Elektronikkontakte und AGM Batterie

Alles zu Kupferwürmern, Akkus, Lichtmaschinen ...

Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Crazy Cow » 31. Mai 2017 00:34

Moin,

ich hatte vor etwas mehr als einem Jahr endlich mal die Mini-Steckkontakte der Elektronik gereinigt. Sie hatten es teilweise bitter nötig. Davor kein zuverlässiges Arbeiten der Wegfahrsperre und Sensorfehlermeldungen bei längerer Fahrt über 7000 Umdrehungen. Danach jetzt ein Jahr Ruhe.
Ich hatte nur die Kontakte mit feinem Schleifpapier gewienert, an die ich herankam. Der Rest mehrmals Kontaktspray und fetten. Ich weiß nicht mehr, womit ich gefettet habe, ich habe nur schwarzes (MOS2), weißes (PTFE) und gelbes (Stauffer), kein spezielles Kontakt- oder Polfett. Ich hatte auch nicht den 20 poligen Vielfachstecker zerlegt um zu prüfen ob alle Steckkontakte sauber Druck haben.
Auf der letzten Reise kamen die Phänomene zurück, ganz schwach nur, z.B. zweimal Zündung anschalten bevor man starten kann, oder kurzes Leuchten des Signallämpchens bei der Autobahnjagd, aber man ist ja gewarnt. Ich könnte natürlich die Steckerei endlich einmal gründlich zerlegen, der Gedanke ist mir aber nicht sympathisch. Man macht auch viel kaputt, wenn man mit ner Zange auf so'n Kleinkram los muss.

Frage 1. Wie oft sprüht man denn angegangene Kontakte so etwa ein?, ist ein Jahresintervall normal?
Frage 2. Welches Fett, oder lieber gar keines? Die Kontakte sind wirklich klein und dünn, etwa wie Lötfahnen
Zuletzt geändert von Crazy Cow am 11. Juli 2017 20:51, insgesamt 1-mal geändert.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon scheppertreiber » 31. Mai 2017 04:41

moin Olaf,

so ohne Foto vom Steecke ist das schwer zu beurteilen.

Wenn Du Dir sicher bist, daß es am Stecker liegt, würde ich ihn austauschen.

Normalerweise sind steckvbonder selbstreinigend, einee spezielle Pflege ist nicht
notwendig. Übrigends leitet Fett auch keinen Strom und Kontaktspray ist meist das
letzte vor dem Exitus.

Grüße Joe
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon gd926 » 31. Mai 2017 10:19

Da kann ich Joe nur rechtgeben.
Mit Kontaktspray vergrößern sich die Probleme oft.
Wenn man bedenkt wie dünn die Edelmetallauflage an den Steckern ist verbieten sich div. Schleifmittel von selbst.
Alkohol kann gut reinigen und einsprühen max. mit Caramba oder so.
Oft hat die Korrosion auch das Kabel im Steckeranschluß erwischt und dann hilft nur kürzen.
Gruß Günter

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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Crazy Cow » 31. Mai 2017 11:04

gd926 hat geschrieben:Mit Kontaktspray vergrößern sich die Probleme oft.


Ja, das habe ich auch schon gehört. Ein Spritzer Zitronensäure richtet den größten Schaden an. Es ist so, dass manche Kontakte vergütet sind und andere eine kupferne, grünspanene Oberfläche haben. Austauschen ist leider nicht, die Problem bereiten die Kontakte an der Blackbox. Da ich zwei gleiche Maschinen habe, habe ich die schon einmal vertauscht, da war das Prob dann an der anderen Maschine.

Aber generell ist das eine Idee. Austauschen und die angegangene in Ruhe reinigen und/oder auch Leiterbahn nachlöten. Kontakte verzinnen? Vlt ist es ja auch ein Vibrationsschaden. Oder nur mit einer rumfahren, praktisch immer in der Hosentasche mit sich herumtragen, wie man früher mit den Frontblenden von Autoradios machte. :)
Es bleibt die Frage nach dem Fett. Bei einer Anhängekupplung wirkt eintauchen des Steckers in Staufferfett ja Wunder, beim Radio oder Fernseh macht man das hingegen eher selten. Die Kontakte sehen übrigens so aus wie die an einem Scart Stecker. Ich mache mal ein Foto.
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Stephan » 31. Mai 2017 14:08

Wie die Jungs weiter Oben schon ansprachen, würde ich die Kontakte nicht "mechanisch" reinigen. Damit nimmt man Material weg und der Kontakt wird schlechter.

Gut Putzen. Fertig. Bei meinen Kontakten nehm ich Vaseline. Nicht leitend, wurde zwar schon mal bemängelt. Aber da alles Halbflüssige wie Fett und ähnliches den Dreck sammelt, will ja niemand da auch noch Kupferfett oder so dran haben. Und der eigentliche Kontakt soll ja wiederum mechanisch geschehen und nicht über Hilfmittel, wie Kuferpaste oder so.

Ich nehm ein Spray, das heisst "Glitterspray" oder so. Ich kann´s derzeit nicht nachschauen. Jedenfalls soll das Wasser/Feuchtigkeit verdrängen. Damit hab ich vor dem Winter und Anfang Herbst, wenn man g´rad´eh der Tank runter war, die Stecker damit eingesaut.


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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Mia » 31. Mai 2017 16:47

Hallo Olaf,

ich habe die Stecker kürzlich alle mit Kontakt 61 behandelt. Stecker die sehr oxidiert oder schlecht aussahen mit reichlich Kontakt 60 eingesprüht, dann mit Kontakt WL nachgespült da das andere Zeugs sonst zu viel wirkt und schädigt. Danach noch mit Kontakt 61 behandelt.

Das erste Mal seit ich die K habe funtkioniert meine Tankanzeige - der Stecker sah aber auch wirklich nicht mehr gut aus.
https://www.reichelt.de/?ARTICLE=9463&P ... GwodllkHJg
Der Link dient nur dazu dass du siehst von welchem Hersteller ich schreibe! Gibts auch bei Conrad Elektronik oder anderen Firmen!

Wie lange es hält kann ich naturgemäß noch nicht sagen. Auf jeden Fall habe ich gestern die erste REgenfahrt ohne Probleme gehabt. Und das nass von oben war reichlich.

Gruß Moni
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon UKO » 31. Mai 2017 17:22

Was auch immer Du nimmst - nicht Caramba, WD 40 oder sowas nehmen. Das verharzt ziemlich schnell, zieht Dreck an und verschlechtert den Kontakt. CB 1300 Blinkerarmatur im Herbst eingesprüht. Im Frühjahr musste ich die reinigen weil der Blinker nich funzte. :roll: Für die reine Pflege nehme ich seit ein paar Jahren Silikonspray, das funzt einwandfrei. Auch bei Zünd- und Tankschloss. Bei den Lenkerarmaturen verhindert es außerdem, das die grau werden.
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Crazy Cow » 31. Mai 2017 17:38

UKO hat geschrieben:Für die reine Pflege nehme ich seit ein paar Jahren Silikonspray, das funzt einwandfrei.


Das wird es gewesen sein, was ich letztes Jahr dran gemacht habe. Ich hatte den Kram gerade auseinander und es war gar kein Fett dran. Furzdröge. Man sah ganz gut, dass die Kontakte auf den Flächen grau waren und nur im Kantenbereich blank. Also Stecker abziehen und wieder drauf stecken hätte vlt. genügt. Hab diesmal den Stecker mit weissem Fett gefüllt.
Nebenerscheinung war die Tupperbox in der die Elektronik ruht, die ist aus Gummi und einigermaßen luftdicht. War feucht innen, wohl Kondensmilch drin. Hab ich auch ablüften lassen.
Ich bilde mir ein, der LL wäre ruhiger geworden, die Einspritzdüsen werden ja auch von dort gesteuert. Ist schon scheisse, wenn man das Gras wachsen hört, der Bock ist ja immer angesprungen und gut gelaufen. Bei meim Nachbar seine Guzzen steht immer ne Ersatzbatterie dahinter.

