Drehmomente EML Bremsen und BMW

Alle Technikfragen, die in kein Unterforum passen

Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 8. März 2017 17:53

Hallo ihr alle.

Wäre super wenn mir jemand die Drehmomente zum anziehen von folgenden Schrauben geben könnte und den Vermerk ob und mit welcher Schraubensicherung (mittel- oder hochfest?).

EML:
- Bremsscheibe (auch 21 NM wie an der BMW hinten mit Loctite?)
- Bremssattel
- Radnabe

BMW K1100RS:
- Bremssattel hinten,
da finde ich in der RepAnleitung zwar die 21 NM für die Bremsscheiben aber nicht den für die Schrauben vom Sattel selbst.

Danke für sachdienliche Hinweise :oops:

Gruß Moni
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon UKO » 8. März 2017 18:15

Mia hat geschrieben:Hallo ihr alle.

Wäre super wenn mir jemand die Drehmomente zum anziehen von folgenden Schrauben geben könnte und den Vermerk ob und mit welcher Schraubensicherung (mittel- oder hochfest?).

EML:
- Bremsscheibe (auch 21 NM wie an der BMW hinten mit Loctite?)
- Bremssattel
- Radnabe


Danke für sachdienliche Hinweise :oops:

Gruß Moni


Bremsscheibe weiß ich nicht, würde aber immer Loctite mittel draufmachen. Es gibt Drehmowerte zum nachlagen für übliche Verschraubungen. Den Bremssattel habe ich nach alter Väter Sitte angezogen - Handfest :-D .

Wenn Deine Seitenwagenachse so aussieht:
Bild

bekommt die Kronenmutter laut EML 160 Nm. Mein KFZ-Meister und ich halten das zwar für Blödsinn - ist ja ein Splint durch - habs aber schlussendlich so gemacht.
Jetzt habe ich kein Bild vom Seitenrad. Wenn Du das Rad mit den 8 Schrauben hast, bekommen diese nur 35 Nm.

Diese Bremsscheibe hätte ich noch. Die schaut noch recht gut aus.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Saxon » 8. März 2017 19:00

[quote="Mia"]Hallo ihr alle.

Wäre super wenn mir jemand die Drehmomente zum anziehen von folgenden Schrauben geben könnte und den Vermerk ob und mit welcher Schraubensicherung (mittel- oder hochfest?).

EML:
- Bremsscheibe (auch 21 NM wie an der BMW hinten mit Loctite?)
- Bremssattel
- Radnabe

BMW K1100RS:
- Bremssattel hinten,
da finde ich in der RepAnleitung zwar die 21 NM für die Bremsscheiben aber nicht den für die Schrauben vom Sattel selbst.

Danke für sachdienliche Hinweise :oops:


Gruß Moni[/quo
Hallo Moni,
Drehmomente die BMW für die Bremssättel/Scheiben angibt kannst du ruhig übernehmen. Das passt....
Mit Loctite wäre ich vorsichtig, viel hilft viel, gilt hier nicht. Und beim lösen ein bisschen anwärmen hilft viel......
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Crazy Cow » 8. März 2017 19:18

Wenn bei Bremsscheibe und Bremssattel die Schrauben in Alu gedreht werden würde ich folgendes beachten:
- Solange Loctite flüssig ist, schmiert es wie Öl. Das Anziehmoment ist also etwas zu reduzieren, ca. 10-15%.
- Um das Problem zu mindern und auch die Schraube irgendwann wieder heraus zu bekommen, bin ich dazu übergegangen, nur die oberen zwei Gewindegänge der Schrauben mit Loctite ein zuschmieren, dann schraubt die Schraube trocken und der Kleber am Schluss greift doch. Beim Bremssattel ist es ratsam, den Kleber in das Gewindeloch zu tun, und zwar auf zwei bis drei Gewindegänge gegenüber der Einschraubseite. Da kann man ihn zum Ausschrauben auch leicht erwärmen.

Wer einmal ein Gespann gebraucht gekauft hat, weiß um ruinierte Gewinde in Bremssätteln.

Kleber Mittel- oder Hochfest?
Die Kleber werden meist durch Farben unterschieden. Blau ist richtig, grün ist zu stark, der wird imho kristallin.
Zuletzt geändert von Crazy Cow am 8. März 2017 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 8. März 2017 19:20

Danke,

Das mit dem handfest kenne ich auch - heißt in meiner Ausführung Ritschratsch-Schraubenkopf ab. :rock:

Habe auch das Rad mit den 8 Schrauben.
Du hast einen anderen Bremssattelträger einbauen müssen bei der neuen Bremsscheibe?
Ich habe schon eine neue Bremsscheibe bestellt und hoffe dass dann plug and play ist quasi. Sonst wäre es dumm gelaufen für mich.
DSC02419a_Größenveränderung.jpg


20170205_140156_Größenveränderung.jpg

Das Teil hinter dem Bremssattelhalter hast du auch?

Um mit irgendwelchen Tabellen umgehen zu können muss man zuerst wissen was für Schraube man da wo eindrehen will. Material, Schraubengröße oder ähnliches. Dazu bin ich zu doof.
Ich schreibe mir die Werte in die Bilder, dann habe ich es wenn ich es brauche. Und erst muss ich ja einen Drehmomentschlüssel in passender Größe besorgen - da ist es hilfreich zu wissen in welchem Bereich der einstellbar sein soll.
Einen sehr großen habe ich und der mittlere hatte ich leider verschenkt. Dumm gelaufen.

Gruß Moni
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon UKO » 8. März 2017 19:36

Ich habe komplett umgebaut. In der Radnabe ist jetzt ein PKW-Lager und die Bremsscheibe ist gewachsen von 200 mm auf 230. Im Mai kommt noch eine zweite Zange auf den Halter und dann hoffe ich, das das Teil endlich richtich bremst.

Das sieht im Moment so aus wie auf dem Bild ganz oben.

Dein Halter ist etwas anders. Einfach alles so montieren wie es war.
Und was Handfest angeht - ich mache das jetzt schon gute 40 Jahre. Solange alles Stahl ist, klappt das ganz gut. Kommen seltsame Materialkombis zusammen so wie bei den Radschrauben - VA in Alu - nehme ich auch den Drehmoschlüssel.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 8. März 2017 19:41

@ Olaf
An dem Bremssattel mache ich nix - ist auch besser so. Den muss ich nur wieder nach Neukauf bzw Retoure an den Halter schrauben.
EML-Bremssattel = Müll und muss neu gekauft werden (nach Werkzeug und Stahlflexleitung)
BMW hinten ist zur Überholung unterwegs
Radnabe auch auf Kur zwecks Lagereinbau und so paar Kleinigkeiten.
Aber so in einer Woche sollte die Teile aus der Kur zurück sein :-D und wenn die Bremsscheibe da ist soll das Rad "handwarm" dran kommen damit ich die Kiste hin und her schieben kann damit ich an der BMW weiter komme.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon UKO » 8. März 2017 20:04

Naja, das sind Brembo oder Grimeca - baugleich - Bremssättel. Die sind nicht schlecht. Aber wenn einer sein Gespann ständig durch Salzbrühe jagt und nix an der Wartung macht, geht halt alles kaputt. :roll:
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Rolli_58 » 8. März 2017 20:42

Hallo Mia,

bei den BMW Boxern 4-V sind die Bremssättel mit Schrauben M10 befestigt und werden mit 40 Nm angezogen, ohne Schraubensicherung.
Die Bremsscheiben werden bei den 4-V Boxermodellen mit 21 Nm angezogen, wenn es sich num Gußräder handelt, die Speichenräder bekommen vorne 24 Nm und Loctite. Warum die Bremsscheiben der vorderen Speichenräder mit höherem Drehmoment und Loctitie verschraubt werden, könnte ich nur spekulieren.
Um es für Deine K genau zu wissen, solltest Du Dir das entsprechende Reparaturhandbuch besorgen, einfach mal googlen. Hat deine K noch das BMW Hinterrad bzw. ist die Aufnahme der Bremsscheibe noch original?

Zu EML kann ich nichts sagen. Aber 21 - 24 Nm ist ein übliches Anzugsmoment für Schrauben M8 in der Festigkeit 8.8: http://www.drehmomentschluesseltests.de ... schrauben/
http://www.drehmomentschluesseltests.de ... schrauben/
Zuletzt geändert von Rolli_58 am 9. März 2017 17:08, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Stephan » 8. März 2017 21:47

Hab gerade mal nachgeschaut. Die Bremssattelschrauben der GS Modelle bekommen nur 30Nm.

Ja, grünes Loctite. Da bekommt man die Schraube eventuell gar nicht mehr ganz rein gedreht, das zieht das schon an.


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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 8. März 2017 22:03

RepHandbücher habe ich zwei -nützt aber nix wenn man die gesuchten Angaben nicht findet weil man an der falschen Stelle sucht.

Loctite habe ich blau, ich will die Schrauben ja auch mal wieder raus drehen können. Für diese Halter mit den Kugelköpfen vorne habe ich blau benutzt (um die Kugelköpfe zu erneuern).

@ Uko: ich meinte ja nicht dass die Marke vom Bremssattel Müll ist sondern das Teil so schlecht dass sich ein RepSet nicht lohnt.

Was für Räder ich habe? Keine Ahnung. Und wie so eine Original K aussieht - auch überhaupt keine Ahnung. Das war alles so als ich es kaufte.

Naivität gepaart mit Vertrauensseligkeit und Dummheit ist keine sonderlich gute Kombi beim Gespannkauf. Nun muss ich einfach versuchen das beste draus zu machen. Geht ja nicht anders.
Wenn ich nächste Woche wieder unter die Leute kann wird sie erst mal abgemeldet. Bei mir dauert so eine Renovierung midnestens wenn nicht noch länger. Die gesparte Versicherung und Steuern gibt schon die neue Bremsleitung und Bremszange. Irgendwas positves muss ja dabei sein bei der Abmeldung. Frau muss sich das nur schön reden :roll:
Ich wurstel schon 2 gute Monate dran rum und außer immer neue Baustellen zu entdecken tut sich da nix. Und dem nachkaufen von Werkzeug ...

