild

Jetzt dürft ihr nochmal herzlich über mich lachen :-D . Ich stricke also das Rad 'raus, um die Schrauben der Beine 'rauszuholen (nach innen), lasse es aber lose in der Schwinge. Dann will ich die bei oben eingehängtem, kürzeren Bein nach oben drehen. Das geht bis kurz vor richtig, dann stoße ich auf Widerstand. Hölle, was ist das denn?

Ich löse leicht die Schwingenlagerschrauben - es ändert sich nichts. Ich stehe kurz vor der Sinnkrise. Da fällt mir plötzlich auf, dass der Widerstand so "gummiartig" ist. Was war's? Beim Heben der Schwinge hat sich der Silentblock für die hintere Kotflügelhalterung am Reifen verkeilt - das Rad war einfach zu tief in die Schwinge geschoben :roll: .

Cheers, Langer
(der morgen an Splinte, Schutzblech und TFL-Halter rennen wird)
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 18. Juli 2017 21:25

Thomas Heyl hat geschrieben:Hallo zusammen!


Ansonsten: done!

Bild



...und die beiden Bügel stehen sogar parallel und der Sattel waagerecht. Für andere Schwingenfahrer sieht das vlt. auch gewöhnungsbedürftig aus, aber das Rahmenheck steigt ja auch vom Motor zur Hinterachse an.
Die Schwinge hat so einen idealen Ansprechwinkel, wie eine Telegabel. Dazu bleibt der Nachlauf jetzt beim Einfedern erhalten. Die Lenkachse stellt sich dabei steiler (was den Nachlauf verkürzt) das Rad wandert dabei auf dem Kreisbogen weiter nach hinten (was den Nachlauf wieder verlängert bzw. korrigiert). Wenn der Bremsanker an der Schwinge fest ist, fällt das Aufstellmoment schwächer aus als bei einer waagerechten Schwinge. Der Hebel wird bei der Aktion länger, bei einer waagerechten oder hängenden Schwinge wird er kürzer. Hat alles seinen Sinn.

Nun musst du nur noch aufpassen, dass das montierte Schutzblech beim Einfedern nicht gegen den Pinökel unter dem Lenkkopf dasselt. Die etwas seltsam aussehende Schweißnaht ist gut versteckt, jetzt muss sie nur noch halten. :)
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 18. Juli 2017 21:54

Hi Olaf!

Den Lenkungsdämpfer-"Pinökel" habe ich mir in der Tat schon 'mal in den Kotflügel gerammt, weil ich zuerst zu faul war, die zu lange Schraube zu kürzen :-D . Das habe ich jedoch vorgestern ausgebeult, die Schraube ist längst ersetzt. Die Schwinge müsste weitere 80 mm einfedern, um mit dem Schutzblech auf 47 mm an die untere Gabelbrücke 'ranzukommen, und das ist pure Illusion - wird sie nie, denn da schlägt schon der Gummipuffer der Beine oben zu (längst). Mehr als etwa sechs bis sieben Zentimeter können die gar nicht federn (von entspannt bis volle Lotte).

Versteckt wird hier gar nichts. Der Mann vom TÜV hat eine reichliche Doku mit vielen Fotos bekommen und ja schon für gut befunden. Und außerdem ist ja alles öffentlich in den Foren zu sehen und zu lesen.

Im entspannten Zustand (Federbeine drin, Rad liegt gerade so auf, jedoch noch mit Wagenheber) sind Bügel und Schwinge exakt parallel (ich hab' nur so mit Augenmaß geschaut und leider kein Foto gemacht, das kann ich noch nachholen - wir hatten heute 30° C und ich wollte das gerne geklärt haben).

Da Du den Bremsanker erwähnst: Der sitzt ja jetzt nicht mehr parallel zu den Telebeinen, sondern nach hinten verdreht. Er ist auf einem 3 mm-Blech aufgebraten (40° zur Schwinge), direkt dahinter liegt der Querbügel zum äußeren Federbeinhalter. Wenn ich da jetzt den Wagenheber senke, rutschen Bremsplatte und Anker von ganz alleine in die richtige Stellung und damit das Rad in fast exakt die richtige Position - das ist sehr schnuckelig anzusehen :grin: ! Macht schon mächtig Spaß, das alles.

Cheers, Langer
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 18. Juli 2017 22:05

Hallo zusammen!

Da wir das mit dem Heck hatten, dazu noch eine kurze Erklärung. Das Rahmenheck mit Geradwegfederung von Jurisch ist eine Katastrophe und definitiv nicht richtig Gespann-tauglich. Ich bin so'n Teil 'mal 100 km mit einem LS 200 gefahren, da habe ich jedoch auf alles über 40 km/h verzichtet. Da arbeiten gewissermaßen alle bewegten Teile gegeneinander.

Das olle Gespann war auf Basis eines KR25-Rahmens mit fast nur KR26-Teilen und einer umgebauten KR25/KR26-Telegabel, auch mit Starrheck. Darum wollte ich jetzt wieder ein Starrheck beim KR26-Rahmen, und auch, wenn das prinzipiell passt, ändert sich eben die Geometrie ein wenig (längerer Radstand, hinten tiefer, vorne höher). Das ist ja auch eingetragen und kein Thema, und das ist amtlich stabil - nur Bodenwellen quer zur Fahrtrichtung können doof werden.

Cheers, Langer
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Zimmi » 19. Juli 2017 07:21

Servus Langer!

Das sieht doch echt top aus! Ich finde, die Victoria gewinnt optisch nochmal ein wenig mit der Schwinge. Steht der Kleinen wirklich gut!

Grysze, Michael
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 19. Juli 2017 19:56

Hallo zusammen!

Danke, Michael - ja, sieht gut aus :grin:

Draußen war's mir heute lange Zeit zu heiß zum Schrauben (wir hatten 35° und mehr), zum Glück gab's drinnen noch genug vorzubereiten. Raus bin ich erst um 18:00 Uhr und prompt in einen fünfminütigen Platzregen geraten - zum Glück bin ich ja nicht aus Zucker :-D . Morgens war's jedoch noch kühl genug, dass ich die Splintbohrungen in den Schwingenschrauben setzen und die VA-Splinte anbringen konnte für die Kronenmuttern.

Zunächst habe ich dann einen malerischen Bügel aus 2 mm-Alu ausgesägt (mit der Juweliersäge, Alligator-Sägen 2/0 :grin: ) und passend gebogen. Der ist für den Kotflügel hinten.

Bild

Die Montage des Schutzblechs da klappte später wunderbar (mit Silentblock und am Kotflügel zwischen Gummischeiben). Vorne tat's ebenso gut, und das Teil scheint schön stabil zu sitzen. Im Bereich der Standbeine regt sich da jedenfalls nichts mehr, wenn ich mit der Hand drücke (natürlich nicht wie ein Stier). Die gekürzte Schürze vorne sitzt auch richtig (die verhindert, dass mir Spritzwasser an die Schienbeine geweht wird).

Bild

Drinnen habe ich danach ein Halteblech für das linke Tagfahrlicht gesägt. Alles recht schön mit nur einem kleinen Denkfehler, aber nix Schlimmes. Das Ding wollte ich mit gummiarmierten Rohrschellen am Standbein anbringen - es soll ja nicht mit-"schwingen" :grin: .

Bild

Das war nun leider nichts. Zwar ist mein Teil stabil genug, nicht jedoch die Edelstahl-Schellen. Die Mimik vibriert seitlich, wenn ich sie nur scharf ansehe, an den Blechenden der Schellen. Morgen ist also nochmal Fleißarbeit angesagt - Aluschellen anfertigen :( . Das Massekabel muss später noch besser gesichert und die 12 Volt-Leitung etwas verlängert werden.

Die Lackschäden werde ich erst ausbessern, wenn alles andere sitzt.

Dennoch, da ist ein Ende in Sicht, und das ist gut so. Falls Volker und ich zum Victoria-Treffen fahren, müssen wir am 26. los, und am 25. werde ich wohl den Termin beim TÜV haben. Davor müssen noch das hintere und das Seitenwagen-Rad teils neu bespeicht und zentriert werden und ein Dutzend andere Sachen geklärt werden, teils größere, teils Kleinigkeiten.

Cheers, Langer
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon dreckbratze » 19. Juli 2017 19:59

würde es nicht weniger schwingen, wenn du die leuchte dichter an der gabel anbringst, sprich die halter extrem kurz hältst?
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 19. Juli 2017 20:05

Hi Achim!

Ja klar, das würde tun. Nützt aber leider nichts. Die Leuchte muss so weit vorne stehen, damit die vorgeschriebenen seitlichen Abstrahlwinkel noch passen. Sonst verdeckt der Reifen schon bei leichten Linkskurven das Licht (oder die Leuchte müsste weiter 'raus, als sie darf). Ist ja auch kein Beinbruch - wenn das alles an Problemchen wäre, wäre ich ja schon froh :grin: . Die Anfertigung solcher Schellen aus Flachprofil ist ja nun auch keine Herausforderung.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon UKO » 19. Juli 2017 20:05

Kannst Du für das Tageslicht nicht einen kurzen Halter für die obere Stoßdämpferbefestigung bauen? Der wäre dann auch deutlich kürzer und hätte somit sehr wenig Eigenleben.
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 19. Juli 2017 20:07

Danke für Euren Input - das da oben will ich aber auch nicht, weil ich beide Leuchten (links und rechts) auf gleicher Höhe und eher tief haben möchte. Im Moment liegt deren Mitte 32,5 cm über der Fahrbahn, 25 cm sind mindestens gefordert. Ungleich hoch sieht doof aus :grin: . Oder meinst du nach unten parallel zum Federbein?

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon FietePF » 19. Juli 2017 20:08

Hallo Langer,

sehe ich das richtig, daß dein Schutzblech mitfedert, so wie es aktuell montiert ist?

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 19. Juli 2017 20:09

Hi Alfred!

Ja, das Schutzblech federt mit, so wie vorher bei der Telegabel auch. Darum auch der große Abstand zur Schwinge. Das Ding soll ja auch einem nochmal längeren Nachlauf nicht an den oberen Versteifungsbügel anschlagen.

Cheers, Langer
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 19. Juli 2017 20:11

UKO hat geschrieben:Kannst Du für das Tageslicht nicht einen kurzen Halter für die obere Stoßdämpferbefestigung bauen? Der wäre dann auch deutlich kürzer und hätte somit sehr wenig Eigenleben.


Man kann sogar den schwarzen Bügel der TFL selbst am oberen Dämpferauge festschrauben, aber das wäre nicht thomasgerecht...;)
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon FietePF » 19. Juli 2017 20:14

aber vielleicht für die Dosenfahrer besser zu sehen :D
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon UKO » 19. Juli 2017 20:15

Crazy Cow hat geschrieben:
UKO hat geschrieben:Kannst Du für das Tageslicht nicht einen kurzen Halter für die obere Stoßdämpferbefestigung bauen? Der wäre dann auch deutlich kürzer und hätte somit sehr wenig Eigenleben.


Man kann sogar den schwarzen Bügel der TFL selbst am oberen Dämpferauge festschrauben, aber das wäre nicht thomasgerecht...;)


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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 19. Juli 2017 20:21

Hi Alfred!

Ich denke nicht, dass die Dosenfahrer sowas nicht sehen (oder sie sind sowieso schon viel zu nahe :grin: . In dem Fall helfen dann eher die Fanfaren :-D .)

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Slowly » 20. Juli 2017 07:19

:supz:

So sieht die Leuchtenanordnung sehr gut aus, auf gleicher Höhe im unteren Bereich :!:
Aufmerksamkeitswert bleibt dort sicherlich auch erhalten.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 20. Juli 2017 10:55

Hallo zusammen!

Bei der Durchsicht des Freds ist mir eine noch unbeantwortete Frage aufgefallen.
Olaf hat geschrieben:Dann ist mir bei der Durchsicht der Bilder aufgefallen, dass eines der Standrohre einmal mit einem R gekennzeichnet war, aber an der linken Seite eingehängt war. Das andere Rechts oder andere Bedeutung?

Rechts ist relativ, wir haben das Ding von vorne betrachtet :grin: . Tatsächlich stimmten am Ende die "R"-Markierungen (die jetzt natürlich fort sind) von Bein und Adapter nicht überein. Das hat einen einfachen Grund.

Henrik war mit der ersten Richterei noch nicht restlos glücklich. Eventuell hatte sich die gerichtete untere Gabelbrücke nochmal etwas zurück-entspannt. Also hat er alles nochmal auseinander gerissen, den Querbügel abgetrennt, alles neu und noch genauer gerichtet und dann wieder geheftet (ohne mich). Dabei passten dann die Adapter vertauscht von der Höhe her etwas besser (die er ja nicht geheftet hatte). Dass das passt, habe ich ja beim Einbau gesehen - der ging wirklich besser als bei den Telebeinen.

Dabei ist leider auch etwas Blut geflossen, und meins habe ich inzwischen auch dazu gegeben, die Gabel eint uns also sozusagen zu Blutsbrüdern :-D .

Tatsächlich waren die Schwingenlager am Ende rechtwinklig zu den Standbeinen und der Schwinge (bei durchgesteckter Prüfstange), und das Rad steht auch pikobello gerade.

