Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hause

Vom Kolben bis zum Endantrieb ...

Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hause

Beitragvon Peter Pan CR » 26. November 2016 18:02

Gestern Abend meinte Sohnemann, das Getriebe würde sich etwas eigenartig anhören....
Nun 40cm weiter hinten war die Ursache offensichtlich. Bei Beschleunigen bewegte sich die Kardanwelle der Ural 7mm nach vorne...
Endantrieb ausbauen kennen wir ja noch zur Genüge von unserer Alaskafahrt. Einmal 6 mal raus rein an einem Nachmittag.
Die Frage war. bei Schwager übernachten, oder gleich zerlegen... "Nee, wer weis ob es morgen nicht wieder quatschnass wird."
Das Überraschungsei des 2WD Endantriebes ergab das das Doppelrillenlager des Angriffszahnrades sich auf einer Seite in Luft und Metallgries aufgelöst hatte. Hmm was machen?

Das zweireihige Eingangslager umdrehen und nach Hause fahren war die Lösung, die auch sogar recht gut funktionierte. In einer Stunde war die Sophie Travelair wieder auf ihren drei Rädern.
Das Lager im Antrieb konnte so weiter auf der noch lebendigen Lagerseite abdrücken für den Vorwärttrieb. Doch im Schiebebetrieb fing das Geknirsche an...Lösung um weiter zu hinken. Hand am Gasgriff behalten und die Bremse leiden lassen...Nicht ganz ohne bei unsrigen Gefällen.

Ungefähr zur Zeit zu der El Comandante Fidel in das Reich des Hades hinüberwechselte, kamen wir im dichten Regen von "Otto's" Regenschwanz wieder zu Hause an.
58km auf halben Lager geschafft.

Klopf auf Holz das die Zahnräder nichts mitbekommen haben.

Fidel braucht nicht mehr mumifiziert werden, das ist er schon.
Ein Wickingerbegräbnis hat er sich ehrlich verdient.
Hut ab vor einem Sturkopf ohne Ende, der nicht nur Schlechtes geschaffen hat, auch wenn er vom anderen Lager stammt und diverse dicke Dinger auf dem Kerbholz hat.

Sven
der vermeintliche Nestbeschmutzer: MZ, Jawa, Ural...zum Wessie-gespann hab ich es noch nicht geschafft.
Zum Glück auch, mit einem Spandau-Japaner würde ich bestimmt jetzt die Schamfahrt machen müssen.
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Slowly » 27. November 2016 11:36

Zu ärgerlich, Sven, was dir passiert ist.

Ein Reparaturbericht - nach Möglichkeit mit begleitenden Bildern -
würde zumindest uns URAL-Besitzer sicherlich interessieren.

Viel Erfolg hierbei und besseres Wetter
wünscht dir
mit Sonntagsgruss bei trockenen +5°C

Hartmut
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 27. November 2016 14:43

Korrigiert:
Kommt Zeit kommt Rad.
Es war zu dunkel als wir dabei waren. Bei der Reparatur kriegen wir das dann auch hin.
Da wir nichts zum Messen hatten, kann ich nur hoffen, das das Lager gerade Masse hat.
(njet 3204) 3304 (da) ist meine erste Vermutung, das Reparaturhandbuch gibt nur den Inventarnummernkode her.
:smt031
Es kommt erstens anders als man zweitens denkt.
Sven
Zuletzt geändert von Peter Pan CR am 29. November 2016 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Slowly » 27. November 2016 16:51

3204 ?
Dann könnte doch durch Ersatz des Doppelrillen-Kugellagers der Schaden behoben sein ?
Wäre doch prima !
Weches URAL-Modell und Baujahr fährst du ?

8)
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 27. November 2016 22:16

2013 Patrol entspricht wohl der Sportsman in Europa.

Jetzt tuckere ich mal los Richtung Hof, wo meine Werkstatt ist. Die Nachmittagsonne lässt sich auch wieder blicken, da bleiben mir noch 2 Stunden Tageslicht, bevor Petrus das Licht ausknipst um 17:20.
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Slowly » 28. November 2016 11:08

Merci!
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 28. November 2016 23:32

Bei Zahnausfall ist nicht zu machen...Der Zahn fehlte garantiert schon vor der Heimfahrt auf dem halben Lager.
Die dicke Scharte im Gehäuse war schon bei der Nachtaktion klar zu sehen. Mit all dem Metallgries, der Distanzringe und Lager aufgefressen hat, ist erst einmal Schluss mit lustig.
Photos später.
Schon witzig das wir mindestens 90km mit einem fehlenden Zahn im angetriebenen Hypocoidalrad fahren konnten.
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 29. November 2016 20:54

Wat nu? secht Sophie.
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Zimmi » 30. November 2016 07:53

Tellerrad und Lager sind doch kwasi neuwertig. :lol: Mit Molykote hält das noch ein paar Jahre... :smt005

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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Stephan » 30. November 2016 09:56

Genau, sauber machen, ordentlich einfetten. Und dann die Zeit nutzen um Ersatz zu finden.

Wenn man den hat, hält das alte Gedöns noch 'n paar KM. . .



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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 1. Dezember 2016 01:21

In Bäk würde ich nicht mal lange nachdenken, da springt man leicht über die Zahnlücke hinweg...aber nicht bei unseren hiesigen Steigungen, die ja auch vor den Staus nicht halt machen...Fahr mal im Stop&Go-verkehr bei 32% an....
Bin mal gespannt wie lange mich der Robby auf meine Teile warten lässt. Den ersten Zahlendreher habe ich in der Rechnung schon wieder gefunden...Zahnradsatz 75$ und Kugellager 367$...Typisch mein alter Kumpel in Salem...(Oregon, nicht um die Ecke.)
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 14. Januar 2017 03:32

Wir sind wieder auf 3 Rädern...Sophie hat Endantrieb, Kupplungsscheiben und ein paar neue Schwingenkugellager neu spendiert bekommen.
Thomas macht zumindest nicht mehr ein so langes Gesicht und hat mich an den Steigungen abgehängt...Sophie gefällt der kalte horizontale Regen.
Gehört sich doch auch so für eine Russin, oder?
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Crazy Cow » 14. Januar 2017 11:40

Das ist bei einer drei Jahre alten Maschine passiert? :?
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 14. Januar 2017 16:05

Yupp,
3 1/2Jahre und 34.000km. Davon waren 12.000 in den ersten 8 Wochen. Oregon, Alaska, Oregon.
Die Ural haben so diverse Macken, die es auf sich haben. Von den neuen eingespritzten Ural seit 2014 kann ich nichts sagen. Die 2013 brauchte nach der Ankunft in Costa Rica erst einmal eine mehrmonatige Erziehungskur.
Das alles aufzuzählen würde einen mehrseitigen Bericht in Anspruch nehmen.
Frei wurde der Motor erst bei 21.000km. Vielleicht sagt das alles.

Vorgestern beim Einbau des nagelneuen Endantriebes wurden mir wieder einmal die Augen geöffnet:
Vertraue KEINEM Motorradfabrikanten, sämtliche Motorräder werden augenscheinlich absolut trocken zusammengebaut und dann schnell verschickt.
Kein Öl, kein Fett, keine Montagepaste, k(ein kleines bischen) Locktite. Und bei Ural wird der nicaraguanische Universalschlüssel sehr gerne und reichlich angewendet. (=3 Pfund Fäustel).

Trotzdem, nach der Erziehungskur und sutschem Einfahren kann so ein Eisenklump bei genügenden Streicheleinheiten und einem verlässlichen Teilelieferanten ein erlebnisreiches und sehr langes Leben führen.
Also die Sophie bleibt schön in der Familie, denn etwas vergleichbares kriegst'e nicht.

Womit sonst kann man bei verkehrsrechtlich legalen Geschwindigkeiten solch eine Riesenspass haben? Mit einem Sauer oder Krausergeschoss bestimmt nicht.
Hier findest Du Gegenden mit 15-20 Kurven pro Kilometer und Gefälle auf denen Du nicht einmal sicher auf beiden Beinen stehen kannst (ohne Blitzeiss).
Die Autofahrer schlafen halb ein bei legalen Geschwindigkeiten. So eine klapperige Jawa oder wackelige Ural benötigt da aber schon eine gehörige Portion Affentraining / Monkey exercise.

So die Arbeit wartet. Heute geht es mal wieder auf einen Portalkran beim Stahlhändler, genau das Richtige, um diesen eingerosteten Gespannaffen wieder gelenkig zu machen.
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Crazy Cow » 14. Januar 2017 18:58

Ach, das wird euer salzhaltiges karibisches Seeklima sein, das sich mit der der russischen Kohle im Ostbockstahl nicht verträgt...
Das russische Landklima reicht ja "nur" vom thüringer Wald bis zum ochotskischen Meer. Und dann würde ich auch mal schauen, dass du bei dir original russisches Motoröl findest. Apropos, ist das Einfahröl, von dem bei Honda Motoren immer gesprochen wird, eigentlich was spezielles, oder wird da einfach mineralisches statt synthetischem genommen? So eine Kur wäre bei ner Russin bestimmt auch nicht verkehrt. Oder es hilft etwas Vodka als Additiv.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Feinmotoriker » 14. Januar 2017 21:13

Am Anfang der 750er Ural mit zuschaltbarem Beiwagenantrieb hab ich öfter mal so einen Endantrieb repariert. Die Dinger gehen halt schonmal kaputt. Vor allem, wenn mit eingelegter Sperre auf festem Grund gefahren wird. Oder wenn die Sperre wegen nicht vorhandener Sicherung bei voller Fahrt rein springt... :rock:
Fast alle meine Kunden haben einen Gespäckspanngurt am Sperrenhebel befestigt, der ihn in ungesperrter Stellung hält.
Halt eine von vielen sinnlosen Konstruktionen aus der Firma...

(ich mag meine Ural trotzdem und geb sie nicht mehr her. 23 Jahre sind halt auch eine lange Zeit. Taugen tut das Glump trotzdem nicht.)
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 15. Januar 2017 17:47

Die Geschichte mit dem Beiwagenantrieb hat etwas eigenartiges in sich. Als wegen einer "target-fixed" älteren Indianerin ich mir meine ersten 3 Speichen und den ersten Endantrieb vergeigte (5000km), zeigte Mickey Sherfield mir seine Antwort darauf was Claus dort gerade erwähnt.
"Lass die Achsmuttern immer ein ganz kleines bischen frei. so das Du gerade eben die Staubblechnäpfe noch mit der Hand drehen kannst., Obendrein hast Du dann auch ein wenig Luft für Wärmeausdehnung, die sonst ganz weg ist und Dir gerade den Sprengring des Beiwagenantriebes aus der Nut drückt."
Seine Erklärung war, das die Stirnflächen der Distanzringe alles andere als parallel und vor allem praktisch nie von der gleichen Höhe sind. Wenn man die Achsendmuttern total fest knackt, werden Lager, Sprengringe und der Mitnehmerstern unter Druck gesetzt und walken sich mit jeder Umdrehung ein bischen weiter kaput.
Im Vergleich zu anderen Mitnehmersternen, die ich in diversen Werkstätten beschauen konnte, sind meine noch richtig jungfräulich mit ihren 29.000km.
Was ich jetzt noch suche ist hochprozentige klebende Molybdänpaste für gerade diese Teile und die Kupplungsscheibenverzahnungen.

Wenn ich den alten Endantrieb wieder zusammen basteln werde wird die Drehbank einiges an Arbeit bekommen. Chrom Moly vom guten schwedischen und dann auf die Oberflächenschleifmaschine. damit meine alten Maschinchen nicht komplett einrosten...und meine Oberarme auch nicht...
Jetzt mal eine Runde Dreirad fahren, um die ersten 500km im Flachland zu absolvieren und nicht hier im Gebirge gleich wieder Bruch zu fabrizieren.
Alles Gute aus dem Sommer.
Sven
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Re: Endantrieb: Es geht auch mit einem halben Lager nach Hau

Beitragvon Peter Pan CR » 17. Januar 2017 15:11

500km Runde um den Block. Arenal-see. Nett Kurven gekratzt...und Sohnemann beim Beinchenheben (äahm, Stützradheben) zugeschaut. Eifersucht eigentlich nicht, sondern eher Vaterstolz, weil flott, vorsichtig und sicher zur selben Zeit. Wann hat man das mal bei einem jungen Schnösel gesehen? Mein alter Herr jedenfalls nicht.
Der Junge hat gut gelernt.

Die 15kg Kampfgewichtunterschied machen doch einiges aus. Er braucht nicht, so wie ich, sich verrenken zum Gewichtverlagern und war trotzdem schneller.
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