Ist das neue Hobby halt schrauben lernen statt Gespann fahren. Ich hätte sie so aber auch nicht mit gutem Gewissen verkaufen können. Ist nicht mein Ding die Mängel zu verstecken.
Nacht
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Reeder » 9. März 2017 08:58

Moin,

Schraubensicherung nur nach ihrer Farbe einzusetzen kann auch ins Auge gehen.

Für den Heimanwender sollte LOCTITE 243 das geeignete Mittelchen sein. http://www.loctite.de/produktsuche-2972 ... 2623520769

Ist verwendbar für fast alle Metalle und auch bei galvanisierten Schrauben. ( z.B. verzinkte)

Wenn ein Fahrzeughersteller Sicherungsmittel vorschreibt, gehe ich davon aus, dass die Reibwerte dann beim Anzugsdrehmoment mit berücksichtigt wurden.
Muss aber nicht so sein.
BMW schreibt an den Schwingenzapfen LOCTITE 2701 vor http://www.loctite.de/produktsuche-2972 ... 2623651841
Zum lösen soll man laut BMW auf 120 Grad erwärmen - das ging bei mir voll in die Hose.
Ein Blick bei LOCTITE sagte dann, auf 250 Grad erwärmen!!! Allerdings hatte sich dabei der Lack an der Schwinge "leicht" verfärbt. 8)

LOCTITE 245 ist übrigends auch BLAU, aber leider nicht für alle Verbindungen geeignet. http://www.loctite.de/produktsuche-2972 ... 2623488001

Ach ja, LOCTITE ist nicht unendlich lagerbar!! Deshalb lohnt sich ein grosses Fläschchen meist nicht. 10 ml sind ausreichend. Besonders wegen der Kosten.
Gruß
Rehder

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon tiegrie » 9. März 2017 09:29

[quote="Mia"]

Ist das neue Hobby halt schrauben lernen statt Gespann fahren. Ich hätte sie so aber auch nicht mit gutem Gewissen verkaufen können. Ist nicht mein Ding die Mängel zu verstecken.
Nacht[/quote

Kopf hoh Mia ,du willst doch jetzt nicht aufgeben ?

Weil das Geld was du jetzt schon reingesteckte hast bekommst nicht mehr raus.
Hat ich aber auch bei meiner K 100 . Danach hast du ein schönes Gespann ....
Und das Wetter ist auch noch nicht so toll ...

Gruß Renate
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Michael1234 » 9. März 2017 12:31

tiegrie hat geschrieben:
Mia hat geschrieben:
Ist das neue Hobby halt schrauben lernen statt Gespann fahren. Ich hätte sie so aber auch nicht mit gutem Gewissen verkaufen können. Ist nicht mein Ding die Mängel zu verstecken.
Nacht[/quote

Kopf hoh Mia ,du willst doch jetzt nicht aufgeben ?

Weil das Geld was du jetzt schon reingesteckte hast bekommst nicht mehr raus.
Hat ich aber auch bei meiner K 100 . Danach hast du ein schönes Gespann ....
Und das Wetter ist auch noch nicht so toll ...

Gruß Renate


Hallo Mia,

dem kann ich nur zustimmen:
- nicht aufgeben
- danach hast du ein schönes Gespann
und wirtschaftlich betrachtet ist das eh Harakiri. Dann beim Verkauf lieber mit offenen Karten spielen und einen gewissen Preisabschlag einkalkulieren. Es ehrt Dich natürlich, dass Du Dich gegenüber einem evtl. Käufer fair verhalten möchtest :smt023 das is` ja leider nicht immer so.

Schraub das Teil ordentlich durch und dann hab´viel Spaß beim Fahren :wink:

Gruß Michael
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 9. März 2017 22:27

Michael1234 hat geschrieben:

Schraub das Teil ordentlich durch und dann hab´viel Spaß beim Fahren :wink:

Gruß Michael


Ordentlich durch schrauben und ich sind ja schon 2 entgegengesetzte Welten :smt005
Nee im Ernst: mir fehlt zuviel Wissen und Werkzeug.
Ich kann zwar viel dazu lesen, aber es nicht umsetzen. Wenn mir zB. jemand sagt wo ich ds Gespann wie abstützen kann ist das lieb gemeint. Hilft aber nicht wirklich weiter. Ich muss es sehen, unter Aufsicht selber ausprobieren und dann kann ich es zu hause nutzen. Und da für mich das Moped aus Rädern, Motor, Tank und Rahmen besteht ahnt man wo die Defizite liegen.
Ich weiss theoretisch dass es ein Getriebe, Antrieb und allerlei anderes gibt - nur nicht wo die Teile wirklich sind. Da kann ich Stunden in die RepAnleitungen schauen, es erschließt sich mir nicht.

Und mit "ein bißchen schrauben" ist es leider auch nicht getan.
Mal sehen was nächstes Jahr wird. Viel mehr kann der Wert ja nicht mehr fallen. Fahrfertig kann ich es nämlich wirlich nicht selber machen.
Es ist wie es ist und man muss einfach das beste draus machen.

Danke euch
Moni
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon dreckbratze » 9. März 2017 22:43

mia, stress dich mal nicht. man wächst an seinen aufgaben. du brauchst jemanden zum betreuten schrauben, sieh es als projekt und lass es wachsen.
irgendwann hast du deine erfolgserlebnisse und das wird dich glücklich machen ;-)
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Stephan » 10. März 2017 07:37

Jep. So isset. . .



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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon saschohei » 10. März 2017 07:47

Morgen Moni,

ach Mensch, Du machst Sachen... :smt009

Und was hatte ich noch vor Jahren (oder waren es Monate oder Wochen...) gesagt????

Lass uns das Geraffel auf einen Hänger stellen und mit an den Deich nehmen, denn wenn Du eh ein paar Tage hier bist hätten wir das in der Zeit zumindest wieder auf sichere Räder/Bemsen gestellt, TÜV natürlich inklusive, denn ich habe 2 (ZWEI) Vorschlaghämmer und eine Flex - damit kriegt ein Grobmotorikerschaf fast alles hin, Abriss und Neuaufbau. :roll:

Haste ja gesehen... :-D

Und Carsten hätte sich bestimmt gefreut, wenn wir in der schönen Wohnung Dein Gespann hochkant reinbuxiert hätten und überall zerlegt verteilt. Denn da war es ja schön warm und groß.... :grin:

Wir sind gestern Nachmittag übrigens bei Dir vorbei gefahren und haben natürlich gehupt und alle heftig gewunken, haste das gehört und gesehen?

Wehe nicht. :smt005

Wir waren kurz auf Beutetour in der Nähe vom Ring und wollten eigentlich auf dem Rückweg kurz bei Dir vorbei kommen, sind dann aber über Bremen gefahren, weil doch Mörderverkehr war und Regen und so.

Aber ist ja nicht aus der Welt, wir gucken mal...

Kann ja nicht sein, dass so eine engagierte und witzige Schrauberfee, trotz leicht altersschwachem Gespann, mit der Bahn fahren muss, oder wie.

Mach ich ja auch nicht. Ok, weiß auch nicht wie man in die Dinger reinkommt.

Beute haben wir, also ich, gestern zwar nicht erlegt, macht aber nichts, für den Notfall bin ich noch dreirädrig an der Minimalgrenze ausgestattet, damit ich nicht gleich an die Klagemauer muss. :smt013

Liebe Grüße vom Winktrio Anita Lothar und schwarzes Schaf - und alle haben die Fahrt im Schandwagen wieder ohne Herzkasper überlebt und den Lappen habe ich auch noch, Deinem Erstaunen zum Trotz.

Jaha - ruhige altergerechte Fahrwiese ben, dann geht was. :-D :-D :-D

Liebe Grüße an alle hier und ein schönes Wochenende

Willy

P.S. Und an alle: Mopeds, besonders Gespanne, müssen IMMER und täglich gefahren werden, sonst werden die muksch und springen nicht mehr an :rock:
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 10. März 2017 08:30

@ Dreckbratze
Kann man so Betreuer im Lotto gewinnen?
Dann sollte ich mal über die Glücksspielteilnahme nachdenken.

Das einzig positive derzeit: Im Saarland durfte ich nciht schrauben in der Garage, hier ist sie wenigstens mein und ich kann (fast) machen was ich will.

Und in so einer oder zwei Stunden bekommt man wahrscheinlich noch nciht mal die Schrauben vom Rahmen vorne auf - ergo nicht sehr weit.
Die Leute die ich kenne ARBEITEN und haben Familie. Die haben keine Zeit für sowas. Die trifft man mal eben abends auf einem Geburtstag oder so und quatscht. Und für Ärger in der Familie will ich ja nicht sorgen. Die Freizeit ist bei den heutigen Arbeitszeiten sowieso oft sehr beschränkt und da finde ich es normal dass man die mit der Familie verbringt. So Schrauberaktionen sorgen in einigen Familien eh für genug Stress - und das wegen der eigenen Maschine.

Zudem wie heißt es so schön: Die Suppe die man sich selbst eingebrockt hat ....
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 10. März 2017 08:47

Hallo Schaf mit ohne Faserpelz!

Ist der Faserpelz eigentlich schwarz oder blau? :?:

Ach IHR ward das? Dachte es gibt Katastrophenalarm! Fluchtartig das Gebäude verlassen - aber ich wusste nciht wo der nächste Bunker ist :lol:

Ich versteh das nicht. Ich kriege in schöner Regelmäßigkeit so Bettelbriefe vom Amt. Dabei sind die Fotos echt schei... und dafür wollen die auch noch Geld haben. Dabei fährt mein Auto gar nicht so schnell. Nur fahre ich immer unter der Punktegrenze - andere fahren ja gaaaanz anders. Gelle!

Du hast noch soviel vor und auch derzeit nicht so den Platz um noch anderes Gerödel einzulagern. Außerdem will ich es mir nicht mit Anita verscherzen. Dann dauert die Aktion "schöner wohnen" ja noch länger!
Du kennst ja mehr Bilder von den Baustellen meines Gespannes - also nix in 1-2 Tagen fertig. Weil wenn du was machst, dann ordentlich. Zudem dauert bei mir die Ersatzteilbeschaffung länger - eigenes System eben.

Mopeds, besonders Gespanne, müssen IMMER und täglich gefahren werden, sonst werden die muksch und springen nicht mehr an

DER SATZ ist gut! Du solltest dir ein Fahrerlager halten .... weil alleine ... s.o. Aktion "schöner wohnen" wird sonst nix.
Nö, ich fahre keine fremden Gespanne. Nachher ist was kaputt und deine sind einfach zu schnell. So ein ganz klein wenig Zuckungen in der rechten Hand und es geht mächtig vorwärts. Ich bin ja so gaaanz gemütlich unterwegs.

Bei den Pleiten bei der letzten Zugfahrt mit dem Enkel fahre ich besser Rad. Günstiger und auch nicht kälter.

Grüß mal Lothar und Anita von mir ganz herzlich!
Moni
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Crazy Cow » 10. März 2017 16:03

Mensch Moni,

was machen wir denn mit dir? Ich habe den Eindruck, du flüchtest dich manchmal aus Verzweiflung ins Dreiradler und dann geht die Zeit schon rum.
Wenn ich mal ein Gespann oder einen Motor ganz zerlege, dann wird halt 1-2 Tage nur auseinandergeschraubt, dann Teile besorgt, und wenn der Hafer sticht, wird wieder zusammengeschraubt. Glücklicherweise muss ich die Teile nicht nummerieren, hab bis jetzt alles wieder gefunden.
Ist es so, dass du auch so an die Sache heran gegangen bist?
Das war dann falsch. Wenn du nicht die volle Übersicht hast, oder nicht alle Teile, schraubst das Ding halt auf, guckst was du machen kannst und was du an Teilen brauchst und schraubst es sofort wieder zu. So mach ich das, wenn ich am nächsten Tag wieder fahren will. Es ist ja meist so, dass vor der Inspektion die Karre fuhr, warum sollte sie es nicht am Tag danach? Auch wenn nur nachgeschaut wurde. Meist ist es schon eine Riesenverbesserung, wenn man die Bremskolben mit den Belägen zurückdrückt und dann wieder ranpumpt. Mit nem Radlager ist es ähnlich, wenn es rauscht und du hast kein neues, tust a weng Fett dran und machst es gangbar, das hält so lange bis du ein neues hast. Du weisst dann sogar welches du brauchst. Man kann sich nicht unbedingt auf eine Auskunft aus dem Forum verlassen.

Und vlt. fährst du ja auch gar nicht unbedingt amnächsten, aber du könntest! Das ist mental schonmal ne ganz andere Voraussetzung. Ich hatte mal so ein Problem mit der Viervergaseranlage von der XJ, die geht normal etwas umständlich aus zu bauen. Beim dritten mal war das ein Akt von 2x5 Minuten. Was meinst du, wie fit du wirst, wenn du jeden Tag ein Bisken auseinander und wieder Zusammenschraubst. Da bleibt dann natürlich keine Zeit für´s Dreiradler.

Mein Vorschlag: du fängst heute damit an, ne ganze Kleinigkeit, die Spiegel oder den Scheinwerfereinsatz. Und du darfst dich erst wieder hier melden, wenn du einen Vollzug bekannt geben kannst. :)

Ich fände es schade, wenn du dein Dreirad immer weiter zerlegst und dann am Zusammenbau verzweifelst.
Also los dann.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Stephan » 10. März 2017 21:16

Der Vorschlag von Olaf ist so verkehrt nicht. Als ich meine /5 umgebaut hab, geschah das auch Stück für Stück. Sie war die meiste Zeit fahrbereit.

Und bei dir sind es ja nun Lehrjahre. Aber wg der Hilfe. Da hast du natürlich schon Recht. Du bräuchtest dann schon einen weiblichen Profi. . .



Wenn im Februar 2018 das alte Gespann auseinanderkommt, neuer Motor, dann mach ich das auch nicht gerade aus lauter Lust am Schrauben. Ein gewisser Zwang gehört da schon zu.


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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 10. März 2017 21:23

ähhh Olaf,
das Gespann fährt nicht ohne Bremsen und Räder!

Also ohne hintere Bremse fährt es zumindest .... aber ohne Radnabe kann man so schlecht das Rad dran machen.

Bis auf so ein zwei Schläuche denke ich das wieder zusammen zu kriegen.
Numeriert ist nix, weil ja hoffentlich selbst erklärend mittels der Bilderchen.

Und im Internet war ich so viel weil krank und feuchte kalte Garage nicht geht mit Schüttelfrost. Ich warte auf meine im Norden verteilen Gespannteile und die neue Bremsscheibe, bauen die Teile schon mal an damit ein paar Schrauben wieder an Ort und Stelle sind. Dann gehts vorne weiter weil ich ja wieder drei Räder dran habe.

Also ist mein Grundansatz ja nicht soooo falsch.

Ich finde eben nicht dass ich es einfach wieder zusammen bauen sollte. Bei mir dauert das auseinander bauen zu lange dafür und manches mache ich dabei kaputt.

Ich erstelle die nächsten Tage (oder die Nacht) mal eine pdf Datei mit Bilders was ich meine. Eine pdf müllt den Thread nicht so zu - der wird sonst zu lange durch die Bilder.
Und von dem gussfarbenen Kasten lass ich die Finger weg. Also wenn da mal ne Dichtung kaputt ist muss ich zum Service.

ABER: in der Tat bringt mir das Forum immer meinen Humor zurück
- den finde ich auf jeden Fall dann immer wieder. Und das ist jede Menge wert!
Meine Muckis macht es aber nicht stärker und z.B. an der letzten Schraube vom Auspuffkrümmer ist dann auch ein gestandener Mann sehr ins schwitzen gekommen. O-Ton der helfenden Herren: das hättest du nie hin bekommen. Sie waren aber erstaunt dass ich überhaupt so weit gekommen bin, nachdem sie das Altmaterial sahen.
Und beharrlich bin ich nur geblieben weil mir zwischendurch immer wieder Mut im Forum gemacht wurde.

Das Forum ersetzt natürlich nicht mein ganzes fehlendes Wissen aber bewahrt mich ab und an vor größeren Schäden (die ich sonst verursachen würde in meiner Naivität)

Alles gut also wie es hier heißt
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Crazy Cow » 10. März 2017 21:50

Mia hat geschrieben:ähhh Olaf,
das Gespann fährt nicht ohne Bremsen und Räder!


Hast du den Scheinwerfereinsatz aus- und eingebaut? :)
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon saschohei » 10. März 2017 22:38

Na gut,

dann ich auch noch mal... :-D

Olaf, ich stimme Dir weitgehend zu, auch aus einem ganz anderen Grund.

Ich habe ja die never-ending-story mit Monis Bremsen schon damals mit mehr als nur Stirnrunzeln verfolgt, und innerlich den Kopf geschüttelt über die "schlauen" und gut gemeinten Tipps wie sie ihre Bremse dann wieder entlüften kann.

Inzwischen habe ich ja etwas Einblick in die "Großbaustelle" bekommen und der zweite Eindruck ist noch wirklich um Welten schlimmer als Moni es in ihrer witzigen Art immer so beschreibt.

Schon das Bild von ihrer Seitenwagennabe hier in diesem Post spricht ja für sich! Ich denke, der Vergleich mit dem identischen, aber eben technisch einwandfreien, Bild von Uko spricht für sich. :!:

Wenn man solche Bilder sieht kann und sollte man von jeder Ferndiagnose und "telepathischen Internethilfestellung " komplett absehen - solange man nicht sicher die technischen Fähigkeiten des Hilfesuchenden/Fragestellers sicher einschätzen kann.

Das gilt ganz besonders für Arbeiten an sicherheitsrelevanten Bauteilen wie Bremsen und Rädern.

Moni hat mich ja immer zeitnah per Mail auf dem Laufenden gehalten, und wenn ich dann abends spät noch schnell noch mal ins Postfach gesehen hab, konnte ich mich oft nicht entscheiden, ob ich vor Lachen vom Stuhl kippe (über Monis witzige Art) oder wegen akutem Herzversagen beim Anblick der Bilder. :smt009

Ein Bild sagt ja mehr als 1000 Worte, aber erst dann wenn man das RICHTIGE fotografiert.

Moni war ja kürzlich ein paar Tage bei uns zu Besuch und hatte einiges von ihrem Geraffel mit, und da hat es sogar mir fast die Sprache verschlagen.

Alles reparabel, kein Ding, aber sicher nicht von einem technischen Laien und handwerkliche Erfahrung und technischem Knoff-Hoff.

Moni ist sehr interessiert, hat eine schnelle Auffassungsgabe und wirklich auch keine zwei linken Hände. Sie begreift schnell was man ihr erklärt, denkt das durch, speichert das im Hinterkopf und baut damit sprunghaft ihr Wissen aus.

Wenn man ihr was zeigt (Gewinde schneiden, Bolzen durch zwei Kontermuttern rausdrehen usw.) hat sie das ratzfatz verinnerlicht und kriegt das hin - wirklich prima und es macht richtig Spaß das mitzuerleben und ihre Begeisterung zu teilen.

Aber alleine über eben ihre Seitenwagennabe lohnt sich ein eigener Fred, denn erst dann wird er auch für andere eine Hilfe in ähnlichen Fällen sein, bzw. weniger Versierte gehen dann lieber zum Fachmann.

Die Mängelliste NUR an der NABE sieht bei Moni z.B. so aus: Beide Lager zermurckst (nicht defekt), Buchse innen 7/10 unter Maß, Simmerring nicht mehr vorhanden, Bremszangenhalter Schrott (1 mm!! tiefe Riefen - da trägt nichts mehr), Bremszange Schrott, Bremsscheibe Schrott (geht noch als Kuchenteller, sieht aus so aus).

Man sieht auf Monis Bild oben zwar nicht, wie verzogen die Scheibe tatsächlich ist, aber genau DAS ist eben das Problem - mit so einer Scheibe lässt sich eine Bremse NIEMALS entlüften.

Wir kriegen das hin, kein Ding, ich hab die Fläche am Bremszangenhalter leicht überfräst, aber dann muss natürlich auch die Buchse neu angefertigt werden und entsprechend dicker usw.

Also, was nützt eine Angabe welchen Drehmomentes auch immer, wenn gar nicht klar ist, ob der Fragesteller auch die dazugehörigen Parameter kennt?

Hier: Zieht sie die Seitenradmutter mit einem (vorgeschriebenen?) Drehmoment an, verspannt sie die Lager, weil die Buchse innen zu kurz war und ratzfatz sind die wieder Schrott.

Wahrscheinlicher aber wird sich das Rad lösen, weil sich die Rillen zwischen Bremshalterplatte und Gegenstück weiter abgerieben hätten (die Bohrung ist auch schon nicht mehr rund und dann lässt sich weder die Bremse entlüften - auch die neue nicht, weil eben unkontrolliertes Spiel zwischen Halter und Achse ist) noch ist ein vernünftiges Fahrverhalten zu erwarten.

Na egal, wir kriegen das schon alles prima hin aber mit den Tipps hier im Forum tue ich mich echt schwer. Sinnvoller ist es learning by doing - aber eben unter AUFSICHT eines erfahrenden Schraubers, der doe se spezielle Materie auch schon deutlich mehr als einmal gemacht hat und die diversen Fehlerquellen gut kennt.

Tja Moni, dann musste wohl doch noch mal an den Deich kommen, wenn Du aus Griechenland zurück ist... :grin: :grin: :grin:

Aber ich hab schon ein bisschen Werkzeug für Dich gesammelt, wenn ich so beim aufräumen in der Halle bin, kannst bestimmt gebrauchen.

Schlaft alles gut und dann bis morgen - hab jetzt keine Lust mehr die Bilders hochzuladen.

Lasst es Euch gut gehen und träumt schon von schwarzen Schafen am Deich oder von Gespannen. :roll:

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 11. März 2017 04:11

Hier der erste Teil der Glosse

Monis Projekt1.pdf


Und streitet euch nicht. Ihr meint es ja alle gut mit mir! Ihr habt nur verschiedenen Kenntnisstände A) über meine Fähigkeit, b) mein Unwissen, und c) den Zustand meines Gespannes

und schon kommt der zweite Teil

Monis Projekt2.pdf


Das ist nun die etwas bebilderte Sicht auf mein Gespann in leicht humoristischer Form.
Viel Spaß beim lesen.
Mir hat alleine das schreiben und einstellen schon geholfen die Dinge in einem anderen Licht zu sehen.
Ob ich mal die BG frage dass sie die Kosten vom Forum übernimmt als Therapieersatz?
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon dreckbratze » 11. März 2017 07:41

na, du hast doch schon einiges geschafft. das wird schon, du verschiebst deine grenzen doch jetzt schon ganz ordentlich nach hinten ;-)
und wie du geschrieben hast, hast du doch alle zeit der welt.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon UKO » 11. März 2017 17:03

Ich bin entsetzt und Du hast mein aufrichtiges Mitgefühl. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Das Teil hätte ich dem Verkäufer wieder vor die Tür gesellt, mit nem Anwalt im Schlepptau.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Crazy Cow » 11. März 2017 17:26

Das Teil sieht wirklich ganz furchtbar aus. Man weiß nicht recht, wo man anfangen söllt. Was wird denn jestzt mit dem Bremssattelhalter? Kümmert sich jemand drum?
Sonst würde ich einen neuen zeichnen und dem Wasserstrahlschneider geben. Ich denke für 30,00 Euro hättest du dann einen neuen.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 11. März 2017 20:26

@ Olaf
Danke fürs Angebot. Das Teil habe ich beim schwarzen Schaf gelassen, samt Radnabe und neuen Lagern zum einbauen.

Soderle, nun wisst ihr was ich mit "Rost" meine z.B. Leute, ich habe nicht übertrieben und dass ich da ab und an die Krise kriege und der Frust mich packt ist auch verständlich.
Zum Glück gibts ja das Forum - nur muss ich mein Salär einteilen. Drum gehts langsam voran. Aber durch euch kaufe ich wenigstens nicht so viel unnötiges Werkzeug zusammen. So ein Drehmomentschlüssel ist ja nciht gerade billig und wenn ich da den falschen kaufe und dann wieder einen anderen ... wäre dumm gelaufen.

Schraubstock mit Tisch basteln und Gewindeschneider - schwuppdiwupp 200 Ocken versenkt. Ich habe ja gottlob so einige Ideen zum einfachen basteln - bei Platznot und wenn man alles weg packen muss oder in den Keller schleppen brauchts Ideen. Nun fehlt noch der kleine Nusskasten, mit so Aufsätzen wo man auch Inbus und Kreuzshclitz (PZ2 und 2, PH 1 und2 mindestens) drin hat. Großen habe ich schon, da sind aber nur Nüsse drin.

So greift eins ins andere.

Der Rahmen müsste eigentlich gesandstrahlt werden und richtig lackiert. Aber dann muss die Elektrik raus, Motor, Getriebe und so lebe ich halt mit dem großen Kompromiß.

Nächste Woche baue ich schon mal den Druckminderer (nicht den alten) mit Schläuchen ein, dann lagert etwas weniger hier rum.

Montag hilft mir jemand das Gespann vor die Garage zu stellen - nööö, nicht für den Schraotthändler! Ich will meine Honda aus der hintersten Ecke haben. Vielleicht kriege ich die für nach dem Ausland hin - wenigstens kleiner Aktionsradius auf 2 motorisierten Rädern. Batterie laden, Bremsen pflegen (mit den Bremsen habe ich aber auch) und wenns läuft ists gut. Ich werd nämlich irre wenn die Sonne scheint und ich die Mopeds höre.

Heute geübt mit einem Expossitharzzeugs zu streichen. Kriege den Bogen so langsam raus - nun wo ich fertig bin. Theoretisch kann man damit das Boot vorstreichen und überpinseln.

SCHERZ!!! Mache ich nicht , ging mir heute aber trotzdem durch den Kopf als ich mit dem Stinkezeugs gearbeitet habe. Aktion "unser Haus soll schöner werden" läuft also auch in meiner ETW.

Euch allen ein super Wochenende mit einer wundervollen Tour!
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Rolli_58 » 11. März 2017 20:52

Hallo Mia,

prinzipiell gibt es schon Epxoidharze, die man als Rostschutz einsetzen kann. Beispielsweise VC Tar wird für metallene Bootskiele verwendet. Aber das Zeug trägt dick auf und hinterlässt eine gut sichtbar Struktur. Ich würde am Motorrad Epoxidharz eigentlich nur für Reparaturen an einem GFK Boot verwenden. Da ist Epoxidharz für Reparaturen besser als das meist für den Neubau verwendete Polyesterharz, da Epoxidharz besser klebt und eine höhere Festigkeit hat.

Ich habe bei meiner Winter-GS gerne das von Dir schon erwähnte Hammerite (schwarz glänzend, also ohne Hammerschlageffekt) verendet. Das lässt sich mit dem Pinsel unkompliziert aufbringen, es hat auf Stahl auch ohne vorherige Grundierung eine gute Schutzwirkung und die erforderlichen Vorarbeiten sind überschaubar. Du kannst damit auch schnell mal etwas ausbessern. Und wenn die Verkleidung wieder dran ist, sieht man das meiste vom Rahmen eh nicht. Für den winterlich ramponierten Motor habe ich übrigens Hammerite silber genommen, da vorher mit der Leichtmetallgrundierung von Hammerite. Bei Weißrost geplagtem Leichtmetall ist die Vorbehandlung vor der Grundierung eher ein Problem.

Man darf beim "Anstreichen" eines gebrauchten Gespannes meines Erachtens nicht päpstlicher als der Papst sein und darf das Kosten-Nutzen-Verhltnis nicht aus den Augen verieren. Das machst Du schon ganz richtig.
Gruß
Peter
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 11. März 2017 21:34

@ Rolli: MISSVERSTÄNDNIS!

Hallo Rolli,
dieses Zeugs habe ich aus dem Malerfachgeschäft weil sonst die Farbe auf den Türen nicht hält! Kunstoffbeschichtete alte Zimmertüren in kackbraun. Die sollen hell werden und das Glas von bronce in klar wechseln.
Kosten mit Glas so 100 Euros - 2 Türen mit neuem Glas gut das doppelte. Und eine Seite einer dritten Tür kann man auch noch damit überpinseln. Auf die andere Seite kommt ein Poster mit Strandfeeling. Ich bin halt dagegen was weg zu werfen was nicht kaputt ist und dauernd neu zu produzieren. Außerdem kann ich die alte Türen selber aushänden und einhängen bei Bedarf. Weil sie keine besondre Qualität haben und leicht sind. Neue Türen die schwerer sind aber nicht. Wenn man die Arbeitszeit rechnet wirtschaftlich unsinnig - aber ich habe gerne was zu tun und Zeit dazu.

Ich dachte dabei an den EML weil der voriges Jahr mit so Matten repariert wurde. Ist ja GFK und bestimmt könnte man dies quasi als Untergrund nehmen zum streichen des Bootes.
Da steht zwar was wegen Rost drauf auf der Dose, aber an den Rahmen vom Gespann habe ich dabei nicht gedacht.

Wenn ICH das Gespann ordentlich zum laufen kriege (mit so kleinen Schönheitsfehlern) dann spare ich auf eine Lackierung vom EML als Belohnung! Frau muss ja Ziele haben!