Werd gleich mal die Fotos überspielen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon UKO » 1. Juni 2017 17:16

Crazy Cow hat geschrieben:
Ist schon scheisse, wenn man das Gras wachsen hört, .
:-D :-D :-D

Da kenne ich auch was von. :roll:
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Crazy Cow » 5. Juli 2017 19:53

Vorgestern in Cuxhaven bei schönstem Wetter nach dem Dauerregen trat der Fehler wieder auf, obwohl ich vorsichtshalber vor der Fahrt die Elektronik des anderen Motorrades angesteckt habe...
Diesmal gravierender und leicht zu diagnostizieren: Beim Einlegen des Ganges ging der Motor aus. Und das ist, na? na?

Riechtich, der Seitenständerschalter. Hab ihn nie abgeklemmt, weil das Kabel direkt in den E-Baustein geht. Ein paar mal betätigt, keine Auffälligkeiten mehr während der ganzen Tour.
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Crazy Cow » 11. Juli 2017 16:00

etza hats mich doch erwischt.
War immer ganz stolz, dass bei allen Unbilden mein Bock immer fuhr, heute jedoch nicht.
Gerade noch auf die Post gefahren, 3 min. drinnen gewesen, dann Startversuch, nur die Relais schnarren. Ich habe die Batterie schon länger im Verdacht, muss aber sagen, dass ich solch eine Spontanentleerung noch nicht erlebt habe. Die Polkontakte sind in Ordnung, aber natürlich hatte ich kein Messwerkzeug dabei. Kann natürlich auch das Zyndschloss sein oder das Zyndschlossrelais, ich habe da so ein 60A Teil verbaut. Aber wie gesagt, die angehängten Relais schnarren ja. Irgendein Strom fließt.

Man sollte vlt Buch führen über das Kaufdatum der Batterien.
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Stephan » 11. Juli 2017 17:40

Mit Filzschreiber das Datum drauf pinseln.

Das alte Gespann hat manchmal auch so Mucken. Aber dann warte ich einzwei Sekunden, dann geht's.


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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon Crazy Cow » 11. Juli 2017 17:59

Hab das Teil gerade geborgen, diesmal nicht zu Fuß. Die Batterie machte bei Schraubenschlüsselkurzschluss keinen Funken mehr. Es ist die "neueste". Wenn ich so recht überlege, ist sie auch schon sechs Jahre alt. "intact AGM" taucht nix. Es ist die gleiche, bei der ich vor gut einem Jahr die defekten Pole belegt und mit Stehbolzen versehen habe habe. Nun habe ich ja noch ein zweites Mopped mit der gleichen Batterie, Yuasa Gel, wartungsfrei. Die hat jetzt sowas wie 8 oder 9 Jahre auf dem Buckel, wurde seit Wochen nicht benutzt und nicht geladen. Sprang sofort an.

Jetzt schreibe ich das mal hier auf, damit ich es nicht vergesse: hinter der Batterie hängt ein fetter Anlauf-Kondensator, der beim Starten hilft und sich lädt, solange die Zündung ihren Selbsttest macht. Ich nehme an, der hat die Batterie bei Aufladen vor dem Starten fertig gemacht. Ich muss den mal abklemmen, kenne leider seine Dimensionierung nicht.
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Re: Elektronikkontakte

Beitragvon FietePF » 11. Juli 2017 18:46

AGM Batterien kann man schnell durch Tief- oder Überladen,
Vibrationen oder permanente Kleinverbraucher (Uhr) killen :D
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AGM Batterie

Beitragvon Crazy Cow » 11. Juli 2017 20:49

FietePF hat geschrieben:AGM Batterien kann man schnell durch Tief- oder Überladen,
Vibrationen oder permanente Kleinverbraucher (Uhr) killen :D


Ja, ganz ohne sind sie nicht. Die besondere Eigenart ist angeblich, dass man bis zum letzten Startversuch eigentlich nicht merkt, dass sie fertig ist. Fällt praktisch von 80% auf Null. Nun sind sechs Jahre ja schon ein recht guter Wert für ne Motorradbatterie mit Winterpause, aber mir wäre es lieber, wenn sie ihren Tod ankündigte. Ist heute mittag noch mit eingeschaltetem Licht angesprungen.
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon FietePF » 11. Juli 2017 20:53

6 Jahre sind ein hervorragender Wert bei der Anwendung als Starterbatterie,
sind eigentlich nicht dafür gebaut :smt041

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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon UKO » 12. Juli 2017 17:25

Hol Dir ne Gel- oder Fliesbatterie. CB 1300 Honda Original ist bei mir 8 Jahre alt geworden. Hat teilweise 6 >Monate gestanden ist ohne Nachladen immer angesprungen. Die Zweite Batterie war beim Verkauf auch schon 5 Jahre alt und völlich unauffällich. Stand in einer unbeheizten Garage und ist nie nachgeladen worden mangels Strom in der Garage und nervigem Ausbau. Die Dinger sind unschlagbar und recht preiswert.
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon FietePF » 12. Juli 2017 19:20

AGM = Absorbent Glass Mat (Glasfaservlies) :grin:

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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Crazy Cow » 12. Juli 2017 19:24

UKO hat geschrieben:Hol Dir ne Gel- oder Fliesbatterie. CB 1300 Honda Original ist bei mir 8 Jahre alt geworden. Hat teilweise 6 >Monate gestanden ist ohne Nachladen immer angesprungen. Die Zweite Batterie war beim Verkauf auch schon 5 Jahre alt und völlich unauffällich. Stand in einer unbeheizten Garage und ist nie nachgeladen worden mangels Strom in der Garage und nervigem Ausbau. Die Dinger sind unschlagbar und recht preiswert.


Ach ja, man weiß ja allmählich nicht mehr, was man kaufen soll. Ne Vlies (AGM) Batterie hatte ich ja. Dann sind die Verkäufer ja auch nicht sehr präzise mit ihren Angaben. Louis verkauft sein Saito Vlies Produkt zum Beispiel für 49,90 die hat aber nur eine Starterleistung von 180A. Eine Yuasa wartungsfrei Gel AGM wird mit Säurepack angeboten, ein Widerspruch in sich. Das ist dann eine AGM Vlies Batterie und sie wird erst nach dem Verschliessen wartungsfrei, nix Gel, bringt aber 200A.

Ich suche noch nach einer einfachen Plug & Play Gel Batterie ohne pantschen. Der Säuretransport auf dem Postweg geht mir gegen den Strich. Je mehr Information man kriegt, desto schlimmer wird der Kaufakt... :(

Die alte AGM liefert am Messgerät übrigens immer noch 13V nimmt aber keinen Strich Ladestrom mehr an.
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon FietePF » 12. Juli 2017 19:29

Hallo Olaf,

in der Gummikuh mit Bosch Anlasser habe ich eine Kung Long mit 22Ah und 330A vom Pollin verbaut.
Link: https://www.pollin.de/p/blei-akkumulato ... -ah-271238

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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon moppedgugger » 12. Juli 2017 20:35

Hallo Olaf,

wenn du bei den Motorradzubehör und Motorradhändler nicht erfährst was du wissen willst und jemanden mit Batteriekenntnis suchst. Ich kann dir in Darmstadt den Batterien Kaiser empfehlen. Wenn die etwas Zeit haben, dann lernt man dort sicher einiges. Ich fühle mich auch bei den neuen, jungen Leuten dort gut beraten und habe alle meine Batterien für die Motorräder der letzten Jahre von dort.

Matthias
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Crazy Cow » 12. Juli 2017 22:18

Danke, danke! :)

Es sollte eigentlich kein Problem werden, aber es gibt offenischtlich tatsächlich unterschiede, die man vor dem Kauf schon vergleichen kann. Die Long Akkus sollen sehr gut sein, es gibt sie aber nicht im passenden Gehäuse. Und die anderen guten Sachen kosten halt ihr Geld. Einfache Gel Akkus haben bisweilen einen Kälteprüfstrom von 120A und einen Ladestrom von 1,2 A. Das ist nix.

Die hier wäre schon korrekt.
https://basba.de/orbis-hvt-eight-motorr ... vt-08.html
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Peter Pan CR » 13. Juli 2017 02:21

Langer Heydl hat sich da was richtig Tolles gebastelt, das Zukunftsmusik in meinen Drittwälderohren war. Nur ist Batterien für Fahrzeuge absichtlich zu einem Buch mit sieben Siegeln gemacht worden, genauso wie E... Schiessmichtot für die Giftpanscherei im Essen.

Gelbatterien bloss nicht mit normalem Ladegerät aufpumpen, sonst gibts dicke Backen und grosse Augen.

In der Ural macht es jetzt eine gewickelte Glasfasemembranbatterie (Olympia xy-ungelösst) Ich bin baff seit Juni 2013 ohne mit der Wimper zu zucken...Mal sehen wie lange die halten wird.
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Crazy Cow » 13. Juli 2017 18:49

Die Bakterie hat sich übrigens nach einem Tag laden, vom Würfelfisch zum Kugelfisch gewandelt. König Dickbauch an allen Fronten. Es lebe der Sondermüll. Früher hat man ab und zu nach geladen und wusste: zum Winter brauchst du was neues.
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Crazy Cow » 18. Juli 2017 12:59

Mal Melding zum Kaufentscheid:

Ich habe mich (da Zweifel) doch wieder für altbewährtes Entschieden. Hatte versucht, mit einem Anbieter der Hochleistungs Gel AGM Batterien Kontakt auf zu nehmen wegn Ladestrom. Ha 20min sein Teflongedüdel laufen lassen, dann aufgelegt.
Währenddessen auf den Yuasa Seiten die besonderen Vorzüge studiert, Vibrationsschutz und Sulfatierungs-Hemmstoff, das hat mich dann überzeugt. Die YTX 14 hat zwar "nur" 200A Kalt-Strom, aber ich kenne ja ihre Leistung im Normalbetrieb. War unterm Strich inkl. Versand 10 Kronen teurer als die neueste Mode, dafür darf man sie Ikeamäßig selbst fertigstellen. Säurepack dabei, vollkommen problemlos und kleckerfrei ein zu bringen, verschließen, halbe Stunde warten, fertig.

Es handelt sich also um eine wartungsfreie Bleisäure AGM (Vlies) Batterie Ladestrom dauerhaft 1,4A, schnellladen 6A max. eine Stunde. Das heisst für mich: keinen Spruch aufsagen, keine Ladestromkontrolle und hoffentlich wieder 6-10 Jahre Ruhe.

http://www.yuasa.de/batterien/motorrad- ... 14-bs.html
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Crazy Cow » 18. Juli 2017 23:59

Die Maläse mit den Kontakten ist übrigens geblieben, d.h. genau eine.
Ich fahre seit einigen Wochen mit der zweiten Zündbox herum und der neuwertigen Bakterie, aber dennoch verweigert das Möpp bisweilen den Start beim ersten Versuch. Zündung aus- und wieder anschalten hilft.
Die Zündbox schickt, sobald sie unter Spannung gesetzt wird, einen Impuls (nach Handbuch einen Code*) an das Zündschloss, ist das nicht angeschaltet, versagt die Box den Zündstrom. Diebstahlschutz.
Da das andere Mopped diesen Malus nicht aufweist, gehe ich davon aus, dass das Zündschloss nicht mehr ganz dicht ist. Eigentlich nachvollziehbar, 24 Jahre alt, jedem Regen ausgesetzt. Hab noch eines. Müsste nur den Zylinder wechseln.

* Ich weiß nicht wie es funzt. Es ist nur ein Kabel dafür vorhanden, vlt. induktiv oder es wird ein Widerstand ausgewertet.
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Re: Elektronikkontakte und AGM Batterie

Beitragvon Zimmi » 19. Juli 2017 07:28

Crazy Cow hat geschrieben:Die Zündbox schickt, sobald sie unter Spannung gesetzt wird, einen Impuls (nach Handbuch einen Code*) an das Zündschloss[...]
* Ich weiß nicht wie es funzt. Es ist nur ein Kabel dafür vorhanden, vlt. induktiv oder es wird ein Widerstand ausgewertet.

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