BTW, ein Freund von mir arbeitet in leitender Position bei BMW (seit ein paar Jahren Motorräder, Berlin), ist jedoch ein Vollpraktiker, kein Bürohengst. Der hat sich die ganze Geschichte angesehen und findet das "gut durchdacht" und "sehr stimmig".

@Hartmut: Das Foto mit den Leuchten hat meine Tochter stehend aufgenommen. Achtet 'mal darauf, dass die Dächer der geparkten Autos noch zu sehen sind und die Aufnahmeentfernung sehr klein ist. Die Perspektive ist also höher als die eines SUV-Fahrers.

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Crazy Cow » 20. Juli 2017 11:24

Slowly hat geschrieben::supz:

So sieht die Leuchtenanordnung sehr gut aus, auf gleicher Höhe im unteren Bereich :!:
Aufmerksamkeitswert bleibt dort sicherlich auch erhalten.

:smt045


Ordnung und Komplexität, dass es gut (ordentlich) aussieht in gleicher Höhe ist richtig.
Aber in einem Nadelwald fällt nichts so sehr auf, wie ein schräg stehender Baumstamm. Der Aufmerksamkeitswert ist immer höher, wenn eppes schepp ist. :)
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Slowly » 20. Juli 2017 15:51

Thomas Heyl hat geschrieben: ... Die Perspektive ist also höher als die eines SUV-Fahrers. ...

Also alles optimal und sehr schön, Langer, und deshalb ---
----- folge jetzt bitte um des Himmels Willen nicht Olafs zu erwartendem, schrägem Vorschlag von der auffälligen, schrägen Tanne
und montiere die linke Leuchte oben, aussen an den linken Rückspiegel,
auch bitte dann nicht, wenn er den höheren Aufmerksamkeitswert hier anhand einer von Diagrammen und CAD-Zeichungen flankierten, wissenschaftlichen Arbeit beweisen wird.

:D :D :D

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 20. Juli 2017 16:33

Hallo zusammen!

@Hartmut:
Keinen Streit bitte :grin: - hier soll jeder seinen Senf dazugeben, je mehr, desto besser! Gerade Olafs Beiträge sind immer für einen Nachdenk-Stups gut. Es ist ja auch nicht so, dass ich Profis nicht um ihre Meinung bitte oder darüber nachdenke. Ich habe eben nur eigene Vorstellungen.

BTW: Ein leitender Inschenör von BMW Motorräder, Berlin (ein Praktiker, kein Bürohengst) hat sich das mit der Gabel alles angesehen und findet das gut.

Dass das mit meinem Halter Sch ... aussieht, habe ich schon eingesehen. Da die Zeit etwas drängt, werde ich da wohl erstmal mit mehr Ausladung so einen billigst-China-Lampenhalter anstricken, so'n Teil hatte ich noch im Haus und habe den Chinesen eben erklärt, was "rund" gebogen bedeutet :-D . Dann noch ein Bepperl "Provisorium" drauf, und gut ist das erstmal :grin: .

Mein Mann vom TÜV hat sich nochmal gemeldet. Dienstag, 15:30 Uhr, wird's passieren (was auch immer).

Die 18"-Räder auf 1,85/2.15" können ausgetragen werden, brauchen wir nicht mehr. Statt dessen kommt 19/3,50" auf 2,15" dazu - passt nach der ABE samt Nachtrag von 1953, letztere habe ich ihm geschickt, das Original hatte er online zur Hand. Victoria hat 'mal Experimente mit 16" gemacht, die wohl katastrophale Ergebnisse brachten. Sparta (NL) hat später eine Kiste mit Schwinge hinten, 16" und KR26-Motor gebaut, die war okay, aber arg klein und niedrig.

Das zulässige Gesamtgewicht wird von 365 kg auf 442 kg erhöht, das entspricht der KR26 N mit HiRaFe. 8) 8) 8)

Wenn das jetzt noch mit der Gabel passt, endet die Begeisterung erst an der Kasse der Zulassungsstelle :grin: .

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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon UKO » 20. Juli 2017 17:28

Und wenn Du mich haust - ich hätte das Tageslicht höher montiert. Am Seitenwagen bietet sich ja der Kotflügel an.
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Re: Gespanngabel für unsere Victoria KR26 (Alteisen)

Beitragvon Thomas Heyl » 20. Juli 2017 19:34

Hallo!

Warum sollte ich Dich hauen, UKO? Mach' halt. Ich möchte die Dinger da haben, wo sie die meisten Dosen mit angebauten Teilen haben - tief und auf einer waagerechten Linie. Das ist ja hier auch nicht so das Hauptthema :grin: .

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