Mir macht es aber auch absolut nix aus mit dem geschmierten bunten Boot die nächsten Jahre zu fahren. Hauptsache läuft, bremst, hat Licht und MACHT SPASS!
Aussehen wird überbewertet und ich habe ja auch so meine Macken und bin nicht mehr wie neu!
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Crazy Cow » 11. März 2017 22:32

Epoxidharz als Rostschutz geht nur auf frischem, blankem Metall, aber es geht. Ansonsten ist es gut geeignet als Trennlage zwischen zwei Lackschichten, von denen man nicht weiß, ob sie sich vertragen. Entsprechend auch zur Reparatur beschädigter GfK Teile, die sonst mit Polyesterharz repariert, gerne wieder Sterne bilden. Ein Tausendsassa Werkstoff quasi und dabei beständig gegen Kohlenwasserstoffe. (Öl und Benzin).
Es gibt auch Epoxidharz Grundierungen, für die zum Umlackieren der alte Acryllack nur leicht angeschliffen werden muss. Die Lackhersteller des neuen Lackes mögen das aber nicht so gerne und versagen dem Autolackierer schon mal die Garantie, wenn doch.
Mit dem Pinsel verarbeitet, wird die Struktur leider grober und die Schleiferei ist dann aufwendiger als bei einer 1K Grundierung, also so glatt wie möglich nass arbeiten. Die Epoxiharzprodukte (zu denen auch UHU Plus gehört) unterscheiden sich in der Konsistenz, wobei Kaltmetall, Spachtel und auch Grundierungen Zugaben von Gesteinsmehl z.B. enthalten. Das richtige Lösemittel vor dem Aushärten ist Aceton. Man kann sich also durchaus selbst eine preisgünstige Pampe anrühren.

http://www.r-g.de

@ Mia: die Stellen am Rahmen, die du nicht blank geschliffen bekommst, kriegst du mit Rostumwandler vorbehandelt. Du musst der Stelle aber Zeit zum ausreagieren geben. Meist reichen 24 Stunden nicht. https://www.rostumwandler-test.de/
Auch Hamerit Lacke haben die Eigenschaft, dass man an der Oberfläche keine Rostreaktion mehr sieht, ich weiß leider nicht, ob nicht trotzdem eine unter der Haut stattfindet. Allerdings hält auf Hamerit kein anderer Lack mehr. Es gibt aber auch schwarzes.

Lehrreiche Anekdote: Beim bauen unseres Hauses kam irgendwann ein Putzer. Der meinte angesichts meiner großen Vorräte an Rigipsplatten, teuren Spachtelgipsen und Baumarktfarben: "Das ganze Zeug ist nur für Amateure. Wenn du dein Handwerk beherrscht, kannst du mit dem billigsten arbeiten."

Das würde ich heute uneingeschränkt unterschreiben.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon rotklinker » 12. März 2017 00:15

Moin Moni,
das sieht ja teilweise gruselig aus. Stück für Stück durchschrauben, wie schon von einigen geschrieben, oder eben doch lieber ein "Ende mit Schrecken" statt ein "Schrecken ohne Ende"?
Du scheinst ja aber eher ein Kämpfernatur zu sein ;-) .

Ich habe auch eine K mit EML, natürlich auch mit diversen ähnlichen Rostschäden, die man in der ersten Begeisterung nicht sieht bzw. nicht sehen will. Den Rahmen habe ich mittels Bohrmaschine mit Drahtvorsatz entrostet. Da wo es noch nötig war mit Rostumwandler behandelt und mit einer 2K-Grundierung versehen. Danach mit gutem Lack zwei mal gestrichen und fertig. Bislang ist das Ergebnis durchaus zufriedenstellend.
Die K ist eigentlich ein haltbares Moped. Wenn sie schlecht läuft sind meist poröse Gummischläuche oder Manschetten schuld (haste ja schon erlebt). Bei einer verkleideten K leider nicht immer gleich sichtbar :cry: . Mit Startpilot, Bremsenreiniger geht auch, kommt man dem Störenfried recht schnell auf die Schliche.
Der Kühler sieht nicht gut aus, er muss aber nicht defekt sein! Öfter sind bei der K die Lager des Ventilators im Moors, die Geräusche können einem richtig den Tag versauen. Eigentlich kein Ding, wenn nicht der Hilfsrahmen wäre. Ich hab einen ganzen Tag gebraucht, um den Kram da heraus zu operieren. Wenn Du also beim Kühler beigehen willst, lass Dir von einem Schrauber helfen.

Lass Dich von der Karre nicht kleinkriegen! Steter Tropfen höhlt den Stein, Du schaffst das schon :smt041
Gruß Kay


Je duller Du foorst je eer büst in moors!
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon saschohei » 12. März 2017 11:19

Moin Moni,
Moin Jungs,

ich jetzt noch mal... :-D

Das Hauptproblem an Monis Mühle ist die falsche Vorgehensweise.

Klar ist das Gespann schon partiell arg überholungsbedürftig - aber, es fuhr ja noch prima (fast).

Schon als sie im Herbst mit dem Ding kurz hier war und nebenbei berichtet hatte, dass die hintere Bremse nun schon wieder keinen Druck hatte, hätte ich ein Machtwort sprechen sollen und sagen: Moni UND das Gespann bleiben hier, such Dir einen Schlafplatz in der Obdachlosigkeit und wir gucken uns das dann mal eben an.

Wäre maximal ein Tag gewesen, dann hätten ALLE Bremsen wieder DAUERHAFT funktioniert, neue Radlager an der Seite drin und auch die Verschleißfehler dort an der EML-Nabe technisch einwandfrei behoben.

Ganz klar MEIN erster Fehler!

Wir haben den Besuch von Moni genossen und mit ihr und anderen aus dem Forum, die extra gekommen waren um sie kennen zu lernen, geklönt bis Dunkeltuten war.

Als Sie dann bei sich zu Hause in der Garage anfing, das Ding stückweise zu zerlegen, hatte ich ihr geschrieben, wir stellen das Ding lieber auf einen Hänger und holen das her, sie kommt ein paar Tage auch her und dann ist alles gut.

War aber nur ein Angebot, [u]MEIN[/u] zweiter Fehler!

Aber ich bin halt generell nicht so ein durchsetzungsfähiger Typ, sondern eher ruhiger, zurückhaltender, trantütiger und eben auch ansonsten altersgerechter, lethargischer, unmotivierter und übergewichtiger Opa. :roll:

Dann hat Moni also angefangen die Krücke an jeder möglichen Ecke stückweise zu zerlegen und hat mir Fotos davon geschickt. Ich bin wirklich in Ohnmacht gefallen als ich die abends dann gesehen hatte. Klare Ansage: Bei SO einem Zustand gehört da, zumindest was die sicherheitsrelevanten Fahrwerkskomponenten betrifft, KEIN Hobbybastler ohne ausreichend Erfahrung und Werkstattausrüstung ran.

Und man sollte dann auch KEINEN gut gemeinten Tipp mehr geben, das verschlimmert die Sache sonst noch weiter, weil man per Ferndiagnose (auch mit Bildnachweisen) gar nicht richtig erkennt, was da alles im Argen liegt oder beim Zusammenbau schief gehen kann.

Also haben wir Moni eingeladen uns zu besuchen und das schon abgebaute Geraffel mitzubringen.
Hat sie artig gemacht und ich hatte meinen spontanen Herzinfarkt beim Anblick der Teile ja weiter oben schon beschrieben.

Im Prinzip alles in kurzer Zeit wieder in technisch einwandfreien Zustand herzustellen, das ist nicht das Problem und kostet auch nur ein paar Euros - aber die Ursache für den Mist kann man nicht abstellen, wenn man eben nicht die Gesamtheit der Baugruppen komplett in der Hand und vor Augen hat.
Und ein technischer Laie erkennt die Zusammenhänge auch gar nicht.

Olaf, ich hatte auch erst gedacht eine neue Halteplatte auszuschneiden, dann auch gleich Aufnahmen für einen zweiten Bremssattel vorzusehen (oder CBS Bremssattel), hab dann aber die schräg eingeschlagene Fläche doch kurz mit dem Messerkopf überfräst, damit sie wieder planparallel ist - gut 1mm!!!! Hintergrund war, dass Moni die Teile gleich wieder mitnehmen wollte und einbauen – wurde dann aber aus einem anderen Grund nichts.

Moni hat ja schon berichtet, dass selbst ihr die tiefen Riefen aufgefallen waren, aber das ist nur die halbe Auswirkung, nicht aber die URSACHE des Problems.

Auch die Distanzbuchse war völlig eingelaufen, aber wieso????

Die Fläche, wo eigentlich der Simmerring als zusätzliche Abdichtung zur Nabe hin gedacht ist, war so riefig eingelaufen, denn kann man getrost weg lassen. Da dichtet nichts mehr. Aber so einen neu anzufertigen ist ja Minutensache, in diesem Fall halt 1 mm dicker, damit die Distanzen wieder passen.

Aber wieso hat sich der überhaupt mitdrehen können??? Nabe nicht fest angezogen? Nabe zu schmal??? (Nach dem nachsetzen des hinteren Lagers beim Vorgänger…)

Die Lager in der Nabe sahen aus, als ob die jemand mit dem Hammer oder Dorn AUF DER FLÄCHE der DICHTfläche eingeschlagen hatte. Sowas sieht aber ein Laie nicht. Gerade bei diesen Lagersitzen sollte man zudem jede mögliche Sorgfalt walten lassen, sonst sind die noch schneller im Arsch - hatten wir ja kürzlich als Thema in einem anderen Fred hier.

Natürlich (noch) alles ein Problem, Moni ist wirklich lernfähig und hat auch KEINE zwei linken Hände, wie sie selbst meint, sie kann das toll nachmachen was man ihr zeigt und erklärt und sie versteht das auch.
Macht wirklich Spaß mit so einem begeisterungsfähigen und interessiertem Schrauberkönig (in) zusammen zu basteln, dazu eben noch ihre witzige Art. KLASSE! :-D

Wie man also solche Lager professionell und möglichst schonend wechselt und worauf man dabei achten muss, weiß sie nun und hat es selbst gesehen. Nützt aber leider trotzdem nichts, denn die passenden Werkzeuge dafür hätte sie in ihrer gut bestückten Profi-Garage gar nicht.

