Badderiepole

Alles zu Kupferwürmern, Akkus, Lichtmaschinen ...

Badderiepole

Beitragvon Crazy Cow » 27. Februar 2017 22:35

Ich habe heute meine AGM Bakterie zum Ladegerät getragen. Sie hatte nach vier Monaten tatsächlich noch 12,75V Spannung ohne Nachladen.
Allerdings waren die Pole marode. Ich bin nun wirklich kein Freund vom Unnötigen Anwamsen von Schrauben, aber den Minuspol konnte ich mit den Fingern losdrehen.
Hab dann erst mal ein paar Überwurfblech gebogen,die verhindern sollen, dass die Quader sich weiter spreizen. Dazu später.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10363
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum

Re: Badderiepole

Beitragvon Peter Pan CR » 28. Februar 2017 00:47

Typischer Fall von<nach fest kommt ab>?

Ist mir meistens vorgekommen, wenn das Moped bei der Agentur "gewartet" wurde...aber eigentlich nur meine Brieftasche gemolken wurde...(Bei der KLR hatte ich 8 Tage nach der 2000km Inspektion das Rahmenheck in der Hand, dummerweise mitten im Gebirge im töpferfertigen Lehm)...Da beeile ich mich dann schnell die Garantie-km abzureissen und dann erstmal den ganzen Mist zu korrigieren den Fabrik und Agentur verzapfen. Sprich nach Ablauf der Garantie werden alle Pivote und Lagerstellen und wichtige Schraubverbindungen zerlegt und erstmal geschmiert oder mit Zink/Kupferpaste/Locktite blau so zusammengebaut, wie Meister Helmut Päetzel es mir seinerzeit beigebracht hatte.

Das einzig Gute bei Agentur"wartung"...die Mopeds erhalten so ziemlich die einzigen Vollwäschen in ihrem Leben mit mir. Nee danke, Korrosionsbeschleuniger muss nicht unbedingt per Hochdruckspritze in die letzten Ritzen hineingepresst werden.
Sven
La actitud hace la diferencia.
Die Grundeinstellung macht den Unterschied.

Avatar: 2 bemalte Reiskörner mit:
"Lo más importante no se puede ver"
Das Wichtigste kann man nicht sehen.
Benutzeravatar
Peter Pan CR
 
Beiträge: 742
Registriert: 20. März 2016 14:40
Wohnort: San Isidro de Heredia, Costa Rica.

Re: Badderiepole

Beitragvon motorang » 28. Februar 2017 07:20

Ich hab solche Pole schon mal (mit erwähnten Beilagblechen) auf Stehbolzen umgebaut und schraub den Batterieanschluss mit einer Mutter fest. Dann geht das noch lange gut.

Gryße!
Andreas, der motorang
Es gibt zwei Arten von Daten: von den wichtigen hat man ein Backup, und der Rest ist halt unwichtig.
:476: [Impressum] [motorang.com] [Die AIA]
Benutzeravatar
motorang
Administrator
 
Beiträge: 2572
Registriert: 16. Oktober 2005 07:37
Wohnort: Österreich

Re: Badderiepole

Beitragvon Crazy Cow » 28. Februar 2017 13:38

Jau, zu beiden Antworten.
Ich bilde mir natürlich ein, die Materialeigenschaften von Blei zu kennen, und drehe die Polschrauben allgemein nur mit dem Schraubenzieher fest. Beim Anknallen der Polschrauben plättet sich das Bleimaterial und die Oberfläche dehnt sich entsprechend. Ich stelle mir auch vor, dass die Pole aus Blei sind, weil sie einteilig an der Anode/Kathode in der Zelle hängen. Weiterhin habe ich überprüft, ob Hohlmaß und Vierkantmuttern identisch mit denen anderer sprich Säurebatterien sind. Sie sind.
Ich vermute nun, und diesmal weiß ich es wirklich nicht, dass die Bleilegierung bei Hochleistungs AGM Batterien weicher ist als bei Säurebattereien. Deshalb spricht eigentlich nichts dagegen, schon im Neuzustand ein Überwurf-U drüber zu legen.

Eine andere Geschichte wäre natürlich fehlerhaftes Material, kommt immer wieder bei Bleiakkus vor. Weitere Meinungen?
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10363
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum

Re: Badderiepole

Beitragvon Crazy Cow » 28. Februar 2017 18:43

motorang hat geschrieben:Ich hab solche Pole schon mal (mit erwähnten Beilagblechen) auf Stehbolzen umgebaut und schraub den Batterieanschluss mit einer Mutter fest. Dann geht das noch lange gut.

Gryße!
Andreas, der motorang


Man gut, dass du das geschrieben hast, ich war mir nicht ganz sicher bei der Stehbolzenüberlegung, weil sich beim Losdrehen ja auch die ganze Chose lösen kann.
Ich hab mich dann also für die teuerste und uneleganteste weil höhere Lösung entschieden. (Obendrauf liegt eine Gummischachtel mit der Motor-Elekronik.)
1. Blechdeckel aus Weichalu zuschneiden und kanten,
2. Löcher bohren, nicht ohne vor zu bohren natürlich,
3. zwei Gewindestangen abschneiden und entgraten
4. Schublade öffnen und gucken was da ist
5. Halbmuttern und Federscheiben gefunden, umständlich aus der Tüte rausfingern
6. Zsammbau

Ging eigentlich flott, hat keine halbe Stunde gedauert und die Federscheiben bringen es voll, die Halbmutter lässt sich gar nicht gern aufdrehen. Wie gesagt, unheimlich teuer das Ganze, 4 Muttern, zwei Scheiben zwei Gewindestifte und natürlich schlägt das zus. Gewicht wieder übel bei der Zugmaschine zu Buche. ;)
Dafür hatte das Biest nach 24Std. reduzierten Ladens bei 14,3V und 0,3A - 0,0A heute 14V Spannung. Hab ich auch gebraucht, Starten hat mit Unterbrechung 2-3min gedauert, bis Sprit kam, aber läuft natürlich.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10363
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum


Zurück zu Elektrik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast