K75

Alle Technikfragen, die in kein Unterforum passen

K75

Beitragvon opa3rad » 22. Dezember 2017 23:15

Hi Leute, hab mal ne Frage an die K-Spezis.

Ein Bekannter von mir will sich nen K-Gespann zulegen. Da ich mich mit den K-Modellen aber nicht auskenne meine Frage.
Wie gut oder schlecht ist die K75 gegenüber K100? Gibts da was besonderes zu beachten?
Ins Auge gefasst hat mein Bekannter diese hier.

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... &fnai=next

Was haltet Ihr z.B. davon? Hat jemand Erfahrung mit dem Kayser-Getriebe?


Gruss Udo
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Re: K75

Beitragvon meenzer » 23. Dezember 2017 07:40

Morgen Udo,

Das ist nicht die Frage wie gut oder schlecht die eine zu der andern ist.
Die Frage ist was dein Bekannter möchte?

Es gibt Leute die halten eine k für das letzte als Zugpferd ,die anderen sind mit zufrieden.

Ich habe jetzt in 12 Jahren die Erfahrung gemacht, das die K 100 und K75 die robustesten sind . Bei den k100 kommt es auf das Bj an ,wegen der Nietenwelle.

Die k75 hat durch die Ausgleichswellen so gut wie keine Vibrationen ,aber auch 15 Ps
weniger.

K75 jetzt 120 tkm außer normal Verschleißteile und Gummiteile nichts gewechselt.

Er muss das Gespann fahren und entscheiden ob ihm die Leistung reicht.

Zum Getriebe kein ich leider nichts sagen,aber ein Rückwärtsgang ist nicht schlecht.

Ich finde den Preis etwas hoch , ich habe meine 2x k 1100 lt mit GT 2001 mit100.000 für 7500 € / 7800 € verkauft.

Gruß Michael
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Re: K75

Beitragvon Cali » 23. Dezember 2017 09:13

Hallo Udo,
obwohl nur solo gefahren, halte ich die K-Modelle für eine der best geeigneten Zugmaschinen für Gespanne. In punkto Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unterscheiden sich die beiden Varianten kaum. Wie Michael bereits schrieb, gibt es da eher Unterschiede in der Laufruhe (K75) und PS-Stärke ( K100) - das muss dann jeder selbst entscheiden, was für ihn wichtiger ist. Auf den Fotos sieht das Teil gut aus - wenn der Preis noch VHB ist, Historie und Inspektionen/Verschleißteile nachweisbar - wird dein Bekannter kein großes Risiko eingehen :wink:

Beste Grüße / Bernd
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Re: K75

Beitragvon dirkME » 23. Dezember 2017 13:45

Ich versuche opjektiv zu sein:


K75/K100 sind mit die besten Gespannzugfahrzeuge, die mir bekannt sind.

Vorteile: ALLE E-Teile immer noch bei BMW erhältlich. Wenn man das Geld dafür hat.

Aber auch der Gebrauchtteilemarkt ist derzeit übervoll. Da K75/K100 über ca 90% Gleichteile verfügen, sind die in den letzten 5 Jahren fast vollständig auf den Markt geworfenen 75er Ex-Behörden der Bullizei meist in den Vorratslagern der "Ludolfs" gelandet; darüber hinaus haben die Französen die blauen 100er-2Sitzer in gleicher Zeit ebenfalls ausgesondert. Die sind per 22-25 Stk. im 40ft-Container oft auch in der BRD gelandet.

Beide haben Kardan. Das Konzept mit liegendem Motor, Trockenkupplung, sep. Getriebe, Schwinge IM Getriebe gelagert, Kardan und dann Winkelgetriebe als Einarmschwinge macht eine K, wenn nicht das ganze RS oder RT-Plastikgeraffel den Zugriff erschwert, zu einem wartungsfreundlichen Gespann.

Meine 100er hat jetzt ~430.000 km.
In 2013 hat mein Freund Stefan für mich aus einem '85er-Basis-Rahmen, einem 0-KM-Peraves-Motor und meiner K1100RS (Getriebe, Schwinge mit Parallever, kurzgebautem Parallever-EA (37/11), Marczocchi-Gabel incl. Gabelbrücken, 4-Kolben-Brembos, ABS1-System) eine K100 "neu" gebaut. Hat jetzt auch 30.000 kms.

Und in den letzten 2 Jahren hat er ein K100-RS-Gespann in ein K100-Basis-Gespann verwandelt. Dazu gab es hier einen extra Thread; auch dieses Fahrzeug stand nach Aufbau eigentlich auf 0 KM, trotz ca 150.000 kms Vorleben.


Der vielzitierte Vorteil von "vibrationsarmut" einer 75er wird wirklich überbewertet. Quark. Meine DR650, und die 600er LC4 vom Kumpel, DIE haben Vibrationen :D :D :D

Die 100er hat einfach 15PS mehr, und auch 87 NMs, also ist die Wahl für ein Gespannzugfahrzeug einfach. Auch der vielgerühmte Gewichtsvorteil der 75er ist echt marginal. Ich habe eine K75RT und eine K100RT auf der örtlichen Waage des Raiffeisenmarktes gegengewogen. Beide Tank voll. das sind echte 7,5 kg Differenz.


K100, für mich kommt nix anderes in Frage. Ist selbstverständlich völlig objektiv :D
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Re: K75

Beitragvon rotklinker » 23. Dezember 2017 16:04

Moin,
es gab vor Jahren in der MG mal einen Vergleich zwischen einer K100 und einer K75 im Gespannbetrieb. Ich finde das Heft auf die Schnelle nicht, aber soweit ich mich erinnern kann, sah das Ergebnis für beide Maschinen recht gut aus. :smt023

Ich habe mir ebenfalls bewußt eine K100 im Gespannumbau gekauft, weil ich gern mit dem Dreirad in Urlaub fahre. Es reist sich einfach entspannter, weil man meist ohne grosse Schrauberei wieder auf den heimatlichen Hof kommt ... wobei natürlich auch eine K eine pflegliche und regelmäßige Wartung erwartet. ;-)
Gruß Kay


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Re: K75

Beitragvon quincy » 10. Januar 2018 22:23

Habe die K75 mit einem leichten Cobra gefahren und war zu 100% überzeugt von dem Motorrad. Vibrationsarm, geiler 3 Zylinderklang (klingt wie ein "halber 911er" :wink: ) und sehr sparsam im Verbrauch.
Für ein familientaugliches Tourengespann würde ich die K100 wegen der Mehrleistung und dem höherem Drehmoment bevorzugen.

Beide sind technisch das Allerbeste (zumindest das zuverlässigste), was BMW je gebaut hat :!:

Gute Gebrauchtteile sind in der Bucht zahlreich zu finden. Wer ein wenig Händchen für Schraubereien hat, kann vermutlich in den kommenden 10-15 Jahren die K75 oder K100 wirtschaftlich sehr günstig und spassvoll betreiben.
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Re: K75

Beitragvon dirkME » 11. Januar 2018 17:19

quincy hat geschrieben:Habe die K75 mit einem leichten Cobra gefahren und war zu 100% überzeugt von dem Motorrad. Vibrationsarm, geiler 3 Zylinderklang (klingt wie ein "halber 911er" :wink: ) und sehr sparsam im Verbrauch.
Für ein familientaugliches Tourengespann würde ich die K100 wegen der Mehrleistung und dem höherem Drehmoment bevorzugen.

Beide sind technisch das Allerbeste (zumindest das zuverlässigste), was BMW je gebaut hat :!:

Gute Gebrauchtteile sind in der Bucht zahlreich zu finden. Wer ein wenig Händchen für Schraubereien hat, kann vermutlich in den kommenden 10-15 Jahren die K75 oder K100 wirtschaftlich sehr günstig und spassvoll betreiben.



Absolut korrekt. Unterschreibe ich ungefähr zu 110%.

Wenn "neues" Gespann, dann 100er, Rahmen nach 03/1986 (geänderter Anlasserfreilauf, Anti-Blaurauch-Kolben, gehärtete Ventilsitze wg. bleifrei-Sprit, Änderung der Abtriebswelle ebenfalls schon durch) (Abtriebswelle weiss ich nicht genau, ab wann die 12er verbaut wurde.

Achso, und die haben dann auch schon den Nichtbrechenden Hauptständer, was für uns aber eher nebensächlich ist :D


Und, egal was der Vorbesitzer, oder das Serviceheft sagen:

BAU DAS DINGS AUSEINANDER !!!!!

Ich habe Servicehefte gesehen, in denen regelmäßigst ALLE Inspektionen bis zum KM-Stand von 140.000 kms abgestempelt waren und damit auch bezahlt wurden.

Tankdeckel runter, Spritfilter raus, Stempeldatum des Filters passend zum Baujahr des Rahmens :rock:

Diesbezüglich traue ich nicht mal mehr meinen eigenen Ohren und Intuitionen. Nur noch dem gesunden Misstrauen von Stefan "Flagg". Der traut garnix. Der schaut einfach rein und scheggt die Schwachstellen. Alle.

Das von mir 2016 erworbene Gespann hatte, meiner Meinung nach, einen erstklassigen Motor. Selbst Kälteststart ohne Kettengeräusche, selbst Schraubendreher am Kurbelwellendeckel ohne irgendwelche Irritationen. SEHR kräftiger Motor, Vollastfest auch mit 160kmH Dosenbahn für 1,5 Stunden, alles GUT.

Geschissen.

Aufgemacht (150.000), Steuerkettenritzel feddich, Schienenbeläge im Sack, Kettenspanner nur noch Hydraulikfunktion, Feder gebrochen; Schaftdichtungen knüppelhart, Abtriebswelle die 6 Nietenlöcher in Langlochform, Kupplung allerdings 1a. Kardanwelle mit Karies, EA dito. Lenkkopflager Schrott, Schwingenlager dito.


Und die mit 60.000 in 2005 gekaufte K1100RS.

Lt. Hrn. BMW ALLES pickobello. Hab aber hinterhältigerweise während Probefahrt die Ölablasschrauben unten in der Gabel mit Fettkreide gelb markiert :-D

Kaufvertrag sagte: Frische Pellen, und ALLE Öle.

:smt013

Die Ölkreide war nach Übergabe dann doch noch an den Ablaufschrauben :rock:

War dann während der 2. Inspektion vor Übernahme pers. in der Werkstatt ....



Lange Rede: Nachguggen ! Alles!

Wir reden von Motorrädern, die mindestens ~ 29 Jahre alt sind. Irgendwann zum Gespann umgebaut. Also die Belastung der einzelnen Baugruppen deutlich höher als Solo. Und KEIN Gummi dieser Welt hält 29 Jahre. Schläuche, Kabel, Membranen, Dichtungen, Ansaugstutzen. Alles aus Gummi. Scheggen !!!

Wartung und Instandhaltung. Da haperts bei 95% aller gebrauchten Spassmobile.
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Re: K75

Beitragvon Stephan » 11. Januar 2018 19:42

Jep. Und wer baut schon Anlass mal alle elektrischen Verbindungen auseinander. Aber wehe man ist auf Fehlersuche. . .


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Re: K75

Beitragvon Nanno » 12. Januar 2018 10:11

quincy hat geschrieben:Habe die K75 mit einem leichten Cobra gefahren und war zu 100% überzeugt von dem Motorrad. Vibrationsarm, geiler 3 Zylinderklang (klingt wie ein "halber 911er" :wink: ) und sehr sparsam im Verbrauch.


Was braucht denn so eine K75 mit dem Cobra so ungefähr? (Normale Fahrweise vorrausgesetzt...)

LG
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Re: K75

Beitragvon meenzer » 12. Januar 2018 12:46

Bin mit meiner mit Uralrahmen und EML Sport eine Übersetzung von 37/11
zwichen 4,5L und 6,5 L.
Meistens so um die 5 L.

Bin ja gerade dabei eine K 75 mit einem Midi aufzubauen, mit Orginal 32/10.
Werde berichten was sie dann so braucht .
Ich bin alle K's im Gespannbetrieb gefahren und muss auch sagen
das die 100/v2 und die 75 die zuverlässigsten sind.
Obwohl ich über die 1200 RS noch nicht viel sagen kann . Bin das Gespann erst
4500 km gefahren .Wenn die Kupplung kommt dann hab ich aber Spaß bei dem Modell.


Gruß Michael
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Re: K75

Beitragvon UKO » 13. Januar 2018 17:52

Nanno hat geschrieben:
(Normale Fahrweise vorrausgesetzt...)

LG
Greg
[/quote]


Definiere normal! :roll:
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Re: K75

Beitragvon Stephan » 13. Januar 2018 20:25

Langsamer als ich fahren. . .


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Re: K75

Beitragvon opa3rad » 13. Januar 2018 21:16

Stephan hat geschrieben:Langsamer als ich fahren. . .


Stephan



Ruckelt das nicht zusehr ? :-D :D


Udo
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Re: K75

Beitragvon Stephan » 13. Januar 2018 21:21

Hast du deine Bremse schon fertig?


Sack!


Stephan
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Re: K75

Beitragvon opa3rad » 13. Januar 2018 21:25

Ne noch nicht.

Heute auseinandergenommen, Ist der Hauptbremszyli. der hängt so bissel fest.

Konnte den mit ner Zange noch paar mm rausziehen.

Mal guggen was mein "Ersatzteillager" sagt.


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Re: K75

Beitragvon Nanno » 13. Januar 2018 22:01

UKO hat geschrieben:
Nanno hat geschrieben:
(Normale Fahrweise vorrausgesetzt...)

LG
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Definiere normal! :roll:[/quote]

Den Regeln der StVO folgend. Aber die Größenordnung vom Verbrauch reicht mir schon. Sind schon mind. 2 Liter weniger als mein XS750/850 Gespann mit Dnepr-Boot braucht. Das ist wirklich ganz anständig.
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Re: K75

Beitragvon quincy » 14. Januar 2018 15:24

Nanno hat geschrieben:..........Was braucht denn so eine K75 mit dem Cobra so ungefähr? (Normale Fahrweise vorrausgesetzt...)

LG
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Urlaubsfahrten auf Landstrassen mit Frau und Gepäck: 6 Liter

Mehr als 7 Liter - auch bei zügigen Autobahnfahrten habe ich nie benötigt.
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Re: K75

Beitragvon UKO » 14. Januar 2018 17:44

Stephan hat geschrieben:Langsamer als ich fahren. . .


Stephan


Dann wohl auch langsamer als ich. :cry: Schade.
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