So, nun ist dann die Nabe fertig, inklusive neuer Distanzbuchse innen und außen, die Bremsscheibe hat sie bestellt, ich schick das Gerödel zu ihr - und dann????

Wer möchte ihr dann per Mail oder Telefon erklären, was die nächsten Schritte sind????????

Eben.

Das wird Mist.

Da muss einer hin und ihr das technisch richtig anbauen und gucken ob das so geht.
Ich weiß aus meiner früheren Erfahrung, dass wir nahezu jeden Bremssattelhalter an den Seitenwagen der holländischen Käsemanufaktur penibel nachgerichtet hatten. Bei den alten Stahlhaltern des Vorgängermodels waren die teilweise in zwei Ebenen so verzogen, dass sich die Bremse kaum oder gar nicht entlüften ließ, weil die Klötze nie an der Scheibe plan anlagen.

Das ist auch keine große Sache, aber man muss es eben SEHEN, bevor man den Murks der Käsebohrer zusammen steckt und dann doof guckt und flucht.

Olaf hatte die notwendigen und peniblen Arbeiten ja vor einiger Zeit mal an Hand seines Side-Bikes beschrieben, die Beiträge lohnen sich zu lesen, sind immer technisch einwandfrei und die meisten können was dazu lernen, auch wenn sie kein Side-Bike fahren.

Wie haben wir das gelöst (wie löse ich das Problem heute)?

Früher: Alles zusammen bauen, aber ohne Bremszange. Achse richtig anziehen, wenn man schon mal dabei ist, gleich ne Messuhr an die Seitenwagenscheibe halten, 2 mm Seitenschlag waren manchmal kein Ding bei der global tätigen Hinterhofklitsche mit dem Käsehof unterm Meeresspiegel. Aber Käse in Scheiben sind eben auch nicht so gleichmäßig dick, das versteht man schon... :smt013

Und wohlgemerkt, diese Umbausätze wurden damals auch an ENDVERBRAUCHER verkauft, dazu ALLE Schrauben unsortiert in einer großen Plastiktüte! Was haben wir uns darüber oft aufgeregt, die guten Hartmänner und ich – aber nichts hat sich geändert, nicht mal die Löcher im Käse.

Egal, ist Geschichte. Früher haben wir dann also mit zwischengeschobenen Endmaßen geschaut, wo Verzug ist, haben den Halter mit einer selbstgebauten Vorrichtung am Moped nachgerichtet und fertig.

Bei großem Verzug mussten die Dinger dann ab und zu aber mal leicht überfräst werden. Auch kein Ding, nur ärgerlicher Zeitaufwand - dazu vermeidbar wenn man bei der niederländischen Käseproduktion die richtige Herstellungsreihenfolge bei der Reifung des Käsekrams eingehalten hätte. :rock:

Wie mache ich das heute????

Gar nicht mehr.
Ich schraube nicht mehr, dann brauche ich mich nicht ärgern.
Echt jetzt.
Dann lieber gutgelaunt und obdachlos an der Armutsgrenze dahin vegetieren. :-D :-D :-D

Warum dann Monis Teile hier sind???
Tja, weil ich für einige nette und liebenswerte Dreiradler eben gerne mal ne Ausnahmen mache, hatte auch schon mal für Heike (Heikowie) ein paar Zylinderköpfe schnell zwischendurch überholt, und für andere auch das eine oder andere gerichtet.

Wenn sich also keiner in der Nähe findet, der sich das bei Moni ansieht und montiert, muss ich halt dann spätestens im Mai da hin düsen und das eben selbst machen. Dann kann ich auch gleich die nächsten zwei Baustellen mit abarbeiten, denn auch die Bremsleitung ist noch ungeklärt (bereits zweimal abgerissen - aber statt zu schreiben: FINGER weg!!!!!) bekommt sie in den einschlägigen Foren Hinweise und Tipps für die richtige Entlüftung……

Dabei war schon damals bei der Fragestellung klar, dass ein kompletter Laie fragt, und Bremsanlagen gehören nicht in die Hand von Laien - ohne wenn und aber.
So einen Murks wie an der Seitenwagenbremszange hab ich echt selten gesehen, gar nicht zu reden von der technischen unterirdischen Ausführung. Starre Leitung nahezu freischwingned an einem beweglichen Bremssattel??? Wer hat die überhaupt wie gebördelt?? Im Schraubstock mit einem Körner??? Wem ist die völlig ausgeschlagene Bohrung in der Bremszange aufgefallen und der „Bolzen“ (eine Schraube, die mittel Feile oder Flex des Gewindes grob beraubt wurde und als Haltestift für die Beläge dienen „sollte“).
Mannomann…

Moni sagt dann zwar in ihrer witzigen Art, sie hat ja vorne noch sonne Bremse dran, aber das ist natürlich Quatsch. Wenn sie in einer 30er Zone ein spielendes Kind anfährt, weil sie zwar noch geistesgegenwärtig auf die Bremse tritt aber eben trotzdem hinten nichts passiert, und das Kind dann im schlimmsten Fall irreparable Verletzungen erleidet, kann Moni damit nämlich garantiert nicht gut umgehen.

Sie ist hinter der lustigen und witzigen Fassade super sensibel und wirklich sehr emphatisch, und deshalb wird ihr Gespann nun auf eine zumindest bremsentechnisch einwandfreie Basis gestellt und gut ist.

Punkt.

Schaf hat gesprochen.

Määhh. :twisted: :twisted: :twisted:

Moni ist so tiefenbegeistert von Mopeds und besonders von Gespannen, das muss unbedingt erhalten werden.

Klar kann sie jederzeit zu uns in die Obdachlosigkeit kommen und hier Gespann fahren, aber sie möchte ja auch unabhängig sein, sie ist so und ICH verstehe das gut.

Was ich auch gar nicht so schön finde: alles Mögliche von den Teilen ist weltweit verteilt.
Mist!
Früher, als ich noch in der Branche selbstständig war, war meine Devise: Fertigungstiefe IMMER 100%!!!!

Deswegen konnten wir wirklich ALLES selbst machen. Spart (wenn man das notwendige Equipment erst mal angeschafft hat) Zeit und Geld - und die Arbeit macht dann erst richtig Spaß. Da kann man auch mal am Wochenende, Weihnachten oder nachts ausgebrütete Ideen in der Werkstatt SOFORT probieren und so.

Genau deshalb habe ich das ganze Geraffel auch für den Hobbybereich behalten - die Sinnfrage stellen wir hier aber ganz bewusst nicht.
Meine Werkzeuge verfügen tatsächlich über die 10-fache Wohnfläche wie das Schaf in seiner Obdachlosigkeit.
Aber wenn ich dann morgens in die Werkstatt komme, geht das Herz auf, echt jetzt.
Die Musik dudelt schon schön vor sich hin (Werkzeuge mögen lala rund um die Uhr wenn sie artgerecht gehalten werden), die Werkzeuge lachen mich an und freuen sich ihr Altenteil bei mir verbringen zu dürfen - und sich kaum noch für irgendwas bemühen zu müssen, einfach Klasse.
Da kommt man dann schon mit ganz breitem Grinsen aus der Werkstatt auf die Ponderosa - und da scharren schon einige wenige Mopeds und Gespanne mit den Hufen und wollen Ausritt haben.

Ist DAS nicht Klasse? :grin:

Ich bin ein obdachloses Glücksschaf, ganz bestimmt. :-D :-D :-D

Ach so, was bedeutet für MICH Fertigungstiefe?
Drehbänke (von großer Trümmer – Bohrwerk - bis Uhrmachergröße –Düsen-), Fräsmaschinen mit dem notwendigen Zubehör, alle Schweißverfahren, Plasmaschneider, Strahlkabinen, Pulverbeschichtung, kleiner Galvanik, Messzeuge, jede Menge Fachliteratur, dazu, ganz wichtig, Keksdose MIT Keksen und Kühlschrank voll mit ähhh..Eisteeeee. :smt005

Damit lässt sich dann auch das eine oder andere reparieren und/oder herstellen, von einem klitzekleinen Mopedteil bis zu einem tonnenschweren Carport der auch ein übergewichtiges Schaf und Dreiradlerbesuch beim Grillen aushält.

Noch kurz um Thema Lack, also bei Moni jetzt, also bei ihrem Gespann natürlich.

Moni, ich würde da jetzt gar nichts mehr machen, wenn Du demnächst wieder hier bist, füll ich Dir einen Liter Dickschicht ab, den pinselst Du über die groben, sichtbaren Roststellen, dann ggf. mit ein paar Pinselstrichen schwarzer Baumarktfarbe drüber und fertig.

Dieses Dickschichtzeugs ist Klasse, stammt aus dem Offshore-Bereich, ist im Handel nicht frei erhältlich wegen Gefahrstoffklasse und so, aber kein Problem, was Schaf will haben kriegt ihm auch, sonst gibbest es Mecker. Ich hab Referenzen, Landrat, Gerichtspräsident, Ministerium... :lol:

Der Hersteller garantiert dass auch im Salzwasserbereich nach Jahren keinerlei Anrostungen auftreten und so ist das auch, siehe mein Mopedport, vor 30 Jahren damit gestrichen und noch immer ohne Macken obwohl der bei jedem Wetterumschwung immer ordentlich nass wird.
Gibt es in rostrot oder weiß, aber das rostrote Zeug ist fühlbar besser, ich nehme einfach mal an, da ist nicht doch Bleimennige drin…

Jedenfalls ist dann erst mal für ganz lange Zeit Ruhe, da rostet nichts mehr - und Du kannst das Jahr über Gespann fahren, wir kriegen das schon hin.

So Schaf hat SCHON fertig!!! :-D

....und wenn ihr das hier alles durchgelesen habt ist eh Tatort vorbei, also sag ich schon mal gute Nacht und träumt alle schön - ich geh jetzt Moped fahren.

Määhhh

P.S. Man kann es nicht genug betonen: Wer ein Gespann kaufen will, sollte sich IMMER einen TECHNISCH versierten Fachmann mitnehmen. Spart viel Geld, Nerven und ggf. Ärger. Selbst kleine „Problem“ können richtig ins Geld gehen, wenn man das nicht selbst erledigen kann.

Jüngstes Beispiel: Ich hab mir am Donnerstag ein Gespann angesehen. Optisch trotz hoher Laufleistung im TOP-Zustand, nette und ganz ehrliche Verkäufer, also alles prima. Bei der Probefahrt gemerkt, das Ding bremst hinten nicht. Verkäufer meint, war schon mal mus man mal entlüften und/oder Beläge wechseln. Alöso schnell auf den Boden geworfen und mal nachgesehen…

Ohaaaa

Bremsscheibe unfachmännisch auf die rechte Seite verlegt (zum Kardan hin wegen einfacherem Radausbau), abenteuerliche Ausführung und Befestigung der ganzen Mimik, so sicher auch nicht eintragungsfähig, und nicht ohne Maschinenpark und dem erforderlichen Wissen nicht zu reparieren. Dazu Felge auch nicht mehr die originale, samt Achse und Adapter geändert, weil die originale Autofelge die dort von einem wirklichen Könner unter den Gespannbauern damals verbaut worden war angeblich Risse hatte…???!!!

Ist er schon seit mehr als 10 Jahren mit rumgefahren, glaub ich auch. Nur, wenn das jetzt einer kauft und beim TÜV fällt das dann auf, ist das Ding still gelegt, da gibt es nicht zu reden.
Aber von außen sieht man davon nichts und bei der Probefahrt merkt man nur, dass es hinten schlecht bis gar nicht bremst – und glaubt, kann so schlimm ja nicht sein, wenn der Kaufpreis stimmt. Großer Fehler!

Also immer Augen auf beim Gespannkauf und die eigenen Möglichkeiten SICHER einschätzen. Ein mopedfahrender Schrauberkumpel hilft beim Gespannkauf mit den spezifischen Problemen auch oft nicht wirklich weiter.


P.S. Moni: KEIN Werkzeug mehr kaufen!!!!!!
Einen Schraubstock und Gewindeschneider hättest Du von mir mitnehmen können, wir waren doch in der Halle, haste das nicht gesehen????????
Ich meine, dass da sicher immer noch mehr als 100 Tonnen Werkzeug liegen, trotz zwischenzeitlicher Reduzierung, kann man doch nicht übersehen, oder wie jetzt???
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Rolli_58 » 12. März 2017 12:09

saschohei hat geschrieben:Moin Moni,
Moin Jungs,

...


Es gibt Texte, die kann man als normaler Sterblicher einfach nicht lesen, da geht zuviel Lebenszeit verloren, die man für interessanter Dinge nutzen kann :-D.

Mensch Saschohei, geht das nicht kürzer? Einfach mal schneller auf den Puntk kommen 8) .

Ich meine, ist ja jedem selbst überlassen, es zu lesen. Aber wenn einer viel schreibt, dann denke ich, er hätte auch viel zu sagen und meine, ich müsste das lesen. Dann stehe ich aber fassungslos vor den 7 Seiten DIN A4 und draußen scheint die Sonne :-) ...
Gruß
Peter
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon saschohei » 12. März 2017 12:30

Hallo Peter,

ich sehe das echt genau so wie Du, und deshalb war das ja extra schon die KURZVERSION!

Echt jetzt. :roll:

Jaha, ich kann auch kurz. :-D

Und die, denen das eine oder andere meines Geschreibsels nützlich sein könnte werden das schon lesen und richtig einordnen, die anderen fahren in der Zeit einfach Moped und gut ist.

Aus Unwisssenheit einen falschen Fehler machen und den dann mühsam korrigieren zu müssen kostet übrigens das mehrfache an ZEIT und Geld als so einen Beitrag zu lesen.

Außerdem sind das nur ein paar Minuten für mich gewesen, ich denke langsam aber ich kann schnell reden und schreiben. :grin:

Auch Dir einen schönen Sonntag mit tollen Mopedstunden und optimal genutzter Restlebenszeit. :lol:

Und wenn es Dich mal in meine Nähe verschlägt, bist Du jederzeit gerne auf meine Ponderosa eingeladen.

Liebe Grüße an alle hier

Willy
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 12. März 2017 12:56

Hallo du Icetee-Junkie!

jetzt musste ich schon wieder lachen - langsam denken und du. WIE geht das?

Also so ein Zeugs zum überpinseln brauche ich nicht. GEbrauchen könnte das Gespann es wohl schon ABER das Zeugs ist bestimmt schnell trocknend und all so watt. Monis Arme und Hände haben aber nur den Kriechgang und keinen 1. oder 2. Gang - das ist mit schnell trocknender Farbe oder anderem Zeugs nicht kompatibel.

Ich weiss wovon ich rede - pinsel ja gerade im Haus. Und das 2Komponenten-Zeugs konnte ich auch nicht schnell genug auftragen. War ich ja im Geschäft schon skeptisch als mir das mit der Verarbeitungszeit gesagt wurde. Ich maler ja schon sehr ungern - weil sieht kacke aus (für meine Augen, andere findens geht noch).

Bei mir sehe ich keine 7 Seiten von dir. Ich lese so schnell wie du schreibst, muss ich nur noch meinem Kleinhirn erklären.

Im übrigen bin ich sehr froh dass meine Einzelteile verteilt sind - die vom Gespann jetzt. Da investieren Leute ihre FREIZEIT in mein marodes Gerödel und haben außer einem Lächeln und danke nix davon, bzw. wollen auch nix. Ich finde das sehr beachtlich und es ist schade dass ich dem Heinzelmännchen noch nicht mal auf dem Treffen einen ausgeben kann - weil ich ja nicht hin komme.
Aber ohne die Helfer ginge es ja gar nicht weiter und ich hätte hingeschmissen!
Jedes Ding hat 2 Seiten!


Mir ist sogar aufgefallen dass mein Bremssattelhalter anders sitzt als der vom Bild oben und es da was zu beachten gibt. Ist doch schon was.

Ja ja, das Werkzeug habe ich schon gesehen. Ich verstehe sogar dass man Werkzeug eigentlich IMMER zu wenig hat!

Nun antwort nicht sondern geh Gespanne streicheln und bewegen. Sonne scheint!

Und dass mein Gespann nicht bei dir steht ist doch wohl klar. Soll ja Leute geben die fangen 3-5 Baustellen an und schreien bei der 6. auch noch "hierher". Wobei nur die ersten beiden Baustellen zu den Leuten selbst gehören, die anderen helfen sie mal eben. Da muss ich nicht noch ne 11. hin bringen - gelle! Ich höre wenigstens bei der 5. Baustelle dann auf :-D

Schönen Sonntag!
Moni
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Crazy Cow » 12. März 2017 16:30

saschohei hat geschrieben:Moin Moni,
Moin Jungs,

Olaf,...



Ach du Scheiße, jetzt muss ich das doch noch lesen, das dauert... :)
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Slowly » 12. März 2017 16:44

- - - aber lohnt sich, da sehr lehrreich, weil aus der Praxis!

:grin:
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Bei Nebenwirkungen fragen Sie Herrn W. Enauchimmer oder Frau M. Irdochegal !

-----------------------
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Crazy Cow » 12. März 2017 17:10

Nagut, fertig. Ich konzentriere mich mal auf die Bremssattelhaltergeschichte. Mit der haben sie es alle nicht so, Ist wohl nicht so wichtig, bis zur Auslieferung gehen sie immer. Bei EML Sätteln älterer Bauart, leider nicht einmal einheitlich, sind seltsame Effekte zu beklagen:
1. Der Sattelhalter verwindet sich, Beläge laufen schräg ab und öffnen nicht gleichmäßig
2. Die Sattehalterlagerung ist verschiebbar und geht auf Wanderschaft, wenn einer der Kolben nicht ganz einwandrfrei ist. Die Halter müssen bei jedem Belagwechsel neu ausgerichtet werden.
3. Die Halter neigen sich seitlich, nicht nur beim Bremsen, sondern auch in der Kurve, was dazu führt, dass ein Kolben sich stärker zurückstellt, wenn nicht in kurzen Abständen gebremst wird. Dann ist irgendwann ohne Vorwarnung Pumpen nach der Kurvenfahrt angesagt. and so on...

Bei der Side Bike GTS, es fällt mir schwer den Hintergrund zu verstehen, es sieht nach ästhetischem Ansatz aus, aber über den lässt sich ja streiten, bei der SideBike GTS haben sie am Vorderrad den Bremssattelhalter aus zwei geschwungenen Bügeln an den Achsschenkel geschweisst. Maßloses Selbst-oder Gottvertrauen. Gut, dafür ist es vlt gar nicht schlecht geworden, aber ein winziger Dreher beim Erkalten und 2mm Distanzunterschied sind eigentlich Grund genug, sowas nicht zu machen. Zu ihrer Ehrenrettung muss man sagen, dass durch die Länge der Bügel, der Sattel sich rel. ungehindert ausrichtet.
Dennoch habe ich folgenden Versuch gemacht und anschliessend das Gespannbauer Profiwerk nachgebessert. Macht das ruhig nach, aber bitte: Probefahrt nur im Hof. Man ist überrascht, was da auf einer kurzen Strecke mit niedriger Geschwindigkeit spürbar ist:

- Man löse beide Schrauben des Bremssattels und öffen sie etwa 2mm.
- Erste Testfahrt. Der Bremssattel richtet sich spontan im richtigen Winkel in zwei Ebenen aus. Das Fahrzeug steht sofort.
- Mit angezogener Bremse die Differenzen und Fehlwinkel messen. Wenn nötig richten und oder durch Pass-Scheiben den Bremssattel so unterlegen, dass
- er Im rechten Winkel über der Radachse steht, und
- dass die neuen Beläge planparallel zur Scheibe stehen.

Nach getaner Arbeit ist es beim Anbremsen ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Und nun noch etwas Frevel für die Wetterer: Der gleiche Nachweis lässt sich für die Bremsscheiben führen, wenn sie rubbeln.

- Alle Bremsscheibenschrauben lockern, mit Schraubensicherung sichern und die Scheibe auf den Bolzen "floaten" lassen.
- Testfahrt im Hof.
- Ist das Rubbeln weg, hat die Scheibe Seitenschlag
- bleibt es, hat sie Dickentoleranz.
- Alles wieder ordentlich festschrauben. Der Versuch dient nur dem Nachweis, nicht der Reparatur! Die Bremsscheibe keinesfalls partiell unterlegen.
Es lohnt sich aber immer, bei einem gefundenen Fehler, die Bremsscheibe zu demontieren. Manchmal sitzt sie auf einer angefertigten Radnabe, die man glaubt es kaum, am Flansch pulverbeschichtet ist.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon saschohei » 12. März 2017 17:34

Ok Olaf,

haste ja doch schnell gelesen, meinen Senf :grin:

Deine Tipps sind zwar prima und Insidern bekannt, aber ich hab diese extra in diesem Fred nicht geschrieben, damit wir schreib - und bautechnisch schneller zu Ende kommen und Moni dann im Ergebnis wieder sicher mit ihrem Gespann unterwegs sein kann.

Deine Tricks sind eben auch NICHTS für Schrauberanfänger oder selbsternannte "Profis"- die aber tatsächlich gar nicht wissen was sie da tun. :!:

Wenn erst ein paar Kunden großen Eigen - und Fremdschaden verursacht haben, weil sie solche Tipps falsch oder gar nicht verstanden haben, hält sich sogar ein Schaf sehr zurück - auch wenn dieser Spezies also den schwarzen Deichschafen, das Reden ansonsten nicht so schwer fällt. :roll:

Trotzdem sind Deine Ergänzungen prima für den einen oder anderen Edelschrauber unter uns weil das nicht nur die Käseliebhaber aus der holländischen Tiefebene betroffen hat, bzw. noch betrifft.

Und Monis Krücke kriegen wir schon wieder auf die Räder, da bin ich optimistisch.

Und dann grinst es auch IN Moni wieder über beide Ohren.

Liebe Grüße an alle hier und einen schönen Abend

Willy
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon UKO » 12. März 2017 18:54

Ist ja gruselich. Das bestätigt mich darin, bei meinem Gespann den EML Bremskäse zu ersetzen. Wer sich meinen neuen Bremszangenhalter am Seitenwagen anschaut - das ist nicht mehr EML!

Was das Lackieren von Hand angeht, ob mit Sprühdose oder Pinsel: Was alle wissen ist - schön saubermachen - ja
vielleicht noch anschleifen - auch ja.
das Wichtigste wird gerne vergessen - Entfetten Gründlich. Bremsenreiniger leistet hier gute Dienste.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 12. März 2017 19:32

na wenigsten was richtig gemacht. Ich arbeite nach Anleitung und auf den Dosen steht drauf sauber, trocken, losen Rost entfernen UND staubfrei! Neben allerlei anderem Zeugs.
Bremsenreiniger hatte ich auch genommen.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Stephan » 12. März 2017 20:30

Meiner Jühte! Bei den Texten muß ich an'n Maschinenbaustudium denken. . .

Ich les' dat dann mal nur quer.

Mia, du solltest entweder näher nach F'furt oder HH umziehen.

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 13. März 2017 11:05

Stephan hat geschrieben:
Mia, du solltest entweder näher nach F'furt oder HH umziehen.

Stephan

:-D :-D :-D
Das ist NICHT das Problem! Das Problem bin ICH!

Es hatten sich schon mehrere angeboten das Gespann im Winter in Vollpflege zu nehmen bevor ich Willy persönlich kennen lernte. Ich konnte mich dazu nicht durch ringen, obwohl ich bis dahin noch nicht das ganze Rostausmaß kannte.
Mir war aber klar dass da nix soeben mal kurz und schnell geht. Die Leute haben ja auch noch andere Hobbys :wink: als meinen kleinen Schrotthaufen.

Von den Flyingbrickler sind 2 hunderte von km gefahren weil ich den Auspuff nicht abbekam! Das war mir sowas von peinlich, aber da musste ich durch. Außerdem: ich hätte das Austauschteil (das wurde auch noch mitgebracht) nicht spannungsfrei dran bekommen. Das kann ich gar nicht wieder gut machen bei denen - bin ihnen ja keine große Hilfe :oops:

So eine Kompettsanierung / durchreparieren ist eine viel größere Hausnummer.
Das Hauptproblem ist also wirklich meine Einstellung.
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon saschohei » 13. März 2017 12:08

Ach wat Du witzige Schraubermaus,

mach Dir mal keinen Kopp, ist alles prima mit Dir wie es ist - da kenne ich wirklich GANZ andere "Ausführungen".

Ich denke, alle die Dir bisher geholfen haben, haben das sicher gerne gemacht, wo ist also das Problem?

Dein Moped kriegen wir also wieder in überschaubarem Zeitrahmen auf die Straße, in sicherer Ausführung versteht sich.

Und auch wenn ich ja eher der depressive, melancholische, antriebslose, introvertierte, jammerige und sich selbst bemitleidende Typ bin - um Dich ab und zu wieder aufzuziehen reicht es trotzdem knapp. :-D :-D :-D

Egal ob per Mail, auf der Ponderosa oder auf Gespanntour im Opa-Modus. :lol:

Lass es Dir also gut gehen, genieße das was Dir Spaß macht und gut ist.

Liebe Grüße an Dich und an alle anderen hier natürlich auch, und eine schöne Woche - soll ja Superwetter geben.

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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon UKO » 13. März 2017 18:57

Mia hat geschrieben:Das ist NICHT das Problem! Das Problem bin ICH!

[/color]


Sach sowas nich! Nachdem was ich von Dir gelesen hab, wird Dir das nicht gerecht. Ich bewundere den Mut mit dem Du da rangehst. Ich hätte 2 Kumpels mitgenommen und dem Vorbesitzer das Teil vor die Tür gestellt. Und ich wäre auf jeden Fall mit meinem Geld zurückgekommen. :twisted:
Also stell Dein Licht bitte nicht unter so einen kleinen Scheffel. :D
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon michael_kurch » 21. März 2017 11:31

Moin, Moni.... wie ich Dir bereits sagte, als Du bei mir warst: Dein Gespann hat Rost, aber es ist (noch) eine gute Substanz.... also nicht aussichtslos! Lass die Optik erst mal in Rufe, kümmere Dich um den Rost und die Mechanik, dann geht's wieder vorwärts... sollte Dein Bekannter den Bremssattel nicht hinbekommen...hab neulich noch einen im meinen E-Teilen gefunden, als ich Ersatz für meine abgerauchte Kupplung gesucht habe... zum Thema Loctite: Irgendein Spaßvogel (also ich) hat bei meiner K100 die Radschrauben mit Loctite eingekleistert.... Gewinde im Endantrieb waren dann Schrott! Also VORSICHT damit... hast inzwischen den Kupplungszug ordentlich verlegt oder immer noch meine "Freiluftverkabelung"???
Wenn Du wieder in der Nähe bist: Hab immer nen Kaffee für Dich da :-)


Grüße aus dem schönen Taunus....
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Re: Drehmomente EML Bremsen und BMW

Beitragvon Mia » 21. März 2017 18:00

Hallo Michael,

ja, an der Substanz zweifele ich bisher noch nicht. Aber wieviel Rost da wirklich ist sah man unter der Verkleidung damals auch nicht. Hinten war nicht so viel - die Baustelle kommt dann nächstes Jahr dran (mit den Ventilen und ...). So wie du mir erklärt hattest.

Kupplungszug ist immer noch Freiluftverlegung - weil ich gar nicht weiß wie der Original verlegt wird hatte ich den neuen auch nur so eingezogen. Mal sehen wie lange das nun mit dem neuen Kupplungshebel hält. Bin ja jetzt nicht mehr so viel gefahren. Wenn das wieder nur 5000 km hält kommt eine hydraulische Kupplung dran - Ruhe ist.

Bremse BMW hinten hat Ronald hinbekommen. Besser als neu quasi - eigentlich viel zu schön für mich.
Die für den EML habe ich bestellt und sollte morgen eintreffen, neue Bremsscheibe habe ich schon hier liegen.
Nabe hat ja der Willy zur Überarbeitung und wir werden die irgendwann zusammen einbauen. Wir haben eben beide nie Zeit - bei mir das Rentnerproblem und Willy hat immer was zu tun.

Nun zuerst 3 Wochen work and travel über Ostern und dann gehts weiter mit dem Gespann. Die Teile habe ich ja bis auf die Stahlfelxleitung nun zusammen. Den Kühler hätte ich immer noch gerne draussen - einmal rundum die Streben vorne entrosten und streichen - Ruhe ist für die nächsten Jahre. Und das eine Distanzstück (wo ich dir mal das Bild schickte) sieht nicht mehr so dolle aus - obs noch was taugt sieht man erst beim Ausbau. Ich denke - wenn man schon so viel auseinander hat sollte man gleich alles überarbeiten. Die Arbeit das alles wieder auseinander zu nehmen steht bei meinem Arbeitstempo in keinem Verhältnis zu der längeren Standzeit jetzt.

Aber wird! Bin ganz zuversichtlich dass ich im September wieder los kann über Schweiz, Italien nach Griechenland. Und in zwei Jahren traue ich mir den Landweg zu - einmal über Ungarn, einmal über Albanien. Ziele braucht der Mensch.

Und wenn es vorher läuft: ich wollte noch ein paar Dinge im Taunus besichtigen und dort wandern. Dann melde ich mich zum Kaffee und klönen an!

Gruß Moni
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